06/26/17

Kreuzkümmel - Kumin (Cumin)

Kreuzkümmel (Cuminum cyminum), auch Kumin oder Cumin, ist eine asiatische Pflanze aus der Familie der Doldenblütler, deren getrocknete Früchte als Gewürz genutzt werden. Die Bezeichnung „Kreuzkümmel“ leitet sich aus der kreuzförmigen Blattstellung der Pflanze sowie dem kümmelähnlichen Aussehen der getrockneten Früchte ab. Trotz der ähnlichen Bezeichnung sind Kreuzkümmel und Kümmel nicht näher verwandt. Die Pflanzen gehören verschiedenen Gattungen an und unterscheiden sich auch stark im Geschmack.
Für den Kreuzkümmel bestehen bzw. bestanden auch die weiteren deutschsprachigen Trivialnamen: Camijn (Köln, mittelhochdeutsch), Chume (mittelhochdeutsch), Chumi (althochdeutsch), Chumich (althochdeutsch), Chumil (althochdeutsch), Chumin (althochdeutsch), Cömi (mittelhochdeutsch), Come (mittelniederdeutsch), Comen (mittelniederdeutsch), Cymmin (mittelhochdeutsch), Czymery (mittelhochdeutsch), Gaertkome (mittelhochdeutsch), Gartenkome (mittelhochdeutsch), Gardkarvel, Gardkome, Gardkomen, Haberkümel, Kämen (Niedersachsen), Kimich (mittelhochdeutsch), Römischer Kimmel, Kömel (mittelniederdeutsch), Kome (mittelniederdeutsch), Komel, Kommel (mittelhochdeutsch), Konnel (mittelhochdeutsch), Korve (mittelniederdeutsch), Krämerlaus, Kramkümmel, Kümel, Kümich (Köln, Jülich), Kümm (Österreich), Venedischer Kümmel, Kumel, Kumich (mittelhochdeutsch), Kymmich (mittelhochdeutsch), Linsenkümmel, Pepercome (mittelniederdeutsch), Peperkome (mittelniederdeutsch), Peperkomen (mittelniederdeutsch), Pfefferkümmel, Pfefferkumel (mittelhochdeutsch) und Pfefferkummel (mittelhochdeutsch).

Kreuzkümmel fand sich in 3000 bis 4000 Jahre alten Küchenresten im heutigen Syrien; auch im Alten Ägypten des zweiten Jahrtausends vor Christus wurde das Gewürz bereits in der Küche verwendet. Im Römischen Reich war Kreuzkümmel ebenfalls als Gewürz- und Heilpflanze beliebt. In Europa wurde Kreuzkümmel bis ins Mittelalter überwiegend zu Heilzwecken kultiviert.

Heutige Hauptanbaugebiete sind Indien, Iran, Indonesien, China und der südliche Mittelmeerraum.

Kreuzkümmel hat einen intensiven, unverwechselbaren Geschmack, der von dem im ätherischen Öl enthaltenen Cuminaldehyd verursacht wird. Eine wichtige Rolle spielt Kreuzkümmel in der nordafrikanischen, der türkischen und in der griechischen Küche, in der Küche des Nahen Ostens, Irans und Indiens sowie in Brasilien und in der mexikanischen Küche. In Bulgarien und der Türkei wird er als Gewürz für Grillfleischspezialitäten oder Dauerwürste wie zum Beispiel Sucuk oder Pastırma benutzt. In den Niederlanden und in Flandern ist Kreuzkümmelkäse eine bekannte Spezialität. Ein typisches Gericht mit intensivem Kreuzkümmelaroma ist Falafel. Das indische Gewürzmischung Garam masala enthält immer Kreuzkümmel. Auch handelsübliche Gewürzmischungen für Chili con Carne enthalten viel Kreuzkümmel. Der Kreuzkümmel wird besonders oft mit Echtem Koriander kombiniert.

In der internationalen Naturheilkunde gibt es viele Hinweise für die Wirkungen von Kreuzkümmel; es sei antibakteriell, Verdauungsregulierend (z.B. bei Durchfall, gegen Blähungen), Still-fördernd, antirheumatisch, stimuliernd, aphrodisierend und krampflösend.

 

Informationen:
- Wikipedia - engl. Cumin -
- Kreuzkümmel bei Gernot-Katzers-Gewürzseiten

- Cumimum cyminum (Cumin) - bei Plants for a Future - www.pfaf.org -
- Cumin - bei www.growingtaste.com

- Kreuzkümmel bei www.eatsmarter.de
- Kreuzkümmel bei www.kuechengoetter.de

Ist Cumin das neue Wunderkraut? t-online 28.11.2016
Das Schlank-Gewürz Kreuz-Kümmel lässt Pfunde purzerln. Bild der Frau

Kreuzkümmel auf Briefmarken.

 

 

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