08/09/17

Mairüben

Die Mairübe (Brassica rapa subsp. rapa var. majalis) oder Mairübchen, auch Navette genannt, ist eine Gemüsepflanze mit essbarer Wurzel. Sie ist eine besondere Form der Speiserübe. Eng verwandt ist sie mit dem Teltower Rübchen und der Herbstrübe. Letztere wird aber später geerntet und wird ein wenig größer. Mairüben tragen ihren Namen, weil sie im zeitigen Frühjahr gesät werden und im Mai geerntet werden können.
Die weiß-lila oder weiße Rübe ist eine alte Kulturpflanze, die schon in der Antike genutzt wurde. Vor der Einführung der Kartoffel spielte sie eine wichtige Rolle im europäischen Raum. Sie ist reich an verschiedenen Vitaminen, Mineralstoffen und Eiweiß. Die Schale enthält einen relativ hohen Anteil an Senfölen. Wird die Mairübe roh verzehrt, sollte die Schale entfernt werden.
Die Blätter der Mairübe können wie Spinat verarbeitet werden; in manchen Gegenden werden auch nur die Blattstiele als Rübstiel gegessen.
Die Wurzel selbst kann wie jede andere Rübe gekocht werden; man sollte sie jedoch aus Geschmacksgründen nur dünsten.
Mit ca. 30 Kalorien pro 100 Gramm zählt die Mairübe zu den kalorienarmen Gemüsearten. Sie enthält Vitamin C und B-Vitamine. Ätherische Öle sorgen für ihren typischen Geschmack, und die vor allem in der Schale enthaltenen Senföle wirken antibakteriell.

Eine Mairübe ist Bestandteil des Wappens von Keutschach am See (Kärnten/Österreich) und war das Wappen von Leonhard von Keutschach.

Informationen
- Wikipedia -

Wiederentdeckte Sommergemüse - BZfE -
- Mairübchen – das 2-in-1-Gemüse - BZfE News 16.05.2018

Udelgard Körber-Grohne: Nutzpflanzen in Deutschland – Von der Vorgeschichte bis heute, Nikol Verlagsgesellschaft, Hamburg 1995, ISBN 3-933203-40-6 (auch im Theiss-Verlag - im Archiv) (Inhaltsverzeichnis)

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