08/19/23
Der Mexikanische Drüsengänsefuß (Dysphania ambrosioides), auch Epazote, Wohlriechender Gänsefuß, Mexiko-Drüsengänsefuß, Mexikanischer Traubentee oder Jesuitentee genannt, ist eine Pflanzenart in der Familie der Fuchsschwanzgewächse (Amaranthaceae). Diese intensiv riechende Pflanze dient als Heilpflanze und Gewürz.
Weitere Synonyme für Dysphania ambrosioides (L.) Mosyakin & Clemants sind: Ambrina ambrosioides (L.) Spach, Atriplex ambrosioides (L.) Crantz, Blitum ambrosioides (L.) Beck, Chenopodium ambrosioides var. suffruticosum (Willd.) Graebn. und Teloxys ambrosioides (L.) W.A.Weber sowie Chenopodium integrifolium Vorosch. und Chenopodium suffruticosum Willd.Ein oft fälschlich benutzter Name ist Chenopodium anthelminticum.Der Mexikanische Drüsengänsefuß hat zahlreiche deutsche Namen, wie Epazote, Mexikanischer Tee, Mexikanisches Teekraut, Mexikanisches Traubenkraut, Tee-Gänsefuß, Traubenkraut, Wohlriechender Gänsefuß, Mexiko-Drüsengänsefuß, Duft-Gänsefuß, Mexikanischer Gänsefuß, Jesuitentee und Mexikanischer Traubentee sowie Eiche aus Cappadocien, Jesuiter Tee (Österreich) und Merwet (Siebenbürgen).
Das Wort epazote stammt aus dem Nahuatl und setzt sich zusammen aus epatl für Stinktier und sotl, gleichbedeutend mit Schweiß oder Schmutz. Es weist auf den intensiven Geruch des Krautes hin. In Südamerika ist auch das aus der Quechua-Sprache abgeleitete Wort Paico üblich.
Dysphania ambrosioides stammt aus dem tropischen und subtropischen Nord- und Südamerika. Es hat sich durch Anpflanzung oder Verwilderung weltweit in warmen Gebieten angesiedelt. In Europa ist diese Art in allen warm-gemäßigten Regionen eingebürgert. Da sie nicht winterhart ist, wächst sie in Mitteleuropa nur an besonders geschützten Stellen in den Tieflagen. In Deutschland tauchte der Mexikanische Drüsengänsefuß erstmals im 18. Jahrhundert auf. Heute wächst dieser wärmeliebende Neophyt in Mitteleuropa.
Dysphania ambrosioides ist eine einjährige, manchmal auch wenige Jahre überdauernde krautige Pflanze, die mit einreihig mehrzelligen Haaren und Drüsenhaaren bedeckt ist und einen intensiven aromatischen Geruch (nach Zitronen, Bohnenkraut oder Minze) verströmt. Die aufrechten oder aufsteigenden, gestreiften Stängel sind bei Wuchshöhen von 0,3 bis 1 (selten bis zu 1,5) Meter stark verzweigt mit zarten Ästen. Die aromatischen Laubblätter sind meist bis zu 18 mm lang gestielt, die obersten sind oft ungestielt. Die Blattspreite weist eine Länge von meist 2 bis 8 (bis zu 15) cm und eine Breite von meist 0,5 bis 4 (bis zu 5,5) cm auf. Die Spreitenform ist eilänglich-lanzettlich bis lanzettlich mit keilförmiger Basis. Der Blattrand ist unregelmäßig gezähnt oder grob gesägt, bei den oberen Blättern oft ganzrandig.
Die Blätter und Samen enthalten bis zu 2 % eines ätherischen Öls mit dem Hauptinhaltsstoff Ascaridol.
In der mexikanischen Küche werden frische oder getrocknete Epazoteblätter besonders als blähungsminderndes Gewürz für Bohnengerichte verwendet. Epazote ist vor allem in Südmexiko gebräuchlich. Die Blätter werden als "Mexikanischer Tee" zubereitet. Rohe Blätter sollten nur in geringen Mengen verzehrt werden, da das ätherische Öl giftig wirkt. Die Pflanze kann Dermatitis und andere allergische Reaktionen hervorrufen. Auch die Samen sind gekocht essbar. Um die Saponine zu entfernen, sollten sie vor dem Kochen über Nacht in Wasser eingeweicht und gut abgespült werden.
Der Mexikanische Drüsengänsefuß ist eine vielseitig genutzte Heilpflanze. Wegen der desinfizierenden Wirkung des Ascaridols vermindert die Zugabe von Epazoteblättern zu gekochten Bohnen die sonst leicht auftretenden Blähungen. Ein Aufguss der Blätter wird bei Verdauungsproblemen, Kolik oder Magenschmerzen angewendet (Karminativum). Er wirkt auch gegen Husten (Antiasthmatikum). Äußerlich als Umschlag wird er bei Haemorrhoiden, Insektenstichen oder Schlangenbissen und zur Wundheilung eingesetzt. Er wirkt schmerzlindernd und gegen Pilzerkrankungen.
Das ätherische Öl aus der Pflanze findet auch in Kosmetikprodukten Verwendung. Die Pflanze wirkt insektizid und wird als Repellent gegen Moskitos, als Zusatz im Dünger gegen Insektenlarven sowie gegen Läuse und Bettwanzen eingesetzt. Sie dient auch als Färbepflanze, wobei gold-grüne Farbtöne erzielt werden.
Informationen:
- wikipedia - engl. Dysphania ambrosioides -
- Jesuitentee (Chenopodium ambrosioides L.) - Georg Katzers Gewürzseiten -
Bisher keine Briefmarke unter den Namen Dysphania ambrosioides und Drüsengänsefuß gefunden, doch eine Briefmarken unter dem früheren Namen Chenopodium ambrosioides. Dazu auch die Publikation: Jesuit Tea and Jesuit Bark (mit Briefmarken) link bei www.manresa-sj.org/stamps - (Spanische Jesuiten Missionare entwickelten in Peru (1620-1630) chininhaltige Medizin)
Vietnam (03.12.1963) Traditionelle Heilpflanzen: Rauwoffia Verticillata (6) - Ink Fiber (fibraurea Tinctoria Larow) (12) - Mexican Tea Cabbage (chenopodium Ambrosioides) (12) (Abb)- Pagoda - Tree (sophora Japonica Lin) (12) - Balm Cucumber (momordica Cochinchinensis) (20) - (Satz)