12/17/13

Lithium

Lithium (Li+), das leichteste Alkali-Element (analog Natrium; Na+; "Kochsalz"), wird als essentielles Spurenelement angesehen; dessen eigentlichen physiologischen Funktionen zwar nicht bekannt sind; dessen Fehlen aber (Aus)Wirkungen zeigt, z.B. Verhaltensauffälligkeiten; und neuerdings gibt es epidemiologische Hinweise auf Lebenserwartung steigernde Wirkungen. (Studien in Japan) (Pressemeldung - idw 11.2.2011 ; Publikation im European J. Nutrition; 01_2011) (in den Medien - Beispiel)
Viel Lithium (im Trinkwasser) - weniger Suizide. Universität Wien N.D.Kapusta (Ärzte-Zeitung 2.6.11) (Brit J Psychiat)

Bei der Lithiumtherapie wird Lithium in Form einiger seiner Salze (z.B. Lithiumcarbonat) wird bei bipolarer Störung, Manie oder Depressionen einerseits als Phasenprophylaktikum, andererseits auch zur Steigerung der Wirksamkeit in Verbindung mit Antidepressiva eingesetzt (wikipedia: Lithiumtherapie)
- Lithium als Wirkstoff: Das Rezept der Wüste. FAZ 25.11.2017
- Lithium kann Menschen aus ihren tiefsten Abgründen ziehen. Es hilft manisch-depressiven Patienten, es senkt Suizidraten – und es könnte sogar vor Demenz schützen. Badische Zeitung 25.07.2018

- Fajardo, V.A. et al.: Examining the Relationship between Trace Lithium in Drinking Water and the Rising Rates of Age-Adjusted Alzheimer’s Disease Mortality in Texas. Journal of Alzheimer's Disease, 2017; 61 (1): 425 DOI: 10.3233/JAD-170744 ⇔ link bei www.eurekalert.org + ScienceDaily 05.12.2017

Lithium ist im Trinkwasser vorhanden und in vielen pflanzlichen Lebensmitteln. Die Konzentration ist je nach Region (Bodenzusammensetzung) sehr unterschiedlich. Im menschlichen Körper ist Lithium relativ gleichmäßig verteilt (Bestandteil des Körperwassers). (Lithium kann als guter Biomarker zur Validität von Nahrungsaufnahme-Studien eingesetzt werden - Lit. Donahoo William T et al. Serum Lithium Concentration Can Be Used to Assess Dietary Compliance in Adults J. Nutr. 134: 3133–3136, 2004 - im Archiv)

Weitere Literatur bzw. Informationen
Wikipedia - deutsch / englisch
in www.answers.com - Lithium

Anke M, Arnhold W, Groppel U, Krause U (1991) The biological importance of lithium. In: Schrauzer GN, Klippel KF (eds) Lithium in biology and medicine. VCH Verlag, Weinheim, pp 149–167
Schrauzer GN (2002) Lithium: occurrence, dietary intakes, nutritional essentiality. J Am Coll Nutr 21:14–21

Lithium verändert die Löslichkeit von Harnsäure (bezug zu Gicht; nicht wissenschafltich belegt)

Verbreitung von Lithium - Entwicklung von leichten Batterien (Elektromobile)
(z.B. Spiegel -20.11.2013)

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