Fruktose (Fruchtzucker) – ist ein analog der Glukose  - ein Monosachharid.

Fruktose kann als Zuckerersatzstoff genutzt werden; es wird so als (Haushalts)Zucker-Ersatz vermarktet (Marketing –" ohne Zuckerzusatz" ist eher irreführend).
Fruktose-Glukose-Sirup (weit verbreitetes Süßungsmittel) (Invertzucker) (Studie aus USA - 2010 - beeinflusst den Cholesterinspiegel negativ)

Der Erfolg - es wird mehr Fruktose aufgenommen; so zeigen sich bei immer mehr Menschen negative Auswirkungen. Fruktose trägt zur Energiebilanz bei; "trotz" (oder wegen) Fruktose kommt es zu Übergewicht. Es gibt Menschen die vetragen den Fruchtzucker nicht (Fruktose-Intoleranzen)
- Rendeiro, C. et al.: Fructose decreases physical activity and increases body fat without affecting hippocampal neurogenesis and learning relative to an isocaloric glucose diet. Scientific Reports, 2015; 5: 9589 DOI: 10.1038/srep09589  (ref. ScienceDaily 01.06.2015)

Luo,S. et al.: Differential effects of fructose versus glucose on brain and appetitive responses to food cues and decisions for food rewards   PNAS, 04.05.2015 doi: 10.1073/pnas.1503358112 ; ref. Hunger durch Fruktose Südd.Ztg 05.05.2015 - NZZ, 05.05.2015

IsoGlucose - High fructose corn syrup - HFCS - (wikipedia - Maissirup / High-fructose corn syrup )
Experten warnen: Zu viel süßes Gift. Stuttg Ztg 19.04.2018
- Isoglucose and sucrose (household sugar) can be assessed similarly in terms of the potential to damage health. BfR Communication No 019/08.06.2018 link bei www.bfr.bund.de - ⇔ - link bei www.eurekalert.org 05.07.2018 (www.bfr.bund.de )
Isoglukose: Fragwürdige Süße. Apotheken-Umschau 03.07.2018
Vorsicht beim Lebensmitteleinkauf: Jetzt kommt die Isoglukose! link bei www.ernaehrungsmedizin.blog 05.10.2017 - Heute Show Beitrag zu Zucker-Lobby (youtube 06.10.2017)
Isoglukose: Zuckersirup verursacht Diabetes. NDR Ratgeber Gesundheit 07.11.2017
Sachstand: Gesundheitliche Auswirkungen von Saccharose und High Fructose Corn Sirup (HFCS). Wissenschaftl Dienst des Bundestages, WD 9 – 3000-084/15 2016 (download)

Fructose – heimlicher Krankmacher? Die Schattenseiten der vermeintlich gesunden Fruchtsüße. link bei www.scinexx.de 06.10.2017Das gute Image des Fruchtzuckers bröckelt. Die Welt 10.01.2018 / dpa/tmn-Meldung 17.01.2018 z.B. Rhein-Zeitung + Frankf Neue Presse

Hermann, K., Bordewick-Dell, U.: Fruktosegehalt unterschiedlicher Apfelsorten. Ernährung-Umschau 65(3) 48-52 (2018)

- Jang, C. et al.: The Small Intestine Converts Dietary Fructose into glucose and organic acids. Cell Metabolism, 2018 DOI: 10.1016/j.cmet.2017.12.016 ⇔ ScienceDaily 06.02.2018

Li, Y. et al. (u.a. Willett, WC):  Saturated Fats Compared With Unsaturated Fats and Sources of Carbohydrates in Relation to Risk of Coronary Heart Disease. Journal of the American College of Cardiology, 2015; 66 (14): 1538 DOI: 10.1016/j.jacc.2015.07.055 ⇔ Science Daily 28.09.2015

Fruktose und Stoffwechselgesundheit - EUFIC Food Today 2014
Stellungnahme der EFSA  - Journal 2011
Toxic Effect of Fructose ? - BMC Biology - 2012 - link

Fruchtzuckerunverträglichkeit. Informationen des MLR_BW 2017

 

Informationssammlung OLT 15_09_08

Unilever - Information zur Fruchtzucker-Unverträglichkeit

www.fructoseintoleranz.de

Danone_Faltblatt - Fruktose-Sorbit-Unverträglichkeit

Fruchtzucker - nur natürlich gut - Quelle: LEL Schwäbisch Gmünd / Infodienst Landwirtschaft - Ernährung - Ländlicher Raum  -  26. März 2009,
Fruchtzucker (Fruktose) ist Inhaltsstoff vieler Obst- und Gemüsearten und gilt im Allgemeinen als gesund. Von diesem positiven Image wollen Hersteller profitieren, die ihre Produkte mit Aussagen wie „ohne Kristallzucker“ oder „mit der Süße aus Früchten“ bewerben. Doch ein Zuviel an Fruktose kann negative Auswirkungen haben
http://www.food-monitor.de/2009/03/fruchtzucker-nur-natuerlich-gut/
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Fach-Tagung der DGE-Baden-Württemberg 2009
  ( www.dge-bw.de ) + ( Informationen des MLR-BW - zu Zucker+Süßwaren - Süßstoffe / Schokoladen / Gummibärchen / Marzipan / Speiseeis / Lakritz / Fruchtzucker

