02/15/16

Waffeln

Waffeln sind ein im Wesentlichen aus Mehl und Wasser bestehendes, flaches und knuspriges Gebäck, das zwischen zwei heißen Eisen (Waffeleisen) gebacken wird. Es gibt zahlreiche, durch Form und Rezeptur unterschiedliche Variationen. Die einfachste Form sind die Oblaten. Beliebte Varianten sind das bestreuen mit Puder- bzw. Staubzucker, Schlagsahne, Erdbeeren oder Kirschen. Die Früchte werden häufig als heißes Kompott zu Waffeln gereicht. 

Im Deutschen Wörterbuch der Brüder Grimm heißt es: „Die Waffel ist ein uraltes niederfränkisches Fest- und Fastengebäck, ähnlich den Krapfen, Strauben usw. In anderen deutschen Landschaften, durch die Franken nach Frankreich gebracht, in Deutschland von den Rheingegenden aus allmählich allgemeiner verbreitet. Sie pflegen jetzt bei Festlichkeiten, auf Jahrmärkten gebacken zu werden, in den Häusern bei besonderen Gelegenheiten“. Laut Grimm ist das Wort wafel im Niederländischen seit dem 15. Jahrhundert belegt, in Deutschland ist es erst seit dem 17. Jahrhundert bekannt.  Teilweise sieht man einen Zusammenhang mit der Bienenwabe auf Grund der Prägung des Waffeleisens, es wird jedoch auch eine Herleitung aus dem niederländischen Begriff für Weben angenommen, so dass Waffel ursprünglich auch „Gewebe“ bedeutet hätte.
Neben den oft gewerblich (z. B. auf Jahrmärkten) oder in Supermärkten verbreitet angebotenen dicken, weichen, rechteckigen Brüsseler Waffeln aus Butterteig mit ihrem charakteristischen Tiefgravurmuster, sind im Handel für den Einsatz im Privatbereich auch Backgeräte für runde, flache oder segmental herzförmige Weichwaffelformen erhältlich. In traditionellen Zangenwaffeleisen hergestellte Waffeln werden mancherorts auch Eiserkuchen oder Hippen genannt. Regional bestehen viele weitere Bezeichnungen, wie Klemmkuchen, Krüllkuchen oder Neujahrshörnchen.

Die ältesten Belege für Waffeleisen stammen aus dem 9. Jahrhundert und wurden in Belgien und Frankreich gefunden. Es wird angenommen, dass die Herstellung von Oblaten in den Klöstern ein Vorläufer der Waffelbäckerei war. In Frankreich gab es bereits im 13. Jahrhundert eine eigene Zunft der Waffelbäcker. Seit dem 15.Jahrhundert waren Waffeln in den Niederlanden stark verbreitet, außerdem in Norddeutschland, im Fläming, in Brandenburg sowie im Raum Baden und in Franken. In Süddeutschland und in Österreich gehörten Waffeln dagegen nie zu den Volksgebäcken, sondern waren der gehobenen Küche vorbehalten. Auf Grund ihrer dekorativen Form waren Waffeln ein beliebtes Festtagsgebäck, regional wurden sie traditionell zu Neujahr gebacken.
Eine regionale Besonderheit im Bergischen Land sind die Bergischen Waffeln (Herzwaffeln). Die Waffelback-Tradition in Westfalen lässt sich bis in das 16. Jahrhundert zurückverfolgen. Im Saarland sind in der Weihnachtszeit Zimtwaffeln ein traditionell beliebtes Gebäck. Sie werden dort sowohl gewerblich als auch in den Haushalten hergestellt.

Informationen:- wikipedia - engl. waffle  

Herzhafte Waffeln als Snack - dpa-Meldung (G6U Kochbuch-Autorin Christina Richon mitDr.Oetker-Versuchsküche) 09.03.2016  - Rhein-Zeitung / Freie Presse

Kippenberger, S.: Auf den Spuren der perfekten Waffel. Tagesspiegel 09.01.2017 -

In Österreich ist Manner eine bekannte Marke von industriell erzeugten Waffeln werden; im Jahr 2008 wurde eine entsprechende Sonderbriefmarke herausgegeben (Abb) (Info). (link bei www.oesterreichmarkt.de ) (link bei www.rundschau.de 05/2009)

In der Schweiz gibt es als spezielle Waffeln z.B. Hüppen und Offleten. (bei www.kulinarischeserbe.ch )

Neue Kreation - Muffles (link) - Kombination aus Waffeln und Muffin -

Food Trend  -  Bubble-Wrap-Waffles - Washington Post 06.04.2017 -   Stuttgarter Zeitung 25.07.2017

- Waffeleisen sind seit etwas mehr als tausend Jahren in ganz West- und Mitteleuropa gebräuchlich.  link bei www.food-monitor.de 26.06.2018

Waffeln sind z.B. in Belgien eine Spezialität, die auf einer Briefmarke präsentiert wird.

 

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