09/28/17

Die Konjakwurzel der Teufelszunge

Die Konjakwurzel ist die Knolle der Teufelszunge (Amorphophallus konjac, Syn.: Amorphophallus rivieri), die zur Gattung der Titanwurze (Amorphophallus) innerhalb der Familie der Aronstabgewächse (Araceae) zählt. In Österreich wird sie auch Tränenbaum genannt. Sie ist eine mehrjährige krautige Pflanze, die aus aus einer Knolle wächst, die bis zu 25 cm Durchmesser erreichen kann. Die Teufelszunge stammt ursprünglich aus Südostasien und ist dort verbreitet.
Die Konjakwurzel ist reich an Glucomannanen (Polysacchariden). Sie wird besonders in Japan in der Lebensmittelindustrie genutzt. In der EU wird das Mehl der Konjakwurzel (Konjakmehl) als Lebensmittelzusatzstoff E 425 gehandelt.
In der japanischen Küche wird Konjak (jap. Konnyaku) in Gerichten wie Oden verwendet. Typisch ist es grau gefleckt, von gelartiger Konsistenz und fast geschmacksneutral. Es ist ein Nahrungsmittel mit niedriger Energiedichte, das mehr wegen seiner Textur (gustatorische Eigenschaft) geschätzt wird als wegen seines Geschmacks. Japanisches Konjakgel wird hergestellt, indem Konjakmehl mit Wasser und gesättigter Kalziumhydroxidlösung gemischt wird.
Konjak in Nudelform heißt „Shirataki“ und wird in Nahrungsmitteln wie Sukiyaki und Gyūdon verwendet. Konjak wird auch in den beliebten Fruchtsnacks verwendet, die in Plastikbecherchen angeboten werden: Gelee-Süßwaren in Minibechern („jelly mini-cups“). Diese Snacks werden häufig von asiatischen Ländern exportiert. In den späten 1990er Jahren entstanden Bedenken (es gab Todesfälle durch Ersticken innerhalb und außerhalb der EU), an diesen Snacks ersticken zu können, was zu Rückrufaktionen in den Vereinigten Staaten und Kanada führte. Im Gegensatz zu Gelatine löst sich Konjak nicht schnell im Mund auf. Deshalb tragen die Snacks immer Warnhinweise, die Eltern darauf hinweisen, dass Kinder die Snacks vor dem Schlucken gut kauen müssen. Die EU hat ihre Richtlinie 95/2/EG  dahingehend geändert, die Menge Konjakgummi und Konjak-Glukomannan in Lebensmitteln auf 10 g/kg zu begrenzen, veröffentlicht im Amtsblatt der Europäischen Gemeinschaften, 2002/C 331 E/26 . Die Einfuhr von Jelly Minicups in die EU ist verboten.

Shirataki-Nudeln, die wie Glasnudeln aussehen, aber eben keine (Reis)Stärke enthalten; und andere Konjak-Produkte werden als Schlankheitsmittel vermarktet.

Informationen:
wikipedia - engl. konjac -

- Abnehmen mit Konjaknudeln:  Macht satt, kaum Kalorien - was taugt die Glasnudel?- Stern -24.05.2015
- Glucom­annan: Knolle mit Abnehm­effekt. Test 26.11.2016

- www.konjakwurzel.org - der "unabhängige Ratgeber" eines Konjak-Präparate Anbieters.

Diätnudeln aus dem www.konjak-shop.com  - NGIN Newsletter 26.09.2017

Es gibt zwar einige Briefmarken zu Titanwurzen-Blüten, aber bisher keine zu der Species konjac.