11/01/14

Nordafrikanische Küche - Maghreb

Mit dem Begriff nordafrikanische Küche bezeichnet man die Küche im Maghreb, das heißt in Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen. (wikipedia)
Typische Bestandteile der nordafrikanischen Küche sind Fische, Meeresfrüchte, Schaf- und Lammfleisch, Datteln, Mandeln, Oliven, vielfältige Gemüse, Trauben und Obst sowie die allgegenwärtigen Kichererbsen.
Eine bekannte Vorspeise sind Salate.
Als Hauptgericht sind Schmorgerichte wie beispielsweise Tajines oder gegrillte Spießchen (Mechouia) üblich.
Das bekannteste nordafrikanische Gericht ist sicherlich Couscous.
Die meisten nordafrikanischen und arabischen Gerichte sind stark gewürzt. Die Gerichte werden bereichert mit Kreuzkümmel, Muskat, Zimt, und Safran. Frische Pfefferminze, Nanaminze oder Koriander dürfen ebenfalls nicht fehlen.
Breite Verwendung finden Gewürzmischungen wie Ras el-Hanout und Baharat und die scharfe Chilipaste Harissa.
Zum Hauptgang werden Fladenbrote gereicht, ursprünglich als Vorläufer des Bestecks.
Als Abschluss einer arabischen Mahlzeit kommen süße, honiggetränkte Desserts auf den Tisch. Während des Essens wird in den nordafrikanischen Ländern Wasser, Mineralwasser oder Fruchtsaft getrunken, alkoholische Getränke werden selten serviert.
Zum Dessert wird der für die Region typische Tee mit Nanaminze gereicht (siehe Maghrebinische Teekultur).
Literatur
Florian Harms, Lutz Jäkel: Kulinarisches Arabien. Bibliothek des Orients – Edition Christian Brandstätter, 2004, ISBN 3-85498-335-2
Mohamad Nader Asfahani, Brigitta Kook, Marianne Wirth (Illustrationen): Nord-Afrikanische Küche: Original Kochrezepte aus den Maghrib-Ländern Marokko, Algerien, Tunesien und Libyen. 9. Auflage Asfani, Hamburg 1991, ISBN 3-927459-94-1.

Friederike Heidenhof: Hochkultur bringt Esskultur: Essen in Nordafrika und im Nahen Osten. Ernährung im Fokus -Spezial Sep. 2014
Vor der Revolution in Tunesien, Ägypten und Libyen und den Unruhen in Jemen, Syrien und Bahrain waren diese Länder beliebte Reiseziele. Touristen schätzten neben den kulturhistorischen Monumenten auch die nordafrikanisch-arabische Küche mit ihrer Vielfalt an Gewürzen und Zutaten, die sich durch den aktiven Handel der Araber weit verbreitete.
Viele Zutaten und Speisen fanden Einzug in die westliche Welt weit über die Mittelmeerländer hinaus und sind aus der mediterranen Küche nicht mehr wegzudenken. Die Essgewohnheiten der frühen Hochkulturen enthielten schon damals Elemente, die noch heute in den Speiseplänen erscheinen. Doch wie überall hält auch im nordafrikanisch-arabischen Raum das Fast Food Einzug.

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