Fruchtzucker treibt den Blutdruck in die Höhe   http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article4622890/Fruchtzucker-treibt-den-Blutdruck-in-die-Hoehe.html
Fruchtzucker kann Erinnerungen trüben

Fructose vernebelt offenbar den Sinn: Ein geschwächtes räumliches Erinnerungsvermögen haben Forscher bei Ratten festgestellt, denen sie hohe Dosen verabreichten.

http://www.focus.de/gesundheit/ernaehrung/news/ernaehrung-fruchtzucker-kann-erinnerungen-trueben_aid_417751.html

Fructose schürt Bluthochdruck 30. Oktober 2009 - Mehr Übergewicht und Intoleranz durch billige Süßstoffe - Verzicht auf Fruchtzuckerreiche Getränke könnte Bluthochdruck senken -  http://www.derstandard.at/druck/1256743689173/Ernaehrung-Fructose-schuert-Bluthochdruck
"San Diego - Der steigende Fructose-Anteil unserer Nahrung ist eine Gefahr für den Blutdruck. Das berichten US-Nierenspezialisten auf dem Jahrestreffen ihrer Fachgesellschaft in San Diego. Ihre Ergebnisse weisen darauf hin, dass der Verzicht auf Fertiggerichte und Getränke mit viel Fruchtzucker ein Mittel gegen Bluthochdruck sein könnte. "Hoher Fructose-Konsum durch Süßstoffe geht bei Menschen mit stark erhöhten Blutdruck-Werten einher", berichtet Studienleiterin Diana Jalal.
Jalals Team von der University of Colorado untersuchte dazu 4.500 erwachsene US-Bürger ohne Bluthochdruck-Vorgeschichte. Der Blutdruck wurde gemessen, zudem erhob ein Fragebogen die Ernährungsgewohnheiten. Besonderes Augenmerk lag dabei auf Fertiggerichte, Fruchtsäfte, Softdrinks, Gebäck oder Süßigkeiten, die als wichtigste Fructose-Lieferanten gelten.
Hohe Kosten des billigen Zuckers
Es zeigte sich ein deutlicher Zusammenhang der Blutdruck-Werte und der Fructoseeinnahme. Wer mehr täglich mehr als 74 Gramm Fructose zu sich nahm - was dem Zuckergehalt von zweieinhalb Softdrinks entspricht - war um 87 Prozent häufiger von einem bedenklich hohen Blutdruck von 140/90 mmHg betroffen.
Fructose-angereicherte Sirupformen nehmen heute in vielen Lebensmitteln wie etwa Softdrinks oder Konserven überhand. Der Trend ging von den USA aus, statt Glucose zur Süßung den wesentlich billigeren Fructose-Maissirup zu verwenden, der aus Maisstärke und Enzymen hergestellt wird. Parallel zu dessen Einsatz ist in vielen Ländern das Übergewicht der Bevölkerung gestiegen. Deutlich ist auch der Zusammenhang zur steigenden Fructose-Intoleranz. (pte)"

Wenn Gesundes weh tut: Obst kann den Magen reizen -  Hamburg (ots) 4.11.09 - Jeder sollte täglich mindestens ein halbes Kilo Obst essen, empfehlen Ernährungswissenschaftler. Techniker-Krankenkasse-Pressemeldung----  http://www.presseportal.de/pm/6910/1505529/tk_techniker_krankenkasse
"Jeder sollte täglich mindestens ein halbes Kilo Obst essen, empfehlen Ernährungswissenschaftler. Denn Erdbeeren, Pflaumen oder Äpfel sind gesund. Doch viele Menschen bekommen von Früchten Blähungen, Bauchweh und sogar Durchfall. Schätzungsweise 63.000 Deutsche waren deswegen im letzten Jahr beim Arzt. Ursache ist der vor allem in Obst enthaltene Fruchtzucker. Diesen können Betroffene nicht richtig verarbeiten. "Wer unter Fructoseintoleranz leidet, muss jedoch nicht gänzlich auf Obst verzichten, sondern sollte individuell ausprobieren, welche Sorte er ohne Probleme essen kann", sagt Ernährungswissenschaftlerin Nadine Müller von der Techniker Krankenkasse (TK).
Wer glaubt, dass der Fruchtzucker schuld an Völlegefühl oder Bauchschmerzen ist, sollte aufschreiben, was er gegessen hat. TK-Expertin Müller: "Mit einem solchen Ernährungsprotokoll kann man besser nachvollziehen, bei welchen fructosehaltigen Lebensmitteln die Symptome auftreten." Fruchtzucker ist vor allem in Obst und Gemüse enthalten. Aber auch Honig, Marmelade und Süßigkeiten haben einen hohen Anteil. Anschließend sollten Betroffene die entsprechenden Lebensmittel meiden. Ein spezieller Atemtest beim Arzt kann zusätzlich Gewissheit schaffen.
Angst vor Vitaminmangel müssen Betroffene nicht haben. "Statt großer Mengen Früchte sollte bei ihnen mehr gedämpftes oder gedünstetes Gemüse auf dem Teller landen", rät die TK-Ernährungsexpertin. Normaler Haushaltszucker kann in vielen Fällen auf dem Speiseplan bleiben, da er nur zur Hälfte aus Fructose besteht. Zum Süßen ist auch Traubenzucker eine gute Alternative. Vorsicht ist jedoch bei so genannten Zuckeraustauschstoffen geboten. So wird beispielsweise Sorbit industriell aus Mais- oder Weizenstärke gewonnen und ist besonders häufig in Kaugummis, Fertigsaucen und Ketchup enthalten. Die Stoffe hemmen die Fruchtzuckeraufnahme zusätzlich.
Halten die Symptome trotz fructosearmer Ernährung weiter an, sollte man untersuchen, ob der Körper auch auf andere Lebensmittel empfindlich reagiert. Denn viele Patienten mit Fructoseintoleranz vertragen auch keinen Milchzucker. TK-Pressestelle -  Dagmar Rutenbeck  Tel. 040 - 6909 - 3020, Fax 040 - 6909 - 1353 E-Mail: dagmar.rutenbeck@tk-online.de "

