11/21/25

Grüne Minze - Mentha spicata

 

Die Grüne Minze (Mentha spicata), auch Ährige Minze, Krause Minze oder Speer-Minze (engl spearmint), ist eine Pflanzenart innerhalb der Familie der Lippenblütengewächse (Lamiaceae).
Die Grüne Minze ist in Europa, Nordafrika, Vorderasien, der Kaukasusregion, im zentralasiatischen Turkmenistan, in Pakistan, Nepal und China weit verbreitet. Die ursprüngliche europäische Verbreitung erstreckt sich von den mitteleuropäischen Staaten Schweiz, Slowenien und Kroatien über Südosteuropa mit den Mittelmeerinseln bis Zypern sowie von Italien mit Sizilien und Sardinien bis zur spanischen Baleareninsel Mallorca. Darüber hinaus ist sie im weiteren Europa und auch in Nordamerika als Neophyt verbreitet und wurde auch global weitverbreitet kultiviert und eingebürgert. So besiedelt die Grüne Minze in Deutschland nährstoffreiche Stauden- und Unkrautfluren. In Österreich wird sie mehr oder weniger häufig kultiviert und verwildert gelegentlich unbeständig.
Die Erstveröffentlichung von Mentha spicata erfolgte 1753 durch Carl von Linné in Species Plantarum, Band 2, S. 578. Sie ist eine der Stammarten der Pfefferminze (Mentha ×piperita).
Die Grüne Minze wächst als ausdauernde, krautige Pflanze mit Wuchshöhen von 30 bis 130 Zentimeter. Sie bildet unterirdische Ausläufer aus und besitzt einen angenehmen aromatischen Geruch. Der Geschmack ist süßer als der der Pfefferminze und es fehlt die Schärfe des Menthols, von dem die Grüne Minze nur wenig enthält. Die aufrechten, vierkantigen, grünen bis rötlichen Stängel verzweigen üblicherweise im oberen Bereich und sind kahl bis fast kahl. Die gegenständig am Stängel angeordneten Laubblätter sind ungestielt oder bis zu 2 Millimeter gestielt und am Blattgrund drüsig. Die Blütezeit reicht von Juli bis September. Die Grüne Minze bildet dunkelbraune Klausen.
Die Inhaltsstoffe der Grünen Minze unterscheiden sich nach Art und Herkunft. Im Öl können knapp 30 verschiedene Substanzen nachgewiesen werden. Die Hauptbestandteile sind (R)-(−)-Carvon (39 bis 74 %), (R)-(+)-Limonen (3 bis 23 %), 1,8-Cineol (1 bis 9 %), Menthol (bis 9 %), Dihydrocarveol (1,6 bis 6 %), Terpinen-4-ol (bis zu 6 %), Carvylacetat (bis 5,9 %), u.a.

Die Grüne Minze wird in der traditionellen Küche häufig zur Zubereitung von Tees, zum Würzen von Saucen, sowie als Garnierung gebraucht. Insbesondere in Nordafrika und Vorderasien, wo es zahlreiche Varianten der Grünen Minze gibt, hat sie für die Zubereitung von Speisen eine wichtige Bedeutung (→ Nanaminze).
Sie ist eine der bekanntesten Minz-Arten überhaupt und dient als Grundlage für zahlreiche industrielle Produkte, wie zum Beispiel Zahnpasten, Kaugummis (Spearmint) und Süßigkeiten.
Die getrockneten Spitzen und Blätter werden medizinisch als Stimulanzien sowie als windtreibendes und nervenstärkendes Mittel angewendet. In den letzten Jahren wurde die Wirkung der Mentha spicata von Forschern näher untersucht und Hinweise auf positive Effekte im neurologischen Bereich gesammelt. Zurückgeführt werden diese Effekte auf die entzündungshemmende, antimikrobielle und sedative Wirkung der Pflanze und der Zubereitungen daraus.
Gemäß der Durchführungsverordnungen (EU) Nr. 540/2011 und 1165/2021 ist das Öl der Grünen Minze auch als Wachstumsregler im ökologischen Landbau einsetzbar.

Informationen:

wikipedia  - engl. Spearmint

Hauptsaison für frische Minze - Frischekick für Salate, Desserts und Getränke. BZfE News 06.05.2026 

Bisher gibt eine Briefmarke mit der Grünen Minze (Mentha spicata)

Angola (30.08.2019) - Heilpflanzen - Oregano - Grüne Minze (Abb) - Alexandrinische Senna (Senna alexandria) - Zitronengräser (Cymbopogon)  (FDC)

 

 

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