Die Felchen (Coregoni) zählen zu den lachsartigen Fischen, es  gibt  viele Arten; in Süddeutschland sind vor allem die Bodenseefelchen (auch Blaufelchen) (Coregonus wartmanni) als "leckerer" Speisefisch bekannt, und dank guter Fischverwaltung jetzt nicht mehr vom Aussterben bedroht (IUCN). Die Gattung hat viele deutsche Namen, wie R(h)einanken, Renken, Felchen, Coregonen, Schnäpel, Maränen usw. Dabei kann ein deutscher Name für verschiedene Arten stehen; viele Arten haben mehrere Namen je nach Region.
In Österreich werden Felchen Renken genannt. Féra - Felchen aus dem Genfer See - Coregonus fera - sind ausgestorben (wg Überfischung und Umweltverschmutzung) 

Blaufelchen oder Renke (aus „Verschwundene und seltene Gäste der Speisekarte. Ein Kochbuch von Bernhard Kathan - link

"Dieser Fisch erreicht als Ausnahme oft eine Länge von bis zu 70 Zentimetern; die Durchschnittsgröße ist jedoch geringer. Die Gestalt ist schlank, kurz vordem Schwanz auffallend dünn. Die Mundspalte der Felchen ist eng, so daß sie keine größeren Tiere verschlingen können; sie gehen daher nicht an die Angel. Kopf und Rücken sind stahlblau, alles übrige silberglänzend. Die großen und zarten Schuppen sind kreisrund. Die Blaufelchen gehören zu den feinsten und teuersten Tafelfischen. Sie werden meist nur frisch gegessen. Sie kommen in den tiefen Alpenseen vor, der Bodensee ist jedoch das wichtigste Gebiet für den Felchenfang. Die meiste Zeit sind die Felchen in der Tiefe, und nur in der Laichzeit steigen sie in gewaltigen Schwärmen in der Seemitte zur Oberfläche.

Felchen blau gekocht: Die entschuppten, reingewaschenen Felchen werden gesalzen und mit Essig begossen, 1/2 Stunde darin liegen gelassen, dann samt dem Essig 20 Minuten in Salzwasser mit etwas Zwiebel, Petersilie und Lorbeerblatt ganz langsam gekocht, auf eine Platte angerichtet, mit feingehackter Petersilie, Zitronenscheiben und Kartoffeln verziert und mit Fischmayonnaise serviert.

Felchen gebraten: Die reingeputzten, gewaschenen Felchen salzt man, taucht sie ringsrum in Mehl, brät sie unter fleißigem Übergießen etwa 10 Minuten in Butter und serviert sie mit Fischkartoffeln.

Felchen gedünstet: Die reingeputzten, gewaschenen Felchen salzt man, taucht sie ringsum in Mehl, brät sie schön gelb in Butter, gießt mit Rahm und Suppe auf, tropft Zitronensaft dazu, bestreut mit feingehackter Petersilie und dünstet langsam 20 Minuten.

Fischzucht Reese in Holstein (Slow Food Magazin N3.3/2015, S.28-30 - www.fischzucht-reese.de