Bockshornklee

Der Bockshornklee (Trigonella foenum-graecum) gehört zur Familie der Hülsenfrüchtler (Fabaceae). Er bildet lange, schmale, hornförmige Hülsenfrüchte. Die Samen sind hart und länglich-eiförmig.
Der Bockshornklee wurde bereits in der Kupfersteinzeit (ca 3000 v.Ch) domestiziert (z.B. im Jordantal und im alten Ägypten).
Arabische und indische Ärzte beschrieben vielfältige Heilwirkungen. Sowohl Hildegard von Bingen, als auch Pfarrer Kneipp beschreiben heilkundliche Anwendungen.
Er ist weit verbreitet: südliches Europa, Afrika, den Nahen Osten, Indien, China und Australien. Hauptanbaugebiete sind Marokko und Indien. Noch heute kommt der Bockshornklee bis ins südliche und mittlere Deutschland wild vor.
In trockenen Ländern im Nahen Osten, in Nordafrika und in Spanien wird Bockshornklee als Nahrungsmittel oder Futterpflanze angebaut und geröstet, gekocht oder frisch verzehrt. Darüber hinaus wird er als Gewürz verwendet und ist beispielsweise wesentlicher Bestandteil von Currypulver. Ebenso werden die Samen – wie auch Schabzigerklee – zum Beispiel in Südtirol als Brot- oder Käsegewürz verwendet.
Bockshornklee ist Bestandteil einer Gewürzmischung zur Herstellung der türkischen Trockenfleischspezialität Pastırma. Die Keimlinge werden als würzende Zutat Salaten beigemischt.

Informationen -
wikipedia - engl. fenugreek seed
Gernot Katzer - link
-- www.bockshornsamen.de (Private Website)
Bockshornklee für die Asia-Küche. BZfE News 02.08.2017 -
- Bockshornklee: Gewürz und Heilmittel zugleich - link bei MLR-BW 01.03.2018 ⇒ dpa-Meldung 15.03.2018 z.B. in Rhein-Zeitung.-

Spice-Lexikon - Fenugreek

Germplasm Resources Information Nettwork (GRIN) - Trigonella

Elmadfa I, Koken M.: Effect of vitamin E and protein quality on the hemolytic effect of Trigonella sapogenins in rats.Z Ernahrungswiss. 1980 Dec;19(4):280-9. [Article in German]

Philatelie
Jordanien - <media 8160>MiNr 2099</media> - 27.2.11