Muttermilch (human milk)

Muttermilch ist die einzige Nahrung, die für Menschen gemacht ist. Sie hat eine sehr "komplizierte" Zusammensetzung. Es sind nicht nur die Nährstoffe wichtig, sondern auch andere Bestandteile (Immun-Funktionen); auch Geschmacksstoffe werden übertragen (Prägung des Ernährungsverhaltens, Geschmackspräferenzen, "Vanille" in Ernährung; Verbreitung des Vanillegeschmacks).Stillen bewirkt positive psychosoziale Bindungen zwischen Mutter und Säugling.

Stillen wirkt sich positiv auf den weiteren Lebenszyklus aus; so zeigen z.B. gestillte Säuglinge weniger Übergewicht (Abb), weniger Diabetes. 

(Informationssammlung)

Die Stillende gibt in die Muttermilch nicht nur positive Stoffe an den Säugling weiter, sondern auch Schadstoffe. (Informationen zu Schadstoffen in Muttermilch)(Flugs-Bericht). In den 1980iger Jahren gab es eine Zeit der Diskussion, dass sich zu viel Schadstoffe in der Muttermilch ansammeln (Ende der Nahrungskette) - Interessante Publikation aus "bild der wissenschaft" (Juli 1980)   Damals war noch Bleiwert bedenklich hoch durch natürliche Umwelt (Bergbaugebiete wie Harz: Bleihüttten mit ungenügendem, bzw ausgefallen Filgter - Nordenham-Unglück; Blei-Verbidnungen als Antiklopfmittel im Benzin); ebenso waren die Dioxin-Verbindungen noch nicht so "streng" verboten; andere wichtige Schadstoffe; Schwermetalle, Cadmium, Quecksilber). Einführung von ZEBS – Zentrale Erfassungs- und Bewertungsstelle für Umwltchemikalien; Abschätzung DDT-Verlaufskurven von 1940-1980 und weiter bis in die heutige Zukunft. Udo Pollmer bereits damals ein Experte.So gibt es Empfehlungen für Stillende.

Empfehlungen der Nationalen Stillkommission

"Stillen ist die natürlichste und beste Ernährungsform für den Säugling.

Die Nationale Stillkommission schließt sich der Erklärung von WHO und UNICEF an (Innocenti-Deklaration, 1990), Bedingungen zu schaffen, die das Stillen fördern und die es stillwilligen Müttern ermöglichen, ihre Säuglinge vier bis sechs Monate ausschließlich zu stillen. Bei geeigneter und ausreichender Beikost kann solange weiter gestillt werden, wie Mutter und Kind es wünschen. Da es in der Gesellschaft und in den Familien kaum noch eine Stilltradition gibt, übernimmt das medizinische Fachpersonal eine führende Rolle beim Wiederaufbau einer "Stillkultur""

Forderung ein Nationales Monitoring für das Stillen einzurichten (Info)

Nationale Stillkommission -http://www.bfr.bund.de/cd/2404

Muttermilch für das eigene Kind - jetzt auch in der KiTa (Stillkommission - 28.04.14)

BzGA - http://www.kindergesundheit-info.de/1157.0.html

- Muttermilch – Zaubertrank fürs Immunsystem. MLR_BW 05.07.2018

Stillgruppen - http://www.afs-stillen.de/cms/cms/front_content.php?idcat=19

http://www.lalecheliga.de/

http://www.stillgruppen.de/index.html

http://www.stillen.at/

http://www.lalecheliga.at/

http://www.allaiter.ch/de/org/index.html

UNICEF - Innocenti-Deklaration - http://www.unicef.org/programme/breastfeeding/innocenti.htm

Föderung des Stillens - Aktionplan der EU

Informationen - CMA / Phoenix

Methoden der Erfassung der Säuglingsernährung (Information)

http://de.wikipedia.org/wiki/Stillen

Muttermilch – alles Mythos, oder was? Quarks (WDR) 07.03.2019 mit folgenden Informationsquellen:
- Bundesinstitut für Risikobewertung: Unterschiede in der Zusammensetzung von Muttermilch und industriell hergestellter Säuglingsanfangs- und Folgenahrung und Auswirkungen auf die Gesundheit von Säuglingen, Stellungnahme der Nationalen Stillkommission, Juli 2012
- Dewey KG et al.: Differences in morbidity between breast-fed and formula-fed infants, Journal of Pediatrics, 1995
- Duijts, L. et al.: Prolonged and exclusive breastfeeding reduces the risk of infectious diseases in infancy. Pediatrics, 2010
- Forsyth, JS: The relationship between breast-feeding and infant health and development, Proceedings of the Nutrition Society, 1995
- Gale, C.: et al.: Effect of breastfeeding compared with formula feeding in the infant body composition: a systematic review and meta-analysis. American Journal of Clinical Nutrition, 2012
- Heider, M. L., et al: Association between infant breastfeeding and overweight in young children, Journal of the American Medical Association (JAMA), Mai 2001
- Netzwerk Gesund ins Leben: Reif für die Beikost
- Oddy, Wendy H. et al.: The Long-Term Effects of Breastfeeding on Child and Adolescent Mental Health: A Pregnancy Cohort Study Followed for 14 Years, Journal of Pediatrics, 2009
- von Stumm, S.: Breastfeeding and IQ Growth from Toddlerhood through Adolescence, PLoS One, September 2015
- Hauck, Fern R. et al: Breastfeeding and Reduced Risk of Sudden Infant Death Syndrome: A Meta-analysis, Pediatrics, Juli 2011
- Informationen der Deutschen Gesellschaft für Ernährung: Milch für die Säuglingsernährung

