Menschen können praktisch alles essen. Sie sind Alles(fr)esser - Omnivoren.
Menschen sind die einzigen Lebewesen, die ihre Nahrung bewusst kontrollieren können. Evolutionssprünge: Einzigartig - Züchten; Kontrolle über Flora und Fauna; Halbarmachung (Vorratshaltung); Transport-Handel - Ausbreitung der Nahrung (Lebensmittel) über die ganze Welt; und Zubereitung - das Kochen.
(Anthropologe Richard Wrangham - Catching Fire - How Cooking makes us Human)
In der Evolution des Menschen zeigen sich wichtige Kulturstufen, diese hat die Pierre Bertaux "Mutationen der Menscheit" genannt hat.
Das Sammeln und Jagen führte zum Verzehr von "rohen" Pflanzen und Tieren; dann folgte die "Zähmung",d.h. die kontrollierte Nutzung von Feuer. Die nächste "Mutation" war in der kontrollierten Nutzung von Pflanzen und Tieren ("Ackerbau und Viehzucht"), schließlich gabe es durch die kontrollierte Umwandlung von Energien, zu der Industrie- und Technik-Revolution.
Ausgangspunkt für jedes Lebensmittel ist die biologische Produktion von Mikroorganismen, Pflanzen (Flora) und Tieren (Fauna) (Summe aller Produkte = Biomasse). Diese können zwar von Menschen kontrolliert wachsen und als Ausgangsprodukt zum Verzehr "geerntet" werden. Sie können jedoch nicht künstlich erzeugt werden
Die eigentlichen Lebens-"ur"-Mittel werden durch die grünen Lebewesen (Pflanzen, abe auch Mikroorganismen). Hier wird Licht (Sonnenergie), Luft (Kohlendioxid), Wasser und Mineralien "organisches" Material erzeugt; dass die anderen (heterotrophen) Lebewesen (Tiere; Menschen) als Lebensmittel nutzen.
"Es gibt unglaublich wenige Leute auf dieser Welt, die sich wirklich bewusst sind, dass wir nur das Essen können, was die Photosynthese der grünen Pflanze erzeugt, daß man Eßbares nicht "machen" Kann."(Lorenz, K.: Über Gott und die Welt. Natur Juni 1981; S.24f (Scan, im Archiv)
Kein Mensch kann Leben konstruieren; Menschen können es (bisher) nur zerstören. Die Inhalte können immer genauer beschrieben werden (DNA, Genom, Proteonom; Metabolom), doch aus diesen bekannten Bestandteil kann nicht Leben erstellt werden. (Einstein-Spruch)
Übersicht - über Lebenwesen auf der Erde - www.eol.org - Encyclopedia of Life; und Seite aus Deutschland: www.genres.de
Klassifizierung der Lebewesen (Reihung – SKOFGA – Stamm – Klasse – Ordnung – Familie – Gattung – Art (Linné) (Wikipedia)
IUCN – Internat Union Conservation of Nature and natural Ressources /
Genaue Zahl der Arten ist unbekannt (Zehn wichtigsten Fragen zum Artenschutz)
http://www.zeit.de/zeit-wissen/2008/03/Dossier-Arten-Fragen?page=all
Inventar - Weltweit sind rund zwei Millionen Arten wissenschaftlich beschrieben. Mehr als die Hälfte davon sind Insekten. Experten schätzen, dass es auf der Erde um die 15 Millionen Tier-, Pflanzen-, Pilz- und Mikrobenarten gibt, doch nur ca. 1,8 Millionen sind erst beschrieben.
