12/20/25

Myokine - hormonähnliche Botenstoffe


Myokine sind hormonähnliche Botenstoffe, die von der Muskulatur der Säugetiere bei Bewegung und Kontraktion ausgeschüttet werden. Der Name leitet sich aus dem griechischen „Mys“: Muskel und „kinema“: Bewegung ab. Sie sind seit 2007 als Unterart der Interleukine (IL-x), zu den Zytokinen zählende Peptidhormone, eingestuft, d. h., sie sind als körpereigene Botenstoffe der Muskelzellen eingestuft. Ihre Entdeckung geht auf das Centre of Inflammation and Metabolism, Department of Infectious Diseases and Copenhagen Muscle Research Centre, Rigshospitalet, University of Copenhagen, Faculty of Health Sciences, in Dänemark zurück. Es werden über 600 verschiedene Arten angegeben, die nicht alle vollständig erforscht sind. Sie stellen ein aktuelles Forschungsgebiet der Zellbiologie dar.

Informationen:
- wikipedia - engl. Myokine

Zunner, B.E.M. et al.: Myokines and Resistance Training: A Narrative Review. Int. J. Mol. 23(7), 3501; https://doi.org/10.3390/ijms23073501 (23.03.2022)

Brandstädter, P.: Proteinreiche Ernährung im Alter: Gib den Muskeln Futter. Extra Eiweiß brauchen nicht nur Sportler. Tatsächlich ist eine proteinhaltige Ernährung besonders für ältere Menschen wichtig. TAZ 18.12.2025  ("Schon moderate Bewegung kann die Ausschüttung verschiedener Myokine anregen. ... Über 600 Arten sind inzwischen bekannt ...  Mehrere Hundert weitere warten noch auf ihre Entdeckung. Mit am besten erforscht ist das Interleukin-6, ein Stoff, der die Abwehr gegen Entzündungen mobilisiert.“
 

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