Flugs-Bericht   Muttermilch

Morgens gewonnene Muttermilch stimuliert das Baby, abendliche fördert den Schlaf http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/307493.html

Bedingt essenzielle langkettige Fettsäuren in den ersten Lebensjahren = Säuglingsnahrungs-Etiketten in Europa als LCPs (long chain polyunsaturated fatty acids, langkettige mehrfach ungesättigte Fettsäuren) gekennzeichnet. - EUFIC, 01.07.2015 (mit vielen Literaturhinweisen)

Hennet, T., Brosig,G.: Breakfast at Tifany´s (Review). Trends in biochem. Sci. Nr.1235 (2016) ⇒ Muttermilch - "Superfood" für die Darmflora. Standard, Wien, 20.04.2016 -

(Schwankungen im Tagesablauf - Zusammensetzung der Muttermilch - Publikation - Sanchez - Nutritional Neurochemistry 2009)

Gabe von fremder Muttermilch - durch Ammen (wikipedia; engl - wet nurse) www.muttermilchbanken.de
-- Riskante Fütterung. Im Internet bieten stillende Mütter ihre Milch für fremde Kinder an. Es wird über Gefahren diskutiert. Malte Werner in "Die Zeit" 26.06.2014
(s.a.: "Muttermilch aus dem Internet? Riskant! - link bei www.baby-und-familie.de )
Warnungen vor Muttermilchbörsen, aid aktuell, 01.07.2015
Absonderliche Entwicklung - Muttermilch als "Health Food" vermarktet, auch zum Body Building -
Online-Handel mit Muttermilch: Lukrativer Körpersaft - Südd. Ztg 08.06.2015  -
- Frauenmilchbanken boomen. Die Zeit 21.09.2016 
- Frauenmilchbank-Initiative: Muttermilch da vermitteln, wo sie gebraucht wird. detektor (Privatrundfunk, Leipzig) 16.11.2018

New study examines the resurgence of milk sharing. link bei www.eurekalert.org 27.04.2019

- Glyphosat (wikipedia) in Muttermilch nachgewiesen - großes Presse-Echo - 26.06.2015 -z.B. TV - NDR/ARD - Die Welt -

Kunz C, Rodriguez M, Koletzko B, Jensen R: Nutritional and biochemical properties of human milk. Part I: General aspects, proteins and carbohydrates.(invited review) CIinics Perinatol 26: 307-333  (1999) + p.335-359: Rodriguez M, Koletzko B, Kunz C, Jensen R:  Nutritional and biochemical properties of human milk. Part II: Lipids, micronutrients and bioactive factors. 

Schlievert, P.M. et al.: Glycerol Monolaurate Contributes to the Antimicrobial and Anti-inflammatory Activity of Human Milk. Nature Scientic Reports 9 #14550 (10.10.2019) ⇔ "Compound in breast milk fights harmful bacteria." link bei www.eurekalert.org 10.10.2019

"Wundersaft Muttermilch." Dokumentarfilm (von Marion Schmidt), 2018 link bei www.telekult.de  (gesendet ARTETV 29.09.2018)

"Zusammenfassend lässt sich feststellen, dass prinzipiell jede künstliche Ernährung von Säuglingen allein schon deswegen dem Stillen unterlegen ist, weil die Konzentrationsänderungen der Muttermilch während einer Mahlzeit nicht nachgeahmt werden können. Neben den bekannten psychologischen Vorteilen des Stillens für die Mutter-Kind-Beziehung tritt die verringerte Belastung der Nieren, wie sich aus der Harn-Ausscheidung ableiten lässt. Bei Stillhindernissen ist natürlich eine vorgefertigte Nahrung für Säuglinge von unschätzbarem Wert. Muttermilch als alleinige Nahrung reicht in der Regel aber nur für das erste Halbjahr. Danach ist, auch nach den Erfahrungen in Afrika, zusätzliche Beikost erforderlich." (persönliche Mitteilung Christopher Schlage, 14.02.2018)