Fettgebackenes, d.h. im heissen Fett schwimmend gegarte Lebensmittel.  Frittieren. (Neben salzigen Fettspeisen - wie Pommes frites und Kartoffelchips, asiatische Frühlingsrollen, u.a., gibt es:) Fettgebackene süsse Speisen - das sind z.B. Krapfen und ähnliche Speisen, die besonders (traditionell) in der Faschingszeit (Saisonal; Februar - Faschingspeisen) angeboten und verzehrt werden.
Krapfen (von althochdeutsch kraffo, „Kralle, Haken“) waren als Globuli (Kügelchen) als mit Honig bestrichene und mit Mohn bestreute Krapfen den Römern bereits im zweiten Jahrhundert v. Chr bekannt. Um 1200 findet sich auf klösterlichen Speisezetteln ein Siedegebäck namens Craphun, das sich zu einem Festtagsgebäck vor der Fastenzeit entwickelte.
Heute sind Krapfen in zahlreichen Varianten aus Backteig, Brandteig, Hefeteig oder Quarkteig wahrhaft weltweit bekannt - siehe website - ethnic fried doughs.
(wikipedia)(english- fried dough foods)

Krapfen oder Faschingskrapfen sind in Altbayern und Österreich typischerweise mit Marillenmarmelade gefüllt, aber auch andere Marmeladefüllungen, wie z.B. Himbeermarmelade, oder sogar Pudding und Nougatfüllungen werden in der Faschingszeit verkauft.

Fränkische Krapfen sind wie die Berliner Pfannkuchen, allerdings sind sie mit Hagebuttenmark (auch genannt Hiefenmark oder Hiffenmark) gefüllt.

Rheinische Krapfen werden aus Brandteig oder süßem Hefeteig mit Rosinen hergestellt. Sie werden mit dem Löffel abgestochen und ins heiße Fett verbracht. Rheinische Krapfen werden nicht gefüllt und nur in Zucker gewälzt. Beim Abstechen entstehen Fäden, die an Krallen oder Haken erinnern, was ihnen möglicherweise den Namen gab.
In Schwaben und Allgäue (kleinere Krapfen) - "Nonnenfürzle" (Slow Food Magazin Nr.1, 2014, S.49) (wikipedia) (Stuttg.Nachr. 15.02.2011)

Berliner Pfannkuchen sind, wie die Faschingskrapfen, Kugeln aus Hefeteig, die nach dem Backen mit Konfitüre oder ähnlichem gefüllt werden. Sie werden teilweise auch Berliner (Ballen) genannt.
(Kunst: Sigmar Polke: Berliner (Bäckerblume) 1965 - König Kunstpostkarte Köln, im Archiv) (Berliner in der Kunst - link bei Presse-Reader)

Kameruner ist ein ungefüllter Krapfen, welcher durch besondere Formung einen ovalen Ring unterschiedlicher Dicke bildet. Starke Verbreitung in Nordostdeutschland und angrenzenden Gebieten.

Schürzkuchen, ähnelt dem Kameruner. (In ein längliches Teigstück wird ein Schnitt gesetzt und das eine Ende des Stücks hindurchgezogen.) Verbreitet vor allem in Mittel- und Norddeutschland.

Förtchen (oft regional andere Bezeichnungen!) sind ein in Teilen von Norddeutschland und Dänemark verbreitetes, in Fett ausgebackenes Gebäck, das mit oder ohne Füllung meistens aus Hefeteig hergestellt wird. Hierzu werden zumeist spezielle Pfannen mit runden Vertiefungen verwendet.

In Hessen, Sachsen, Thüringen, Berlin und Brandenburg versteht man unter Krapfen ein Gebäck aus Hefeteig wie Berliner Pfannkuchen (Hessisch Kreppel genannt), das aber ungefüllt ist.

Schweizer Zigerkrapfen bestehen aus Quarkteig und sind mit gesüßtem Ziger und Rosinen gefüllt.

Im Siegerland werden ungefüllte Krapfen aus Quarkteig als Krebelcher bezeichnet.