(neue Publikation: C Mora et al. PLoS Biology 23_08_2011 - ca 8,7 Mill Arten) (im Archiv)
Es gehen durch die moderne intensive "Naturbearbeitung" viele Arten verloren (Stichwort - Biodiversität) (rote Listen) (Weltnaturschutzunion IUCN http://www.iucn.org/). Die Lebewesen nutzen den Menschen (z.B. Bienen - Bestäubung); die die EU-Kommission schätzt das dies einen Wert von 26 Trillionen Euro hat, (http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=sw&dig=2010%2F01%2F11%2Fa0007&cHash=35a8e81ec7
Pflanzen-Übersicht (BfN) - http://www.floraweb.de/impressum.html
Prinzipiell kann jegliche Biomasse zum Lebensmittel umgewandelt werden. (link - Defintion Biomassse)
Jedes Lebensmittel hat eine Zeitdimension - die „Life chain“. Die Produktion beginnt (Saat, Befruchtung) und es benötigt eine Reifezeit. Diese Kette geht weiter, wenn das Ernte gut weiter verarbeitet wrid. Beim Verzehr wird es "verstoffwechselt". Entlang dieser Kette gibt es Verluste, Abfall und Reste. Zwar "verschwindet" dabei Energie, doch die Materie (Moleküle-Umbau, Atome bleiben erhalten)
Es ist gesellschaftlich, kulturell bedingt welche Ausgangsprodukte zum Lebensmittel werden. Heute wird praktisch kein Nahrungsrohstoff "roh" verzehrt, selbst Sammelfrüchte (wie z.B. Wildbeeren), werden gesäubert, kontrolliert und in Handelsverpackungen konfektioniert. Jedes Lebensmittel hat somit immer eine eigene "Prozesskette" - quasi ihre eigene Biographie.
Das Angebot der Lebensmittel ist sehr unterschiedlich:
- individuelle Selektion (Präferenzen, Abneigungen, usw)
- gesellschafltiche Selektion (Lebensmittelgesetzgebung; Zulassung; Handelsordnungen).
Die Einteilung der Lebensmittel, die hier gewählt wird ist auf Deutschland bezogen, und noch konkreter entspricht der, die die Deutschee Gesellschaft für Ernährung (DGE) in ihren Ernährungsberichten bisher benützt hat. (siehe Liste)
Je nach Mensch(Dimension), Umwelt (Dimension) und Zeit (Dimension) gibt es verschiedene Lebensmittel. Weltweit gesehen ist eine Zahl, die in der Größenordnung von Millionen geht (Anmerkung - will man "ganz" genau sein; ist nicht ein Schwein gleich dem Anderen; und ein Wein(jahrgang, Lage) nicht gleich dem Anderen. Lebensmittel sind auch "lebend" - sie unterliegen Reife- und Verderbsprozessen.
Menge und Vielfalt der Lebensmittel unterliegen einer rasanten Entwicklung und permanenten Innovationen: So nimmt die Zahl der im Handel angebotenen Lebensmittel kontinuierlich zu. Allein in Deutschland kommen jedes Jahr etwa 10 000 Lebensmittel neu auf den Markt, von denen viele (60 % aller Backwaren, 40 % der Süßwaren, 38 % der Molkereiprodukte) bereits innerhalb eines Jahres wieder vom Markt verschwinden.280 (aus Bundesrechnungshofes . Gutachten zur Organisation des gesundheitlichen Verbraucherschutzes in Deutschland, 2011)
Wichtig ist zu erkennen, dass aus der Summe der Lebensmittel (die ein Mensch isst), der Mensch sich (bzw. sein Stoffwechsel) die essentiellen Nährstoffe entnimmt (fremdes wird zu eigenem). Alle Lebewesen (Asugangsprodukte, Rohstoffe) bestehen aber nicht nur aus Stoffen, die der Mensch als Nährstoffe (für sich) bezeichnet; sondern immer Tausende anderer Stoffe. Auch diese werden von Menschen aufgenommen, diese werden Nicht-Nähtstoffe genannt). Die Zahl der physiologisch relevanten Stoffe ist relativ klein (Nähstoff-Datenbanken, wie BLS), im Vergleich zu der Zahl der Lebensmittel.
Lebensmittel werden bis auf Ausnahmen nicht für sich alleine gegessen; Ausnahmen z.B. der "Pausenapfel". In der Regel werden diese zu Speisen kombiniert. Die einzelnen Speisen (Dimension) werden in bestimmten Zusammenstellungen verzehrt, das wird in der Dimenson Mahlzeit dargestellt.
Die Speisen und Mahlzeiten werden in "Küchen" (Dimension) zubereitet. Daraus ergiebt sich analog wie für Lebensmittel bereits skiziiert, hier noch eine potenzierte Vielfalt - die ins "Unendliche" geht.
In der Praxis reduziert sich diese theoretische "Unbeschränkheit" auf zwar große, aber doch überschaubare Vielfalten. Analog wie nicht die Stoffe unabhängig in den Lebensmittel angeordnet sind (biologische Struktur) ist unser Essen auch sozial strukturiert. Zu bestimmten Mahlzeiten gibt es nur gant bestimmte Speisen (kombinationen) (Mahzeitentypen), und in den jeweiligen Lebenslagen und -welten (Kulturen) sind nur ganz bestimme "Küchen" erlaubt.
