05/25/25
Im Frühling bekommen Nadelbäume frische, hellgrüne Triebe. Von Tannen und Fichten sind sie essbar; jedoch nicht von Eiben. Die Tannen- und Fichtentriebe kann man sammeln und verarbeiten. In Österreich werden sie „Maiwipferl“ genannt.
Die Verwendung ist altbekannt, aber doch vergessen bzw. weitgehend unbekannt. Es wurde daraus z.B. Sirup hergestellt, der als altes Hausmittel, mit seinen antibakteriellen und schleimlösenden Harzaromen, gegen Husten und Erkältung eingesetzt wurde.
In Österreich erleben die Maiwipferl als regionale und saisonale Zutat auch in der gehobenen Küche Einzug und werden sogar von den österreichischen Bundesforsten als „Zutat aus heimischen Wäldern“ empfohlen. Maiwipferl sind vielseitig: Sie sind Zutat zur Terrine, es gibt köstliche Marmelade, aromatisches Maiwipferl-Bratöl, das zu dunklem Fleisch und Wild gereicht wird.
Informationen:
Frühlingszauber Maiwipferl. link bei www.gutekueche.at ⇒
Beiliebte Rezepte mit Maiwipferl
Wiener, S.: Die Zutat: Tannenwipfel. - Der Mai schmeckt überraschend harzig. TAZ 24.05.2025
Schmollack, S.: Alkohol aus Fichtennadeln - Ein Schnaps wie ein Waldspaziergang. TAZ 24.03.2023