Hirse kommt in Form von mehrere hundert verschiedene Arten von Rispengräsern (z.B. Rispenhirse, Kolbenhirse) vor. (Wikipedia) (englisch: Millet)

Hirse gilt als die älteste kultivierte Getreideart. Bis ins Mittelalter gehörte sie zu den Grundnahrungsmitteln (s. Grimms Märchen). Verglichen mit anderen Getreiden besitzt Hirse den höchsten Eisengehalt (9 mg/100 g Trockenware), und für Getreide hat  das Eiweiß eine relativ hohe biologische Wertigkeit.

Das Hirsekorn ist von Spelzen umhüllt. Bei der Verarbeitung zu Lebensmitteln werden diese Spelzen und die Fruchtschale abgetrennt.

Im Handel wird Hirse vorwiegend als geschältes, ganzes Korn und in Form von Hirseflocken angeboten. Hirse lässt sich ähnlich wie Reis als Beilage zu Gerichten, für Aufläufe oder süßen Milchbrei verwenden. Sie quillt allerdings beim Kochen stärker auf als Reis und braucht deswegen mehr Wasser.

Zum Verzehr in Deutschland liegen keine aktuellen Informationen vor

Die "Wildform" von Hirse - der Braunhirse wird als besonders "gesund" im Naturkost-Bereich empfohlen, dazu gibt es bedenkenswerte Anmerkungen (BFEL-Detmold; Publikation Münzing)

Informationssammlung – Oltersdorf - 15_09_08

Die informative Getreidebroschüre des MLR-BW, Stuttgart, enthält Informationen zu Hirse.

Hirse: Höhere Erträge durch Klimawandel - aid aktuell, 06.01.2016

FAO Traditional Crop of the Month: Finger millet (Eleusine coracana), also called kurrakan millet or koracan millet, ragi, nachni (India), African millet, rapoko (South Africa), dagusa (Ethiopia). = Fingerhirse

Hirse

Unter Hirse versteht man eine Reihe von Getreidearten, die zur Familie der Süßgräser gehören und kleinfrüchtige Körner liefern. Als Nahrungsmittel spielt sie in Europa, den USA und Australien kaum keine Rolle. In Burkina Faso dagegen essen die Menschen mehr Hirse als Reis, Getreide und Fleisch zusammen. Sie ernähren sich unter anderem von etwa 230 Gramm Hirse am Tag - das entspricht 699 Kilokalorien. Das Land gilt als eines der ärmsten auf der Welt. Im Durchschnitt nehmen die Menschen dort pro Tag 2460 Kilokalorien zu sich. Zum Vergleich: In Deutschland sind es 3490.

http://www.stern.de/gesundheit/ernaehrung/aktuelles/:Weltern %E4hrungstag-Das-Welt/642344.html?cp=5  (nicht mehr gültiG)

Hermes, T.R. et al.: Early integration of pastoralism and millet cultivation in Bronze Age Eurasia. Proc Roy Soc Ser B doi.org/10.1098/rspb.2019.1273 (04.09.2019) ⇔  link bei www.eurekalert.org 06.09.2019

Heron, C. et al.: First molecular and isotopic evidence of millet processing in prehistoric pottery vessels Nature Scientific Reports  doi:10.1038/srep38767 (22.12.2016) ⇔ idw-Meldung 24.04.2017 (in China ca 6000 vChr; Mitteleuropa ca 1500 vChr)

John F. Annegers: Ecology of dietary patterns and nutritional status in West Africa. 1. Distribution of starchy staples. Ecology of Food and Nutrition 2(2) 107-119 (1973) OI:10.1080/03670244.1973.9990325 (scan im Archiv)
Millet + Sorghum / Fonio / Reis / Mais / Yams / Cocoyam / Plantains /Maniok- Promotion: (1972; Michigan State University) - bioklimatische Regionen - Geographic Patterns of Diet and Nutritional Status in West Afrika - Franz West Afrika; Mauretanien; Senegal, Mali; Obervolta; Niger; Guinea, Elfenbeinküste; Togo, Dahomey; British: Gambia, Sierra Leone; Ghana, Nigeria; Portugiesisch: Guinea, Liberia