Die Lebensmittel haben bezug zur Zeit (Dimension), wie Saison (Ernte) und Lagerung (Vorratshaltung; diese gehört auch zur Dimension Haushalt - Küche).
Lebensmittel haben bezug zur Umwelt (zum Raum); sie müssen zwischen den Produktionsorten und den Verzehrsorten (Mahlzeiten) verteilt werden. Das sind Aufgaben der Lebensmittel Logistik und des Lebensmittelhandels.
Gliederung der Gruppen ( wie in Deutschland – DGE-Ernährungsberichte – Kapitel 1); habe alles danach ausgerichtet, wegen besserer Vergleichbarkeit und Zuordnung (ist sicher nicht optimal – aber pragmatische Gründe)
Aus wenigen Haupt/Grund-Nahrungsmitteln werden viele verschiedene Speisen erstellt. (OLT094 Kasten 23)
(Schweine/Fleisch - Rinder/Milch-Käse, Butter; Fleisch - Weizen (Getreide; Brot, Nudeln; Mehlspeisen) - Kartoffeln - (Rüben)Zucker - Alkohol.
Lebensmittel werden verarbeitet - Seiten - Verarbeitung der Lebensmittel
Lebensmittel werden verteilt - Lebensmittelhandel
Für die Verteilung ist die Lebensmittelverpackung wichtig.
Für die (zeitliche) Verteilung ist die Lebensmittelhaltbarmachung wichtig.
Lebensmittel-Qualitäts-Sicherung
Abfälle bei der Lebensmittelkette
FAO-Statistik -
http://faostat.fao.org/site/291/default.aspx
http://www.fao.org/es/ess/top/country.html?lang=en (von Albanien bis Zimbabwe; möglich ab 1961 bis 2005 - eingesehen am 20.11.2010)
Bilder von Lebensmittel - food fotography - link
Kulinarische Poster - link
Jedes LM (beispiel Obst) - link zu
- physiologische Wirkungen / Funktionen der Lebesnmittel (im Ordner 01 LM-Dimension
- was wird verzehrt / Ernährungsverhalten / hier Dimension Mensch – Matrix – LM/Speisen – ves. Biographie – Säugling bis Alter / versch. Berufe / vesch regionen / Länder (link zu Verzeherstudien) - das ist dann Dimension RAUM / hier dann auch – Umwelt-Ökologie
- was sollte verzehrt werden (Dietary goal)
- wie kann das erreicht werden - Ernährungsprogramme (5amTag)
auch eine Matrix –LM/Speisen – zu Dimension – Zeit / Geschichte _ Entwicklung / Museum
etztlich noch eine Matrix – zu Kommunikation / Medien _ LM / Speisen in der Sprache – versch Namen / Redewendungen / Bücher dazu (Monographien)
Bewertung der LM / Graphik von mir / „Tortenbild“ – verschiedene Dimensionen der Bewertung (einzelne Fachdisziplinen / gesamt Wert – Verbraucher-Handlung)
(zu vielen Dimensionen gibt es Kennzeichen / food labels)
Nährwert – Nährstoffzusammensetzung – Nährwerttabellen
Genußwert – Geschmack, Aussehen – sensorische / Sinne
Gesundheitswert – objektiv (Medizin) – funktionen der LM
Bekömmlichkeit – mehr subjektiver Wert – Funktionen der LM, z.B. Kosmetik; sexuell anregend
Sozialer (Ernährungssoziologie) und kultureller Wert / soziokulturelle Bewertung (Ernährungskultur)
Ökomischer Wert – Preis (Ernährungsökonomie) /
Handhabungswert – verarbeitung, Haltbarkeit (Lebensmitteltechnologie, Kochkunst – Bromatologie)
Zeitwert – Convenience
Ökologischer Wert (Energieeinsatz, Ressourcenverbrauch) (Ernährungsökologie / Öko-Label
SCC-Label (www.stop-climate-change.de )
(Quelle - eigener Text - Lit. Seite)
Segnit, Niki: Der Geschmacksthesaurus; Bloomsbury 2011; 544S.; ISBN: 978-3-8270-1006-3 (link)(Lebensmitteleinteilung in Geschmackskategorien)
