05/11/25
Der Barramundi (Lates calcarifer), auch Baramundi, ist ein Raubfisch aus der Familie der Riesenbarsche (Latidae) und kommt vorwiegend in den tropischen Gewässern Australiens vor. Er ist ein sehr beliebter Speisefisch, aber auch als Sportfisch bekannt. Sein Name entstammt einer Sprache der Aborigines (Burumunda) und bedeutet „Fluss-Fisch mit großen Schuppen“. Barramundis können in Salz- und Süßwasser leben, das heißt, sie sind euryhalin. Ihr Verbreitungsgebiet erstreckt sich vom Persischen Golf bis hin zu den Philippinen und von Australien bis nach Indien und Japan. Sie halten sich in Tiefen von 10–40 m auf.
Der Barramundi laicht im Salzwasser, in und vor Flussmündungen; geschlechtsreife Tiere leben in Trichtermündungen und Küstengebieten. Die Jungfische wachsen jedoch nur in Brackwasser und Flussmündungen auf, er ist daher ein katadromer Wanderfisch wie z. B. Aale. Gebiete wie Mangrovensümpfe und tiefliegende Flächen werden während der Springflut und des Monsunregens überflutet und schaffen somit den idealen Lebensraum für junge Barramundi. Beste Fang- und Laichzeit ist Oktober bis Februar.
Der Barramundi ist ein hochrückiger Fisch mit ausgeprägter hochstrahliger Rückenflosse. Sein Maul ist groß, wobei der Unterkiefer bis hinter das Auge reicht. Die Schwanzflosse ist abgerundet. Die Unterseite ist silberfarben und wird zum Rücken hin dunkler. Seine Augen sind auffallend klein und rot. Die Flossen sind braun. Die Durchschnittsgröße liegt bei etwa einem Meter, er kann aber bis zu einer Länge von 2 Metern heranwachsen und erreicht dabei ein Gewicht von maximal 60 kg. Seine Hauptnahrung sind Frösche, Garnelen und Heringe.
Im Norden Australiens war der Barramundi bedeutender Bestandteil des Bush Foods der Aborigines. Auch in deren Mythologie, der Traumzeit, kam der Barramundi vielfach vor: er wurde mit Reproduktion, Reinkarnation und Transformation verbunden. Als wichtiges Nahrungsmittel und Totem wurde der Barramundi auch in der Kunst der Aborigines auf Felsen und Rinde gemalt.
In Australien ist der Barramundi als Nahrungsmittel ausgesprochen beliebt und gilt dort als einer der besten Speisefische. Das Fleisch ist weiß, zart, aber trotzdem fest und äußerst schmackhaft. In Aquakultur wird er mittlerweile unter anderem in den USA, sowie Thailand und Indonesien gezüchtet, aber auch in den Niederlanden, der Schweiz und in Deutschland.
Aus der Haut wird auch Leder hergestellt, beispielsweise für Gürtel, Brieftaschen etc.
Informationen:
- wikipedia - engl. Barramundi -
Gibt es z.B. im Restaurant Amadeus in Stuttgart (facebook)
Es gibt bisher drei Briefmarken mit Barramundi.
Australien (Commonwealth) (11.02.2003) Angeln: Fische und deren Biotope u.a. Barramundi (Lates calcarifer) (Abb) (Satz)
Komoren (14.12.2009) Meerestiere und Fischerei u.a. Barramundi (Lates calcarifer), Tigerbarsch (Terapon jarbua)
Papua-Neuguinea (11.06.2010) Hochseeangeln u.a. Angler mit 10-kg-Barramundi (Abb) - Angler mit 11-kg-Barramundi (Abb) (Kleinbogen)