10/22/15

Die arktischen Allackerbeeren und ihre Verwandten

Die Allackerbeere (Rubus arcticus), auch (Schwedische) Ackerbeere, Arktische Brombeere oder Arktische Himbeere genannt, ist eine Art der Gattung Rubus.
Die dornenlose mehrjährige Pflanze wird etwa 10 bis 30 cm hoch. Im Juni und Juli bildet die Ackerbeere sehr wohlschmeckende rote Früchte.
Die Allackerbeere kommt im Norden Eurasiens (Finnland, Nordschweden und Nordrussland) sowie in China, Korea und der Mongolei vor. Sie bevorzugt Moore mit nassen bis feuchten torfigen Böden.

 (wikipedia)(engl - rubus arcticus)

Verwandte Beeren:

Aus der Diplomarbeit von Andreas Zeitlhöfler 2002: Die obstbauliche Nutzung von Wildobstgehölzen  4.21 Rubus caesius - Die Kratz- oder Ackerbeere
Diese Brombeerart kommt in Europa und Nordasien an Feld- und Waldrändern vor. Hierbei handelt eis sich um einen niedrig wachsenden Strauch, dessen Zweige nur schwach mit Stacheln bewehrt sind. Die Blätter sind auf der Oberseite grün und runzelig, auf der unteren Seite grau und weich behaart. Die blauen bis schwarzen Früchte sind bereift und schmecken sauer. Sie stellen Sammelfrüchte dar, welche aus nur wenigen Einzelfrüchten zusammengesetzt sind.

Außer der Kratzbeere und der Schwedischen Ackerbeere sind noch weitere, der Brombeere nahe stehende Arten in Europa anzutreffen wie z.B. die Moltebeere (Rubus chamaemorus). Dies Art ist in Nordeuropa v.a. in den norwegischen und finnischen Torfmooren vertreten und zeigt sich als dünntriebige, unbewehrte Staude. Sie trägt große, hellorange Früchte, welche aus großen Steinfrüchten zusammengesetzt sind und gut schmecken.

Die Steinbeere (R. saxatilis) ist als Staude in den europäischen Laubwäldern häufig anzutreffen. Ihre niederliegenden Triebe sind nur behaart oder nur fein bestachelt, die roten Sammelfrüchte bestehen aus nur drei bis vier Einzelfrüchten, welche dafür aber erbsengroß sind. Der Geschmack ist säuerlich. Aus dem Kaukasus stammt die Art Rubus platyphyllos, welche einen wintergrünen, stark verzweigten Strauch darstellt. Dieser trägt purpurviolett gefärbte Früchte, welche bis zu 3 cm lang sind. Diese werden aber nur in warmen Gegenden vollreif (Bundessortenamt 1999).

Die Allackerbeere wird gelegentlich mit der Moltebeere (Rubus chamaemorus) verwechselt, die im gleichen Lebensraum vorkommt. Die Moltebeere ist durch ihre fast immer weißen Blüten, ihre in reifem Zustand gelborangen Beeren und ihre anders geformten Blätter jedoch gut von der Allackerbeere zu unterscheiden.

Ein köstliches Geheimnis der Natur sind die Ackerbeeren, lateinisch Rubus Articus. Die zart blühenden kleinen Verwandten der Himbeere bilden dichte Teppiche. Nach der Blüte können Sie bis Ende Juli süße Früchte ernten. Die Früchte sind dunkelrot, sie schmecken angenehm säuerlich und aromatisch. Die aus Skandinavien stammende Beere ist ein idealer Bodendecker. Die zwei bis drei Zentimeter großen Blättchen ziehen sich im Winter im Wurzelstock zurück und treiben im Frühjahr üppig wieder aus. Um eine schöne Wirkung in der Fläche zu erzielen, sollten sie acht bis zehn Pflanzen pro Quadratmeter setzten.  Quelle: SWR4 Gartenkalender http://www.swr.de/ratgeber/garten/gartenkalender/gartenkalender/-/id=711800/nid=711800/did=4867024/ej32ng/index.html (nicht mehr gültig)

Die Vielfalt der Schwedischen Beeren:
In den schwedischen Spitzenrestaurants wimmelt es im Moment nur so von traditionellen Beeren. Sowohl auf dem Teller als auch im Glas in Form neuer spannender Beerenweine und -liköre. 
Die Liebe der Schweden zu ihren Wildbeeren kann man in gewisser Weise als gesetzlich verankert bezeichnen. Sie gehört wesentlich zum Allemansrätt (Recht auf Gemeingebrauch), das den Schweden Zugang zur Natur auf eine Weise gewährt, wie es sie nur in Skandinavien gibt. Wildbeeren, Pilze und Blumen sind Eigentum aller, so lange sie mit Rücksicht auf die Natur geerntet und gepflückt werden. Beerenpflücken in geringem Umfang ist ausserdem steuerfrei.
Tausende von Beerenpflückern aus den Ländern um die Ostsee reisen alljährlich in die schwedischen Beerengegenden, um sich sozusagen zu einem besseren Leben zu pflücken. Ohne diese Arbeitskräfte könnte der Heisshunger der Schweden auf Beeren nicht gestillt werden.  ....

