03/13/21

Essbares von Espen - Zitterpappel - Populus tremula

Die Espe, Aspe oder Zitterpappel (Populus tremula) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Pappeln (Populus) und gehört zur botanischen Familie der Weidengewächse (Salicaceae). Es sind Bäume, die meist 20, selten bis zu 35 Metern wachsen. In Mitteleuropa sind Pappeln die schnellstwachsenden Bäume, deren Wachstum mit etwa 60 Jahren abgeschlossen ist, und sie können bis zu 100 Jahren alt werden.
Die Espe ist in Westasien, Nordafrika und Europa verbreitet. Lediglich aus Portugal, Südspanien und Sizilien wurden bisher keine Funde bekannt. Sie gilt als die in Europa am weitesten verbreitete Pappelart. Neben ihr findet man noch zwei weitere Arten: die Schwarz-Pappel (Populus nigra) und die Silber-Pappel (Populus alba). Aufgrund ihrer Lichtbedürftigkeit trifft man die Espe häufig auf Kahlschlagflächen, in lichten Wäldern, in Hecken und an Flussufern an.
Die Espe zeichnet sich durch einen vollholzigen, gewöhnlich geraden oder nur leicht geneigten Stamm aus. In jungen Jahren besitzt sie eine lockere und lichte Krone. Im mittleren Alter entwickelt die Krone einen eher kegelförmigen Wuchs. Die Krone älterer Exemplare ist oft mehrteilig und breit-rundlich bis unregelmäßig ausgestaltet. Besonders markant sind die runden, stumpf gezähnten Blätter. Durch ihren langen, seitlich abgeplatteten Stiel bewegen sie sich schon beim kleinsten Lufthauch. Daher kommt auch die Redewendung „Zittern wie Espenlaub“. Im März und April ist die Zitterpappel gut an ihren männlichen Blütenständen, den grau-braunen hängenden Kätzchen, zu erkennen. Die weiblichen Kätzchen sind grünlich gefärbt und weniger auffällig.
Die Espe ist eine der wichtigsten Futterpflanzen der in Mitteleuropa heimischen Schmetterlinge.

Erst nach der Blüte sprießt das Laub. Die jungen, zarten Blätter haben einen bitteren, leicht spargelähnlichen Geschmack. Sie schmecken roh im grünen Smoothie, aber auch gekocht in einer Gemüsesuppe. Durch Milchsäuregärung werden sie zu einer Art Sauerkraut verarbeitet. Die jungen Blüten und Blätter geben Möhrengemüse oder gekochtem Fenchel eine interessante Note. Ältere Blätter werden getrocknet und gemahlen. Das aromatische Pulver wird zum Strecken von Getreidemehlen, zum Andicken von Soßen und als Gewürz verwendet.

Seit der Antike hat die Espe in der Naturmedizin ihren festen Platz. Rinde, Blätter und Knospen enthalten Verbindungen von Salicylsäure, deshalb soll sie schmerzstillend, entzündungshemmend und fiebersenkend wirken. Hierfür verwendet man die Rinde, die Laubblätter und die Triebspitzen. Ein Tee aus den Knospen wird bei Harnwegsleiden und Erkältungskrankheiten eingesetzt.

Pappelholz ist ein sehr beliebter Rohstoff, es ist allgemein sehr leicht und weich. Es verfügt über keine große Festigkeit und nur über eine geringe Dauerhaftigkeit. Es schwindet nur wenig und verfügt trocken über ein gutes Stehvermögen. Es neigt nicht zum Reißen oder Werfen. Es lässt sich leicht bearbeiten, verfügt über eine glatte, gleichmäßige Oberfläche und ist deshalb für Anwendungen im Innenbereich beliebt. Das Holz findet besonders in preiswerten und leichten Sperrholzplatten, Tischtennisschlägern, Zahnstochern, Prothesen, Streichhölzern, im Saunabau und vielen anderen Produkten Verwendung. Des Weiteren wird es zu Papier verarbeitet und findet als Biomasse zur Energieproduktion Verwendung.

Informationen:

- wikipedia -  engl. Populus tremula -

Zitter-Pappel (Espe) - Bestimmen, sammeln und verwenden! link bei www.pflanzen-vielfalt.net  (aus Österreich)

Zitterpappel in der Küche: Junge Blätter im Smoothie oder als Sauerkraut. BZfE News 10.03.2021 -

 

Es gibt Briefmarken mit Zitterpappeln:

Finnland (MiNr.657-59, 12.05.1969)  Bekämpfung der Tuberkulose. u.a. Espe oder Zitterpappel (Populus tremula) (Abb)
Kanada (Dominion) (MiNr.663-65, 08.08.1977) Freimarken: Baumzweige. u.a. Amerikanische Zitterpappel (Populus tremuloides) (Abb)
Liechtenstein (MiNr.1798-1802, 07.03.2016) Freimarken: Bäume. u.a. Zitterpappel (Populus tremula) (Abb)
Niederlande (MiNr.3852-61, 16.09.2019) Natur erleben (VIII): Bäume und Blätter. u.a. Braune Blätter einer Zitterpappel (Populus tremula) (Abb) (Kleinbogen)
Tschechische Republik (MiNr.451-53, 09.11.2005) Gemälde aus nationalen Galerien. u.a. Zitterpappeln bei Velké Němčice; von Alois Kalvoda (1875–1934) (Abb)
Ukraine (MiNr.1212-20, 14.01.2012) Freimarken: Bäume.   u.a. Espe (Abb)
Ungarn (MiNr.3170, 14.12.1976) Bewaldung des millionsten Hektars. Landkarte von Ungarn mit Einzeichnung der bewaldeten Gebiete, Espenblätter, Eichenblatt, Kiefernzweig  (Abb)
Vereinte Nationen Genf (MiNr.1008-09, 05.06.2017) Internationaler Tag der Umwelt: Kanada. u.a. Rotahorne und Espenstämme (Abb)

 

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