Deutsches Lebensmittel-Buch (gehört zum Bereich - Lebensmittelrecht - PHN) (Mitglieder der Lebensmittelbuch-Kommission)
Crop Index - Center for New Crops & Plant Products - Purdue University -West Lafayettehttp://www.hort.purdue.edu/newcrop/Indices/index_ab.html
Millstone, Erik; Lang, Tim: The Atlas of Food: Who Eats What, Where, and Why. London, Earthscan (2008; 2nd edition 2011) Myriad Editions. (Inhaltsverzeichnis)
Agrarmarkt -
ML-BW - LEL Schwäbisch Gmünd >Agrarmärkte 2010- http://www.landwirtschaft-bw.info/servlet/PB/menu/1312418_l1/index1221750829191.html (= "Jahresheft Agrarmärkte" eine Unterlage für den Unterricht in Baden-Württemberg gedacht. Es beinhaltet folgende Schwerpunkte:
agrarischen Einzel- und Betriebsmittelmärkt: Getreide; Ölsaaten; Obst; Gemüse; Zucker; Vieh+Fleisch; Schweine, Ferkel, Rinder; Milch; Eier + Schlachtgeflügel; Bio-/Öko-Produkte/ nachwachsende Rohstoffe (Erzeugung, Verbrauch, agrarpolitische Rahmenbedingungen, Absatz, Vermarktungsstrukturen, -wege, Preise, etc.); Verhältnisse am Weltmarkt, auf den EU-Märkten, in Deutschland und insbesondere in Baden-Württemberg; aktuelle Marktsituation und Ausblick (Text-Teile + Charts)
AID-Verbraucherdienst- - http://www.was-wir-essen.de/abisz/lebensmittel_uebersicht.php
Private Internetseite - http://www.das-ist-drin.de/
Lebensmittel-Warenkunde (link)
Gourmet-Lexikon - http://www.leipner-selektion.de/rezepte/gourmetlexikon.htm
Dr.Oetker - Warenkunde http://www.oetker.de/wga/oetker/html/default/debi-758csh.de.html
Maggi-Kochstudio http://www.maggi.de/Rezepte/kochstudio/einkaufundzutaten/?sid=2a51373d-d281-43c3-aaa9-7a00bd048c3d
Knorr - http://www.knorr.de/siteutilities/nachgeschlagen/p_index.asp
http://www.rewe.de/index.php?id=1658
http://www.rewe.de/index.php?id=4540
Zeitschrift Essen & Trinken- (nur Rezepte, keine Warenkunde explizit) -
http://www.essen-und-trinken.de/
Brigitte (Frauenzeitschrift) - http://www.brigitte.de/kochen/kochschule/warenkunde/
Verlag Gräfe&Unzer (Kochbuch-Anbieter) -http://www.kuechengoetter.de/rezepte/warenkunde/A.html
http://www.familie-im-web.de/familie/rezepte/produktwissen/
Transport-Handel Link:
http://www.tis-gdv.de/tis/ware/inhaltx.htm
Obst-Gemüse
Rewe (Handelsgruppe) – Warekunden im Internet http://www.bewusst-einkaufen-gesund-leben.de/index.php?id=warenkunde_obst0
Atlanta - Kennzeichungs-Datenbank -
Österreichischer Anbieter - http://www.obst-gemuese.at/produkte
Food Infos in England; USA, usw
Google-Book - Lebensmittel-Lexikon
http://books.google.de/books?id=_3qNbZeXMW4C&pg=PA930&lpg=PA930&dq=Bryndza+Rum%C3%A4nien&source=bl&ots=CdtBmpffhT&sig=1yeB8P8lAuKwAXN2kMlEtIf-xcw&hl=de&ei=A95kSqekGcah_AawzLGtDw&sa=X&oi=book_result&ct=result&resnum=6
FAO – Commodity Statistic http://www.fao.org/es/ess/top/commodity.html?lang=en (von Almond bis Yams - sehr detailliert; Ranking of Procuction)(von 1961 bis 2005 nachgesehen am - 20.11.2010 )
Getreide
- Weizen
- Reis
- Mais
Stärkehaltige Knollen
- Kartoffeln
Ölsaaten
- Soja
Zucker
Früchte
Gemüse
Leguminosen
Tiere
- Rinder
Geflügel
Food Balance Sheets geben den Überblick zur Verfügbarkeit