09/15/21
Chakalaka ist eine afrikanische Würzsauce (Relish). Der Name stammt angeblich aus der Bantusprache Setswana, wobei es in Südafrika unterschiedliche Schreibweisen gibt. Über die ethnische Herkunft dieses Gerichts gibt es verschiedene Versionen. Die meist verbreitete Version stammt aus den 1950ern. Damals hatten Bergarbeiter in Südafrika keine große Auswahl an Nahrung, weshalb sie alles zur Verfügung stehende in einen Topf geworfen und gekocht haben. Dieser Mix wurde anschließend als Sauce, Suppe oder auch als Salat serviert und resultierte nach einiger Überarbeitung in der heute als Chakalaka bekannten Eintopf. In Form einer dicken Sauce aus Tomaten und Zwiebeln ist es aber auch Bestandteil der traditionellen Stammesküchen in Botswana. Eine andere Version ist die eines Salats indisch-malayischen Ursprungs, der aus Zwiebeln, Knoblauch, Ingwer, grüner Paprika, Karotten und Blumenkohl besteht, gewürzt mit Chili und Currygewürzen. In seiner heutigen Form ist es vermutlich erst Mitte des 20. Jahrhunderts in den Townships der südafrikanischen Stadt Johannesburg entstanden.
Die Würzsoße kann einfach zubereitet werden. Zwiebeln und Knoblauch in etwas Öl andünsten, Paprikastreifen, Weißkohl und geraspelte Möhren hinzugeben und unter ständigem Rühren bissfest garen. Erbsen unterheben und mit Gewürzen, wie Chili, Koriander, Kurkuma, Räucherpaprika, Ingwer, Knoblauch, Pfeffer, Curry, Ingwer, Salz und Pfeffer abschmecken. Allerdings gibt es Chakalaka in unzähligen Varianten. Manche fügen noch Tomatenmark und weitere Gewürze wie Kreuzkümmel, Piment und Kardamom hinzu. Auch beim Gemüse kann man je nach Geschmack variieren und Reste verwenden. Statt Möhren kommen Kohlrabi oder Pastinake, statt Erbsen Bohnen oder Kichererbsen in den Topf. Im Kühlschrank hält sich die Würzsoße, gut verschlossen, bis zu drei Monate.
Die südafrikanische Würzsoße hat einen intensiv-aromatischen Geschmack mit einer angenehmen Schärfe. Sie lässt sich sehr gut zum Marinieren von Grillfleisch, Fisch und Tofu, aber auch zum Verfeinern von Gemüsegerichten verwenden.
Chakalaka wird traditionell serviert mit Brot, Mielie Pap, Samp oder als Beilage zu Bratwurst (wors), Chicken Peri Peri und Grilladen von Lamm und Schwein. Um seinen feurigen Geschmack auszugleichen, wird es gelegentlich mit Amasi (saurer Dickmilch) serviert.
Vor allem während der Fußball-WM 2010 brachten viele europäische und US-amerikanische Nahrungsmittelkonzerne Fertiggerichte mit Chakalaka-Aroma auf den Markt
Chakalaka passt zu fast allen Gerichten, so zu Pizzen, Gemüsepfannen, Eierspeisen, Fischkonserven, Reispfannen u.a. Es kann zu Baguette und Fladenbrot, aber auch zu Nudeln, Reis und Couscous serviert werden. Für einen leckeren Dip wird die Würzsoße mit fein gewürfelten Tomaten, etwas Olivenöl und Joghurt vermischt. Auch Butter und Frischkäse können damit gewürzt werden.
Informationen
- wikipedia - engl. Chakalaka -
Chakalaka: Südafrikanische Soße zum Würzen und Marinieren. BZfE News 15.09.2021
Chimichurri, Muhammara, Chakalaka: Exotische Soßen zum Grillen. BZfE News 17.04.2024
Bisher wurde kein philatelistischer Belege zu Chakalaka gefunden.