05/12/14

Brotfruchtbaum - Artocarpus altilies

Der Brotfruchtbaum (Artocarpus altilis; Syn.: Artocarpus communis J.R. & G.Forst., Artocarpus incisus (Thunb.) L.f.) ist ein tropischer, immergrüner Baum, der zur Gattung der Maulbeergewächse (Moraceae) gehört (wie die Jackfrucht <Artocarpus heterophyllus>; weitere verwandte Brotfruchtbaumarten sind:
- Artocarpus camansi - Brotnuß/breadnut (stammt aus Neuguinea; dort und in den Philippinen auch verzehrt)
- Artocarpus integer - Cempedak/Cempedakbaum (aus Malaysia)
- Afrikanische Brotfrucht - Treculia
Der ursprünglich im tropischen Südostasien beheimatete Baum wird heute in Asien, Afrika, auf Hawaii, in Mittelamerika, Brasilien und in der Karibik als Nutzpflanze angebaut.

Der Brotfruchtbaum ist ein mittelgroßer und breitkroniger Baum, der bis zu 20 Meter hoch wachsen kann. Der Durchmesser des graubraunen Stammes erreicht 60-100cm. Die Pflanze führt einen hautreizenden, milchigen Saft. Aus diesem Grund werden die Früchte oft durch Abbrechen mit langen Stangen geerntet.
Der Brotfruchtbaum bildet sehr große wechselständige und ledrige Laubblätter aus. Diese befinden sich vornehmlich am Ende langer Zweige.
Der Brotfruchtbaum trägt getrennt männliche und weibliche Blütenstände, aus denen sich bis zu drei Ernten im Jahr entwickeln, die jeweils bis zu 50 Fruchtstände liefern. Der Baum bleibt bis zu 70 Jahre ertragreich. Seine grünen, bis zu 2 kg schweren Früchte (Brotfrucht, botanisch sind es Fruchtverbände) mit weißem Fruchtfleisch dienen vor allem in Asien als Grundnahrungsmittel. Die Früchte enthalten bis zu 22 % Stärke und 1–2 % Eiweiß. Das aus dem getrockneten Fruchtfleisch gewonnene Mehl mit seinem hohen Nährwert enthält unter anderem bis zu 75 % Stärke, bis zu 31 % Zucker, bis zu 5 % Eiweiß und bis zu knapp 2 % Fett.
Der Brotfruchtbaum ist ursprünglich in Polynesien beheimatet gewesen. Er wurde vermutlich bereits im 12. Jahrhundert durch Menschen über den natürlichen Verbreitungsraum hinaus verbreitet.
Die berühmte Meuterei auf der Bounty war durch die Brotfrucht bedingt: Lt. William Bligh bekam 1787 von König Georg III. den Auftrag, Stecklinge des Brotfruchtbaums von Tahiti zu den Westindischen Inseln (brachte 629 Stecklinge nach Jamaica) zu bringen. Sie sollten als preiswertes Nahrungsmittel für die Sklaven auf den dortigen Zuckerrohrplantagen dienen.

Als Lebensmittel wird die Brotfrucht vor allem in Polynesien, der Karibik, in Südindien und Sri Lanka verwendet. Die Brotfrucht wird noch grün geerntet, wird nach der Reife goldgelb und hat dann einen strengen, süßen Geschmack. Gekochte unreife Früchte werden als Gemüse oder Mus verzehrt. Die Verwendung ist ähnlich vielfältig wie bei Kartoffeln; man kann sie nach den gleichen Rezepten frittieren, zu Salaten verarbeiten etc. Reife Früchte fallen von den Bäumen; bei Vollreife ist die Frucht auch roh essbar. Bei Überreife beginnen sie nach Schweißfüssen zu stinken.
Das Fruchtfleisch kann getrocknet und zu Mehl gemahlen werden. Die Frucht enthält 16 bis 24 kastaniengroße Nussfrüchte (ähneln Maronen), deren stärkehaltiger Samen nach dem Rösten zu Mehl gemahlen wird.  Aus diesen Mehlen lassen sich Brote backen.

Informationen
- wikipedia  engl - breadfruit
- Purdue Univdersity ⇒ breadfruit
- Brotfrucht-Institut (website)
- Crops for the future - website
- FAO Traditional crop of the month: breadfruit -

Ullrich Jackus: Baum mit Geschichte. Apotheken-Umschau 04_2014 -
Diane Ragone - Direktorin des Brotfrucht-Instituts auf Hawai-Insel Kauai
link

Die Brotfrucht(bäume) gibt es auf  ⇒  Briefmarken

 

 

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