02/11/16

Buchweizen - Fagopyrum - ein Preusogetreide

Buchweizen (Fagopyrum) ist eine Pflanzengattung aus der Familie der Knöterichgewächse (Polygonaceae). Der Gattungsname leitet sich aus dem lateinischen Wort fagus für Buche und griechischen Wort pyrus für Weizen ab. Es ist ein Pseudo-Getreide, biologisch ist er mit Rhabarber und Sauerampffer verwandt. Die Gattung hat ca 15 Arten, die bekannteste Art ist der Echte Buchweizen (Fagopyrum esculentum). Die Früchte sind eckig bzw. kantig - ähnlich den Bucheckern (Samen der Rotbuche) - diese Form heist Achäne.
Der Nährwert des Buchweizens entspricht, der von Getreide; 100g haben 343 kcal bzw. 100g gekocht 92kcal; der Eiweißgehalt liegt bei 13%, Kohlenhydrate 72%, Fett 3%; wichtig ist ebenso der Gehalt an Nahrungsfaser (10%), B-Vitamine (bes. Niacin);  und Mineralstoffe (bes. Magnesium, Mangan).  Er enthält kein Klebereiweiß (Gluten) und ist somit wichtig in glutenfreien Diäten (Zoeliakie-Diät). (link bei USDA-Nutrient Databank)
Buchweizen wird in den gemäßigten Gebieten der Welt angebaut. In China wird er seit 4600 Jahren und in Japan seit 3500 Jahren kultiviert.
In Österreich stammen unter anderem aus dem Jauntal Erwähnungen aus dem Jahr 1442, heute wird er dort wieder kultiviert,  als Jauntaler Hadn zählt er zu den Traditionellen Lebensmitteln (link).

Im Jahr 2013 wurden laut FAO weltweit 2,55 Mio. t Buchweizen geerntet. Die zehn größten Produzenten ernteten zusammen 97,2 % der Welternte:
1 Russland  833.936 to
2 Volksrepublik China  733.000
3 Kasachstan 276.840
4 Ukraine 179.020
5 Frankreich 154.800
6 Polen 90.874
7 USA 81.000
8 Brasilien  62.000
9 Japan 33.400
10 Weißrussland  30.353

Geschälte Buchweizenkörner werden zu Graupen, Grütze, Grieß oder Mehl verarbeitet. Damit werden in erster Linie Breigerichte, aber auch /Gemüse)Suppen, in Auflauf, in Bratlingen, als Fladen und Nudeln hergestellt. Ab einer Beimischung von 20 % zu Weizen oder Roggenmehl darf das Brot als Buchweizenbrot bezeichnet werden. Buchweizenmehl ist nicht eigenbackfähig. Buchweizengrütze wirkt aufgrund ihrer hohen Quellfähigkeit ähnlich stark sättigend wie Hirse. Geröstete Körner passen gut zu Salaten und in Müsli.
Buchweizen-Teigtaschen (Bliny) sind in Russland und slawischen Staaten beliebt. In Nordamerika sind Buchweizenpfannkuchen, serviert mit Ahornsirup, eine beliebte Spezialität. In der japanischen Küche haben Buchweizennudeln (Soba) und Buchweizen-Tee (Sobacha) einen festen Platz.

Inzwischen wird der Buchweizen auch als Energiepflanze für Biogasanlagen getestet.
Da er eine so kurze Vegetationszeit hat, lässt er sich nach der Getreideernte noch anbauen und blüht bis in den Spätherbst

(Wikipedia - engl fagopyrum )
(Echter Buchweizen - engl. buckwheat)
- link - bei www.floraweb.de  -
- link - bei GRIN
- link - bei Floras of China
- link - bei Flora of North America
- link - bei der FAO Traditonal Crop of the months
Buchweizen ist vielseitig - aid aktuell, 16.03.2016 -

- Fagopyrum - wissenschaftl. Zeitschrift (website)
Leder, I.: Buckwheat, amaranth and other pseudocereal plants (link)

 Scheucher,S.: Die Bedeutung des Buchweizens in Österreich und Asien  - link bei www.landesmuseum.at
Jeremejewa, J.: Buchweizen: Russlands Wundernahrung, link bei www.russland-heute.de

- Bingemer, S.: Alte Kulturpflanze neu entdeckt. Slow Food Magazin Nr.4/2008, S.66-67 (im Archiv)
als Porridge in Österreich - Hadnsterz; ital. grano saraceno - Korn der Sarazenen

- H.C.Andersen: Der Buchweizen. Märchen (Angeber - Rolle) - Link beim Gutenberg-Projekt

Kunst - Wolfgang Nieblich - bei Buchobjekten -  wörtlich: Buchweizen (Weizen wächst aus einem Buch) - auch Buchweizen (Kalender) Berlin: Kunst und Bild, 2008

Philatelie bisher nur in Montserrat (MiNr.1311-14, 23.12.2005) - 200.Geburtstag von Hans Christian Andersen - Motiv: Märchen "Der Buchweizen".

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