Österreichische oder bayerische Ausgezogene, Knieküchle, Kiachln oder Bauernkrapfen (in Ostbayern auch nur "Krapfen" genannt) aus Hefeteig sind ringförmig, eine hauchdünne Teigschicht verschließt das Loch in der Mitte; sie werden je nach Region gesüßt und mit Marmelade bestrichen oder auch deftig, etwa mit Sauerkraut, gegessen.

Brandteigkrapfen sind kleine, in Fett gebackene Windbeutel. Die spanische Variante nennt sich Churro.

Für Beignets werden kleine Happen von Fleisch, Geflügel, Gemüse, Obst und ähnlichem durch Backteig gezogen und frittiert.

Oliebollen oder Smoutebollen (nl.: „Schmalzballen“) heißen in Holland und Belgien runde Krapfen, die meist aus Rosinenteig gemacht werden und oft mit Puderzucker bestreut werden. Es können aber auch Speisen eingebacken werden, so dass in Belgien ein Ananas-Bollen auch Ananas-Beignet heißen kann.

Donuts stammen aus den USA und sind Ringe aus süßem Rührteig und manchmal Hefeteig, die mit Zucker, bunten Streuseln etc. bestreut sind oder auch mit Zucker- bzw. Schokoladenguss versehen sind. Sie gehen vermutlich auf holländische oder dänische Einwanderer in die USA zurück.

Prilleken sind Ringe ähnlich den Donuts, nur wesentlich dünner und immer nur mit Zucker bestreut, nicht glasiert, bekannt in Braunschweig und Sachsen-Anhalt.

Fasnachtskiechli sind eine dünne, in Fett knusprig gebackene Mehlspeise aus der Schweiz.

Krautkrapfen bestehen aus aufgerolltem Nudelteig, in den eine Füllung aus Sauerkraut, Speck und Kümmel gemischt ist. Diese Allgäuer Spezialität wird in Schweineschmalz ausgebacken.

Kirchtagskrapfen sind eine Südtiroler Spezialität seit über 150 Jahren, entfernte Art von Blätterteig

Punschkrapfen

In Kroatien bekannt als Pokladnice oder Krafne (dt. Krapfen) sind sie ein sehr beliebter Nachtisch. Sie sind meist mit Aprikosenkonfitüre gefüllt.

In Polen als PÄ…czki bekannt. Sind dort am tÅ‚usty czwartek (dt. „Fetter Donnerstag“) zur Faschingszeit sehr beliebt.

In Rumänien als gogoaÈ™e bekannt.

Als Sufganiyyot werden sie meist warm während Chanukka, dem jüdischen Lichterfest, gegessen.

In Serbien und Mazedonien bekannt als Krofne oder Krovne (Кровне).

In Ungarn in leicht abweichender Form mit Marmelade/Konfitüre als (lekváros-)fánk bekannt (dt. „(Marmeladen-)Krapfen“) dem Berliner Pfannkuchen ähnlich.

In Italien sind Bomboloni (ital. „Bomben“) eine kleinere Variante der Krapfen.

In Griechenland sind es Loukoumades, Teigbällchen oder Ringe, die aus Hefeteig mit Zimtzusatz zubereitet und mit Honig bestrichen, oft aber auch mit Zucker oder Puderzucker bestreut bzw. glasiert werden.

Frankreich: "Oreillettes" = kleine Ohren. In anderen Gegenden findet man aber ahnliche Arten unter ganz anderen Namen, wie "merveille", "ganse", "mensonge", "croquant", "bugne".Unter diesen Namen sind die dünnen, frittierten Teigblätter bekannt, die man traditionell von Lyon nach Marseille vorbereitet. In den meisten Gegenden in Frankreich (ann unter anderen Namen) werden diese, wie die Krapfen vielerorts in Deutschland, während des Karnevals, genauer gesagt am „Mardi Gras“ (Karnevaldienstag oder fetter Dienstag) vorbereitet.
(link blog - wie gott in deutschland/in Rezeptdatenbank - www.cuisine.at - link )

Anne Seubert: Der Berliner hat was (Krapfen) TAZ 01.03.2014

Alaaf und Helau: Fettgebackenes in der fünften Jahreszeit- aid aktuell 20.01.2016