10/09/13

Die Pfirsiche

Der Pfirsich (Prunus persica) ist eine Pflanzenart der Gattung Prunus und gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Er ist ein Baum, der Wuchshöhen von 1 bis zu 8 Meter erreicht, und deren Früchte die Pfirsiche zählen in Deutschland zu den beliebstesten Steinobstsorten. Die Blütezeit liegt im April.
Das Ursprungsland des Pfirsich ist China, wo seine Kultur schon 2000 v. Chr. bekannt war. Er gelangte dann über Persien nach Griechenland und in weiterer Folge durch die Römer nach Mitteleuropa. (wikipedia)

In Mitteleuropa wird der Pfirsich wegen seines Wärmebedürfnisses vor allem in Weinbaugebieten angebaut. Saftreife, aromatische Pfirsiche lassen sich in Mitteleuropa im Prinzip nur im eigenen Garten ernten. Die gekauften Pfirsiche werden in der Regel noch im harten Zustand vom Baum genommen, damit sie den Transport überstehen können. Solche Früchte reifen aber nicht vollkommen nach und das typische Pfirsicharoma ist nicht so stark ausgeprägt.
Die Hauptanbaugebiete für Pfirsiche sind China, Italien und Spanien.

Die meist kugelige Steinfrucht hat einen Durchmesser von 4 bis 10 Zentimetern und eine Längsfurche. Sie ist blassgrün oder gelb, rötlich überlaufen und oft mit einer samtigen Behaarung bedeckt, aber dennoch glatt. Das Fruchtfleisch ist saftig, dickschichtig und blaßgrün oder orange. Der Steinkern hat meist fast die Form einer Kugel, eine dicke Schale, tiefe Furchen und ist sehr hart. 

Es gibt viele Varietäten, wie weiß-, gelb- und rotfleischige Sorten und darunter solche, die steinlösend („Freestones“, „Kerngeber“) und nichtsteinlösend („Clingstones“, „Durantien“) sind, sowie Variationen in der Fruchtform von Kugel bis Platt.
Beispiele: Benedicte; Diniert;  Früher Alexander;  Früher RoterIngelheimer;  Red Haven; Revita;  Roter Ellerstädter (= Kernechter vom Vorgebirge / Vorgebirgspfirsich) Rekord aus Alfter (= Rekord von Alfter); Suncrest, South Haven.
Die Varianten des Plattpfirsichs (Prunus persica var. platycarpa), werden in den letzten Jahren unter der Bezeichnung „Wildpfirsiche“, „Adelsbergpfirsiche“, „Bergpfirsiche“ oder „Weinbergpfirsiche“ häufiger im Obsthandel (meist zu höheren Preisen als „Rundpfirsiche“) angeboten. Gut ausgereift können sie aromatischer als runde Pfirsiche sein. In Spanien werden sie paraguayo (Plural: paraguayos) bzw. paraguaya genannt. Andere Namen sind peche de Chine und doughnut peaches.
Rheinland-Pfalz pflegt den roten Weinbergpfirsich (z.B. In Cochem -  Tag des roten Weinbergpfirsichs - seit 2006).
Weinbergspfirsiche haben ein dunkelrotes, sehr festes Fruchtfleisch und eine dunkle, pelzige Haut. Das Fruchtfleisch ist meist weniger süß als das anderer Sorten, hat aber einen intensiveren Pfirsichgeschmack und Geruch. Daher wird er selten roh gegessen, sondern überwiegend zu Marmelade oder Likör verarbeitet oder in Gläsern eingekocht. (Roter und Weißer Ellerstädter).

Eine Mutation des Pfirsichs mit glatter Haut ist die Nektarine – von der es ebenfalls zahlreiche Sorten gibt. Eine neuere Hybride ist die Nectavigne.

Große Mengenanteile der Pfirsichfrüchte werden frisch als Obst vermarktet. Pfirsiche in Hälften oder Schnitzen sind eine verbreitete Form der Obstkonserve.

Die Kerne werden aus der Schale gelöst zu Persipan verarbeitet und in der Aromatisierung von Spirituosen verwendet.   Der Samen kann in großen Mengen giftig sein, da er etwa 6,5 % Blausäure abspaltendes Amygdalin enthält.

Nährwert: relativ gut an Vitamin C, Vitamin A und Kalium

Es gibt auch einige Beschreibungen zur arzneilichen Verwendung des Pfirsichs. Beispielsweise empfahl Hildegard von Bingen die unreife Frucht samt Kernen, die Blätter, die Wurzel, das Harz und die Rinde zur äußerlichen Anwendung bei tränenden Augen, Kopfschmerzen und Gicht.

Die gummiähnliche Ausscheidung der Frucht wurde bis zur Herstellung synthetischen Klebers in manchen Gegenden als Klebstoff verwendet.

In China gilt der Pfirsich als Symbol der Unsterblichkeit und ist mit verschiedenen sexuelle Konnotationen verbunden.

Weitere Informationen
Wikipedia - engl peach

- FAO-Daten (link ) 2011 - #1 China 11,5 Mill MT; #2 Italien 1,36; #3 Spanien 1,33;  #4 USA 1,17; #5 Griechenland 0,6; #6 Türkei 0,55 usw

- Arche des Geschmacks (www.slow-food.de ) - Passagier: Pfirsichsorte -  Wasserberger Sämling -

- Eat Smarter Website - link
- Österr.Großhändler Müllner - link

Kultur - Gemälde - Renoir -Pfirsich - Claude Monet  - Das Pfirsichglas

 Roman F. Scott Fitzgerald: Die Straße der Pfirsiche, Aufbau-Verlag, 2015
 

berühmte Nachspeise Pfirsich Melba -  (link) -  Australien - Briefmarke zu Dame Nellie Melba (Abb) - Sängerin - Namensgeberin für Pfirsich Melba (Wikipedia)   Deutschland hat 2011/12 rund 100.000 Tonnen Pfirsiche und 53.800 Tonnen Aprikosen eingeführt, die hauptsächlich aus Ländern der Europäischen Union stammten. Pfirsiche kamen vor allem aus Spanien (48.500 t) und Italien (46.100 t), während Aprikosen in erster Linie aus Frankreich (21.100 t), Italien (10.900 t) und Spanien (10.300 t) importiert wurden. (aid - 5.6.13 )

- Weltmarkt Übersicht Steinfrüchte - link bei www.freshplaza.de 04.06.2018 + link am 24.09.2018

Plattpfirsich - (Weinbergpfirsich) - Paraguayos (link) (Bilder - google)
- Pfirsich klein und flach – Plattpfirsich, Tellerpfirsich, Weinbergpfirsich? (Putzlowitscher Zeitung - 18.07.2011)  
- Der Bergpfirsich macht Karriere (Test Juli 2015)

Pfirsiche, Nektarinen, Aprikosen: Sommerfrüchte für Süßes und Pikantes - aid aktuell 7.8.13

-- Transport-Service-Informationen - Pfirsich

- Küchengötter (G&U) - Pfirsich

Pfirsich - beliebstes Motiv auf Gemälden / Stillleben (z.B. Jean Simeon  Chardin -  Pfirsichkorb 1768 - in Spiegel der Forschung Uni Gießen - link)  (Google - suche Gemälde mit Pfirsichen)
- O´Keefe, G.: Peach and Glass   (link)
- Pfirsich bei www.akg-images.de -

Philatelie - Pfirsich

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