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01/17/16

Zitate und Redewendungen zum Thema "Essen"

- Der Mensch ist, was er isst (Ludwig Feuerbach)(link)
"Die Speisen werden zu Blut, das Blut zu Herz und Hirn, zu Gedanken und Gesinnungsstoff. Menschliche Kost ist die Grundlage menschlicher Bildung und Gesinnung. Wollt ihr das Volk bessern, so gebt ihm statt Deklamationen gegen die Sünde bessere Speisen. Der Mensch ist was er isst. Wer nur Pflanzenkost geniesst, ist auch nur ein vegetirendes Wesen, hat keine Thatkraft." (Ludwig Feuerbach, Gesammelte Werke, Bd. 10, Kleinere Schriften III (1846-1850), Herausgegeben von Werner Schuffenhauer, Akademie-Verlag Berlin, 2. Aufl. 1982, Die Naturwissenschaft und die Revolution, S. 367.  (internet-Ausgabe)
(zu den Hintergründen - Text von H.W.Ingensiep - in den Essener Unikaten Nr.30/2007)
- Man ist, was man isst - Sage mir was du ißt, und ich sage dir, wer du bist. (Jean Anthelme Brillat-Saverin)
Buch: Lindlahr, Victor: You are what you eat. (Journal of Living, 1942) ("schlechte" Nahrung - junk food - häufiger krank) - Zitiert in  Moy; G.G.: Total Diet Studies - Ernährungs-Umschau 62(8) 132-139 (2015)
(Website - www.totaldietstudies.org )
Motto des 53. Wissenschaftlichen Kongresses der DGE in Fulda - 02.-04.2016

Davon gibt es sehr viele Abwandlungen: "Der Mensch ist, was er liest" (Ulrich Erckenbrecht); "Der Mensch ist, was er ißt. Aber er ißt je nach dem, was er ist" (Gabriel Laub). (zitiert in Gutknecht - S.77 - link)

- Essen und Trinken hält Leib und Seele zusammen (wiki)
- Der Appetit kommt beim Essen
- Wer nicht arbeitet, soll auch nicht essen  (Paulus Brief an die Thessalonicher)
- Wie man isst, so arbeitet man

xxxWenn du bist, was Du isst – Feature zu Haushaltsgeräte DLF 22.01.2016 www.deutschlandfunk.de/das-haushaltsgerat-denn-du-bist-was-du-isst.media.31518d107b61a677b2097e7f7f8dbb6e.pdf

- Es wird nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird
- Wes Brot ich ess, des Lied ich sing: jemanden, bei dem man angestellt ist, sollte man besser loben als kritisieren, da er derjenige ist, der mich bezahlt
- Wenn du deinen Teller leer isst, dann gibt es morgen schönes Wetter
- Nach dem Essen sollst zu stehn (ruhn), oder tausend Schritte gehen (tun) (Johann Balthasar Schupp - " Salomo oder Regentenspiegel" - Zitat) (Gutknecht - link)

Grimms Wörterbuch - link

Deutsches Wörterbuch - link

Wortschatz (Uni Leipzig) - link

Wolf Uecker: Das Püree in der Kniekehle der Geliebten. Kapitel "Der Mensch ist, was er ißt" (kulinarische Vorlieben von Heinrich Heine)
Augustinus (354-430) - Confessiones - Bild vom gottgefälligen Esser (Gutknecht - S.78f)
Carl Zuckmayer. Gedicht "Das Essen" (link zu NZZ Folio)

ein gefundes Fressen sein
Erst kommt das Fressen, dann kommt die Moral (Brecht: Dreigroschenoper)
(Gutknecht - S.85f)

 

Terwey, E (Hr) Das Essen ist ein Gedicht (Literarischen Köstlichkeiten); Verlag Die Werkstatt, 2000 (link)
Dass Essen genussvolle, intelligente und hintersinnige Kunst – kurz: ein Gedicht sein kann, dafür stehen in diesem Buch 100 Kostproben. Sie künden von der natürlichen Köstlichkeit der Früchte, der Sinnlichkeit einer festlichen Tafel, dem Witz kurioser Rezepte, der Erotik eines Liebesmahls aber auch von Zeiten der Entbehrung. Das Buch enthält ausgewählte Gedichte u.a. von Günter Grass, Rose Ausländer, Seamus Heaney, Sylvia Plath, Pablo Neruda, Eva Strittmatter, Ernst Jandl, Ulla Hahn, Christian Morgenstern, Mascha Kaléko, Frederik Vahle, Katja Lange-Müller, Robert Gernhardt, Hannelies Taschau, Erich Fried.„Wir essen praktisch Licht!“ Susanne Kippenberger über Olafur Eliasson / Kunstzeitung Juli 2014, S.20 Buch The Kitchen / Tagesspiegel 17.03.2014 ("Essen als sozialer Klebstoff")

Zitat von Orwell “Der Mensch ist in erster Linie ein Sack zum Essenreinstopfen… Ich glaube, man könnte überzeugend darstellen, dass Veränderungen in der Ernährung wichtiger sind als Dynastie- und sogar Religionenwechsel. Der Große Krieg zum Beispiel hätte nie stattfinden können, wenn nicht die Dosenkonserven erfunden worden wären… Aber es ist eigenartig, wie selten die allumfassende Bedeutung des Essens erkannt wird. Überall sieht man Statuen von Politikern, Dichtern und Bischöfen, aber keine von Köchen, Speckpöklern und Gemüsehändlern“ (Georg Orwell, nach Bill Bruford – Hitze; zitiert in Susanne Kippenberger S.140)

„Was der Bauer nicht kennt, das frisst er nicht. Würde der Städter kennen, was er frisst, er würde umgehend Bauer werden“ (Oliver Hassencamp) http://de.wikipedia.org/wiki/Oliver_Hassencamp

http://www.spiegel.de/netzwelt/tech/bauern-mit-dem-essen-spielt-man-nicht-a-25433.html

Dem Hungrigen ist leichter geholfen als dem Übersättigten. Marie von Ebner-Eschenbach: Aphorismen, Stuttgart: Reclam, 2002, S. 29 ISBN: 3150084555 - http://www.zitate-aphorismen.de/zitate/interpretation/Marie_von_Ebner-Eschenbach/4161

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