Die Schleie (Tinca tinca), auch der Schlei genannt, ist ein Süßwasserfisch aus der Ordnung der Karpfenartigen (Cypriniformes) und lebt überwiegend am Grund langsam strömender oder stehender Gewässer.

Die Schleie ist ein geschätzter Speisefisch und gilt als schmackhafter als der Karpfen. Ihr Fleisch wird als fest, grätenarm und fettarm beschrieben.
Goldfarbene Schleien (sogenannte Goldschleien) werden für Gartenteiche und Parkteiche gezüchtet. In der Teichwirtschaft werden aufgrund ihres wesentlich schnelleren Wachstums mehr Karpfen und Forellen als Schleien angesetzt. Die Schleie gilt als Nebenfisch der Karpfen-Teichwirtschaft, sie spielt eine wichtige Rolle als Besatzfisch für Angelvereine. Schleien wurden züchterisch nicht so intensiv bearbeitet wie Karpfen.
Während in Europa Tschechien und andere osteuropäische Länder führend in der Zucht von Schleien sind, wird seit Beginn des 21. Jahrhunderts die Schleienzucht in Aquakultur auch in China intensiviert.
Die Schleie war 2007 Fisch des Jahres in Deutschland, 2007 und 2024 in Österreich. Sie ist mit ‚Least Concern‘ (nicht gefährdet) in der Liste der bedrohten Tierarten der IUCN klassifiziert.

 

Informationen:

wikipedia  - engl. Tench -

Linzmaier, S.: Das Fischportrait - diesmal die Schleie. Die Prinzessin der Teiche. Slow Food Magazin Nr.04/2024, S.10-11 (scan im Achiv)