Das köstlichste Geheimnis der Natur sind vermutlich die Ackerbeeren (Rubus articus), auch als schwarzrote Himbeeren bekannt.  Klein und unansehnlich kann man sie leicht als armselige, geduckte Kusinen der Himbeeren abtun. Bis man ihren Geschmack erlebt und merkt, dass zwischen beiden ein ebenso himmelweiter Unterschied besteht wie zwischen Traubensaft und einem edlen Wein. Ein Echo, aber nicht mehr, des verzaubernden Aromas findet sich im Mesimarja, einem finnischen Ackerbeerlikör.

Waldhimbeere (Ackerbeeren) Rubus articus brauchen Licht, nährstoff- und vor allem stickstoffreichen Boden. Brandstellen, überwachsene Rodungsstellen, Waldränder und Wegraine sind, wie schon gesagt, ihre Lieblingsplätze. In regenreichen Sommern, wenn die Sträucher dicht und schattig wachsen, leidet die Qualität der Beeren. Maden und Schimmelpilze haben grosse Chancen und die Ausbeute gesunder Beeren bleibt gering. Die leicht holzigen zweijährigen Pflanzen tragen erst im zweiten Jahr nektargefüllte unscheinbare Blüten, aus denen sich die Beeren entwickeln. Sie reifen in Südschweden ab Mitte Juli, im Norden während der zweiten Augusthälfte. Auf der Insel Gotland gibt es keine Waldhimbeeren. Doch findet man hier die blaue Himbeere oder Salmbeere die sonst nur vereinzelt an Schwedens südlicher Küste wächst. 
Der stachelige Himbeerstrauch erreicht in Höhe von 1 - 2 Metern. Die weissen bis rosafarbigen Blüten haben 5 Blütenblätter und stehen in lockeren Trauben. Die Blütezeit der Himbeere ist Mai - Juni. Die rote Frucht ist eine sogenannte Sammelfrucht, die aus vielen Steinfrüchtchen besteht und innen hohl ist. Fruchtreife ist im Spätsommer. Die Laubblätter sind gefiedert und 5 - 7teilig, manchmal auch 3teilig und an ihrer Unterseite dicht weisshaarig.      
Die Blätter enthalten Gerbstoffe und wirken somit gegen Durchfall. Sie eignen sich aber auch zur Behandlung der Mundschleimhäute. Heutzutage spielen die Blätter in der Heilkunde kaum noch eine Rolle, man findet sie aber noch als Zusatz in Teemischungen zur Blutreinigung, ebenso wie Brombeerblätter. Die Früchte weisen einen Vitamin C-Gehalt von 25 mg/100 g auf. Ferner enthalten sie Vitamin A, Rutin und viel Biotin, das unter anderem für Glanz und Fülle der Haare sorgt.
Weitere Volksnamen waren Madebeere, Mollbeere, Hohlbeere, Katzenbeere und Ambas. Der Wortursprung der Himbeere kommt von der althochdeutschen Bezeichnung hintperi und wird als “Beere der Hinde (der Hirschkuh) gedeutet, die wohl die Beeren gerne fressen. Der wissenschaftliche Gattungsname Rubus nimm Bezug sich auf die roten Früchte und der Artname idaeus stammt aus dem griechischen und bezieht sich auf den Strauch batos idaios, der auf dem Berg Ida wuchs.

Schon der römische Schriftsteller Plinius (23 n. Chr.) erwähnt eine Pflanze Rubus idaeus in seinen Schriften, von der die alten Kräuterärzte des Mittelalters annahmen, es sei die Himbeere. -  (aus: http://www.taraland.de/tip8.htm - nicht mehr gültig

Die Ackerbeeren (Rubus arcticus) gibt es auf zwei Briefmarken in der Sowjetunion bzw. Russland
- Sowjeunion (Mi5155f, 10.03.1982)
- Russland (Mi668f, 10.07.1998)

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