Einige Arten gehäusetragender Schnecken dienen, wie ihre Verwandten, die Muscheln, schon mindestens seit der Jungsteinzeit als Nahrungsmittel. Die Römer wussten sie zu schätzen und mästeten sie angeblich mit Milch, um sie danach mit Gewürzen zu braten. Später waren Schnecken eine beliebte Fastenspeise in Klöstern, da sie „weder Fisch noch Fleisch“ sind und ihr Verzehr deshalb nicht die Fastengebote verletzt.
Heute werden sie als Delikatesse geschätzt, am begehrtesten sind die landlebenden Weinbergschnecken und Achatschnecken, doch es gibt auch essbare Meeresschnecken, die in der Küche zu den Meeresfrüchten (⇒⇒ Fisch) gezählt werden.
Schnecken als Lebensmittel haben in Frankreich (besonders Elsass) eine Tradition. Sie werden im allgemeinen jedoch sehr selten verzehrt, sie können zu den exotischen Lebensmitteln gezählt werden (sie haben für viele Menschen einen gewissen "Ekel"-Faktor)

Die klassische Zubereitung von Weinbergschnecken als Vorspeise ist Escargot a la bourguignonne, gratiniert im eigenen Gehäuse mit Schneckenbutter, einer Art Kräuterbutter. Bekannt ist auch die Badische Schneckensuppe. In Deutschland war auch die Zubereitung als Salat bekannt. Die gekochten Schnecken wurden mit Essig, Öl, Salz und Pfeffer angemacht.
Achatschnecken stammen ursprünglich aus Afrika und werden auch Afrikanische Riesenschnecken genannt. Sie haben ein langgestrecktes, spitz zulaufendes Gehäuse, anders als Weinbergschnecken. Einige Achatina-Arten können sehr groß werden (Gehäuse bis zu 20 cm).
In Afrika und der Karibik werden sie als eiweißreiche Nahrung gesammelt und gezüchtet.
Seit Weinbergschnecken in Europa selten geworden sind, wird im Handel häufig die vom Weichkörper her ähnlich aussehende Große Achatschnecke (Achatina fulica) angeboten, meist küchenfertig vorbereitet und gefroren mit Kräuterbutter in Gehäusen von Weinbergschnecken.

(wikipedia - engl - Escargot )

Petit Gris (Helix aspersa aspersa) (gefleckte Weinbergschenke - wikipedia)
Burgunder Schnecken (Helix pomatia) (Weinbergschnecke)
Schneckenzüchter - Héliciculteur (link) - Heliciculture (Schneckenzucht)
Maison de l`Escargot - Paris (website)

Weinbergschnecke(Helix pomatia) - viel in Frankreich, Elsass, aber auch in Deutschland - im schwäbischen Gebiet - Lautertal - Ulm - (Infos) - www.albschneck.de  Sie werden heute gezüchtet; Speisen. Schneckenklösse, Schneckenpastete; Suppe, gebraten; Arche - Gutachten Albschnecken-- Slow Food 04_2007 (allgemein Schnecken in Deutschland); (bereits im Mittelalter), Nersingen - Schneckenplantage;http://www.schneckenzucht.de/chronik.html

Italien Schneckenhochburg - Cherasco - Internationales Institut für Schneckenzucht. (link) (<media 8583>Stempel</media> ) / 42.Internationale Tagung der Schneckenzüchter / elicicoltura - download

- http://www.helix-pomatia.de/


http://www.tagesspiegel.de/zeitung/Sonntag-Sonntag-Weinbergschnecken-Schnecken-Goller;art2566,2867340

Schnecken aus Deutschland - aid aktuell, 25.05.2016

Passende Publikation - Sabine Herre: Flusskrebse, Rübchen und ... Deutschlands regionale Spezialitäten neu entdeckt (Klett-Cotta)  (Infos)

  Informationen - Schnecken in Österreich -
Weinbergschnecken - Wien - Restaurants – „Die nussige Note“ (Michael Allmaier – Die Zeit 19.9.13) www.wienerschnecke.at
Gerd Wolfgang Sievers: Schneckenkochbuch, Stocker-Verlag, Graz, 2005 (link)

Weichtiere - Website aus Österreich -  http://www.weichtiere.at / http://www.weichtiere.at/Schnecken/weinbergschnecke.html

