09/30/24

 Steinbeißer (Seewölfe) + Steinbeißer (Cobitis taenia)

 

Steinbeißer ist der Handelsname für Speisefische aus der Familie der Seewölfe, die aus den kalten Meeren der nördlichen Halbkugel stammen. Von wirtschaftlicher Bedeutung sind der Gefleckte Seewolf (Anarhichas minor) und der Gestreifte Seewolf (Anarhichas lupus). Sie haben nichts mit dem geschützten Süßwasserfisch Steinbeißer (Cobitis taenia) zu tun (siehe unten).
Alternative Namen sind Kat(t)fisch, Austernfisch, Wolfsfisch oder Karbonadenfisch. Weil der „Steinbeißer“ nur als Beifang in die Fischernetze gerät, wird er nicht zu bestimmten Jahreszeiten angeboten. Sowohl der Gefleckte Seewolf als auch der Gestreifte Seewolf gelten als überfischt.
Als ganzer (und ausgenommener) Fisch wird er teils auch zum Grillen verwendet. Wegen des derben Aussehens wird der Fisch jedoch meist filetiert gehandelt, teils auch in Scheiben („Karbonadenfisch“). Die Filets oder Scheiben werden frisch oder eingefroren vermarktet. Das relativ feste Fleisch eignet sich zum Braten, Pochieren und Dämpfen. Als Kochfisch harmoniert „Steinbeißer“ gut mit klassischen Zutaten wie Senf(sauce) und Kartoffeln. In der Küchensprache wird er im deutschen Sprachraum manchmal auch als Lupo di mare bzw. Loup de mer bezeichnet.

Der Steinbeißer (Cobitis taenia), auch Dorngrundel genannt, ist ein in Europa und Asien verbreiteter Süßwasserfisch. Hierbei handelt es sich nicht um dieselbe Fischart, die in der Gastronomie auch als Steinbeißer (Speisefisch) bezeichnet wird. Er ist nach Anhang II der FFH-Richtlinie geschützt.
Steinbeißer erreichen eine Länge von 8 bis 10 cm, Weibchen vereinzelt bis 12 cm. Das Gewicht beträgt 20 bis 60 g. Der Rücken weist eine gelbbraune von vielen kleinen dunklen Flecken unterbrochene Färbung auf. Auf der Bauchseite sind die Schuppen blassgelb bis orange gefärbt. Der auf dem Rücken befindliche Kamm hat mehrere Reihen schwarzgrauer Flecken. Der Körper ist länglich. Am Maul hat der Steinbeißer 6 Barteln. Unter den Augen befindet sich je ein zweispitziger, aktiv beweglicher Dorn, mit dem er schmerzhafte Stiche zufügen kann.
Der Steinbeißer ist in Sibirien und ganz Europa, mit Ausnahme von IrlandSchottlandWales und dem nördlichen Skandinavien verbreitet. Es gibt regional begrenzt auftretende Unterarten. Es werden langsam fließende und stehende Gewässer mit klarem sauerstoffreichem Wasser bevorzugt. Steinbeißer kommen dort an flachen und sandigen oder steinigen Stellen vor, häufig in größerer Anzahl. Steinbeißer graben sich in den Grund ein, wobei dann nur noch Kopf und Schwanz herausragen. Der Steinbeißer erreicht ein Alter von 3 bis 5 Jahren. Als Maximum in Gefangenschaft werden 10 Jahre angegeben.

Informationen:
Steinbeißer (Fisch) - wikipedia - engl. Spined loach
Steinbeißer (Speisefisch)  - wikipedia

 

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