Verbraucherschützer warnen vor zu viel Fruchtzucker in Lebensmitteln
Hamburg — Fertiglebensmittel enthalten nach Angaben von Verbraucherschützern häufig zu viel Fruchtzucker und können dadurch zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Für Verbraucher sei es schwierig, den Fruchtzuckergehalt beim Einkauf zu erkennen, erklärte die Verbraucherzentrale Hamburg am Mittwoch. Demnach ist Fruchtzucker (Fruktose) auch in fruchtlosen Produkten wie Softdrinks oder Fitnessriegeln in Form von Maissirup oder Glukose-Fruktose-Sirup versteckt.
Fruktose klinge zwar nach Frucht und Gesundheit, doch zu viel Fruchtzucker könne zu Stoffwechselstörungen und Übergewicht führen, warnte die Verbraucherzentrale Hamburg. Rund ein Fünftel der Bevölkerung reagiere zudem besonders empfindlich auf Fruktose. Bei den Betroffenen können demnach Bauchkrämpfe oder Blähungen auftreten.
Fruktose wird nach Angaben der Verbraucherschützer als billiger Rohstoff in Süßigkeiten, Getränken, Kinderlebensmitteln, Milchshakes oder Speiseeis verwendet. Manche Hersteller wollten ihre Produkte auch gesünder erscheinen lassen und tauschten deshalb Haushaltszucker gegen Fruktose, warnte Karin Riemann-Lorenz von der Verbraucherzentrale Hamburg. "Fertiglebensmittel sollten mit einer Ampel gekennzeichnet werden, damit der Zuckergehalt auf den ersten Blick erkennbar ist. Die Allergenkennzeichnung auf Lebensmitteln muss um eine Mengendeklaration für Fruktose ergänzt werden", forderte sie.

Tabellen - Fruktosegehalt allgemein in Lebensmittel  (VZ-Liste) ("freie" gelöste Fruktose - VZ-Liste) / in Diabetiker-Lebensmittel  /  

 Literaturquellen
Stanhope, KL, Havel, P: Fructose consumption: potential mechanisms for its effects to increase visceral adiposity and induce dyslipidemia and insulin resistence. Curr Opin Lipidol 19: 16-24, 2008
David S Ludwig, Karen E Peterson, Steven L Gortmaker: Relation between consumption of sugar-sweetened drinks and childhood obesity: a prospective, observational analysis, Lancet 2001; 357: 505–08
Spruss, A. und Bergheim, I. Dietary fructose and intestinal barrier: potential risk factor in the pathogenesis of non-alcoholic fatty liver disease Dept. of  Nutritional Medicine (180A), University of Hohenheim, Stuttgart, Germany
Choi, H.K., Curhan, G.: Soft drinks, Fructose consumption and the risk of gout in men: prospective cohort study, BMJ 336; 309-12, 2008
Großklaus, R. et al.: Spielt eine erhöhte Fruktoseaufnahme und dadurch bedingte Hyperurikämie bei der Genese des metabolischen Syndroms eine Rolle? Aktuelle Ernährungsmedizin 2007, 32, S. 315-324
Heather Basciano, Lisa Federico and Khosrow Adeli; Fructose, insulin resistance, and metabolic dyslipidemia, Review, Nutrition & Metabolism 2005, 2:5
Schäfer, Christiane: Fruktose – Malabsorption
http://www.google.com/hostednews/afp/article/ALeqM5i87ysa_6Sk6ZRTYAKltVFBxr7g_Q

Daily Infographic - Dangers of hight fructose (25.10.12 - link)