Das Institut für deutsche Schneckenzucht (IDS) ist die zentrale Repräsentanz auf dem Gebiet der Weinbergschneckenzucht (website)
Merkle-Schneckenzucht - www.schwaebische-auster.de

(Stuttgartert Zeitung - 21_03_2009: Robert Lücke: Ekling, schleimig, wunderbar)

Die faszinierende Welt der Weinbergschnecke (Website)

Stern Nr.3 / 11.1.1979 - Küche - Wie Schnecken immer anders schmecken; Rezepte Margret Uhle
/ Schneckenpfannkuchen; Schnecken "Bonne femme"; Schnecken "katalonisch", Schneckensorbet; Schnecken a l´artanenque

Albschneck - Schneckenhandel Indelshausen  (website)

„Verschwundene und seltene Gäste der Speisekarte. Ein Kochbuch” von Bernhard Kathan (nicht mehr im Buchhandel erhältlich) - aber im Netz - link 

"Gegessen werden die Weinberg- oder Gartenschnecken. Sie übertreffen alle anderen bei weitem an Größe und werden oft so groß wie ein Hühnerei. Man hält sie auch für die wohlschmeckendsten, weil sie von Feldkümmel, Dost und anderen gewürzhaften Kräutern leben, die ihnen einen besseren Geschmack mitteilen. An vielen Orten pflegt man die Schnecken auch zu mästen. Man sammelt sie im Sommer und legt in Teichen ordentliche Schneckenberge an oder hängt sie in Behälter, die mit einem Drahtgitter bedeckt sind, worin man sie ordentlich mästet, um sie im Winter in der Küche verwenden zu können. Man versendet sie nur in verkapseltem Zustand, das heißt, wenn sie, um ihren Winterschlaf zu halten, ihr Häuschen mit einer Kalkschicht verschlossen haben. 

Gekochte Schnecken: Nachdem man die Schnecken durch mehrere kalte Wasser gewaschen hat, werden sie in siedendem Wasser und reichlich Salz aufs Feuer gesetzt und so lange gekocht, bis der Deckel sich vom Häuschen löst. Nun hebt man die Schnecke mit einer Nadel leicht heraus und beseitigt das schwarze Ende, also den Darm, sowie das Harte am Kopfe. Jetzt wird die so gereinigte Schnecke durch mehrere warme Wasser gewaschen, dann in einem Tuch mit reichlich Salz abgerieben, worauf man sie nochmals durch mehrere Wasser seiht, bis aller Schleim weg ist. Hierauf werden die Schnecken mit Butter und feingehackten Zwiebeln gut durchgedämpft, endlich mit einem Glas Weißwein abgelöscht und vollends weichgekocht. Alsdann macht man eine kleine Mehlschwitze, rührt den Fond der weichgekochten Schnecken hinzu, kocht auf, schmeckt mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Muskat ab, gibt die Schnecken in die Sauce und serviert sie heiß. 

Geröstete Schnecken: Die gekochten Schnecken zieht man mit einer Spicknadel aus dem Gehäuse, so lange sie noch heiß sind. schneidet Kopf, Schweif und die Steine weg, wiegt sie fein auf und läßt sie in Butter mit fein gewiegter Zwiebel, grüner Petersilie und Bröseln rösten, zum Schluß gibt man noch etwas fein gewiegte Sardellen dazu.

 Um jederzeit Schnecken vorrätig zu haben, macht man aus ihnen einen Brei und trocknet diesen wie folgt: Man nimmt eine beliebige Menge von ihren Häusern und Unreinigkeiten befreiten Schnecken, gibt sie in einen Leinensack und preßt diesen aus. Zu jedem Pfund dieser gallertartigen Brühe setzt man dann vier Gramm gepulvertes arabisches Gummi und 8 Gramm weißen gestoßenen Zucker, mischt alles sorgfältig untereinander und raucht es bei gelindem Feuer so weit ab, bis die Masse nicht mehr an den Händen kleben bleibt, macht dann Täfelchen daraus, bestreut diese mit Stärkemehl, damit sie nicht ans Papier kleben, trocknet sie bei gelinder Wärme auf Papier und verwahrt sie an einem trockenen Ort. Diese Täfelchen können zu Suppen, Saucen, Gelees oder dergleichen verwendet werden."

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