10/14/23

Erdbeerbaum - Arbutus

 

Die Erdbeerbäume (Arbutus), auch westlicher Hagapfel, Landbeere, Meerkirsche oder Sandbeere genannt (spanisch: madroño), sind eine Pflanzengattung aus der Familie der Heidekrautgewächse (Ericaceae). Sie umfasst elf Arten und findet sich hauptsächlich in Mittelamerika und dem Mittelmeerraum.

Es sind immergrüne Bäume (bis zu 30 Meter hoch werdend) oder Sträucher mit glatter, abblätternder, meist rötlich brauner bis grau gescheckter Rinde. Die einfachen, ganzrandigen oder gesägten, oberseitig glänzenden, ledrigen und gestielten Laubblätter sind wechselständig angeordnet. Sie tragen meist fünfzählige weiße bis rote Blüten, und als Früchte werden warzige, mehlige, mehrsamige Beeren gebildet. Die kugeligen, rot-orange gefärbten fleischigen Früchte der Erdbeerbäume (Arbutus) erinnern auf den ersten Blick an Erdbeeren, haben aber weder geschmacklich noch anatomisch oder systematisch etwas mit diesen gemein; sie schmecken süßsauer und mehlig. Sie werden hauptsächlich zu Wein, seltener zu Likör, und zu Konfitüre sowie Fruchtgelee verarbeitet. Aus der Frucht des Westlichen Erdbeerbaums wird in Portugal der Schnaps Medronho gewonnen. Sie enthalten im Mittel 250 mg Vitamin C pro 100 g Fruchtfleisch und sind reich an Kohlenhydraten und Ballaststoffen.
Eine weitere typische Nutzung des Erdbeerbaumes ist die Gewinnung eines bitteren Honigs – italienisch: Miele Amaro. Es ist eine der außergewöhnlichsten Honigsorten überhaupt, weil er in seiner dunklen Erscheinungsform tatsächlich bitter schmeckt. Er ist, von der gewonnenen Menge, ein seltener und damit wertvoller Honig. Da die Blüte des Baumes erst im Spätherbst zwischen Oktober und Januar erfolgt und die Aktivität der Bienen, die sich schon auf die Winterzeit vorbereiten, stark reduziert ist, können nur geringe Mengen Honig gewonnen werden. Eine wesentliche Herkunft ist Sardinien, insbesondere in der wilden Barbagia, wo es ganze Erdbeerbaumwälder gibt, mit z. T. mächtigen, jahrhundertealten Bäumen.

Das schwere und harte Holz wird wenig genutzt, z.B. für Schnitzereien, wie Spazierstöcken.

Informationen:
wikipedia - engl. Arbutus -

Wahabi, S. et al.: Protective effects of Arbutus unedo extract on acetic acid-induced colitis in rats: histological, biochemical, and antioxidant assessments. J Sci Food Agric  doi.org/10.1002/jsfa.14317  (21.05.2025) ⇔ Could strawberry tree extract prevent and treat gastrointestinal disorders? link bei www.eurekalert.org  21.05.2025

Jennifer Markwirth und Hilke Steinecke: Erdbeerbäume. Der Palmengarten  82 (1) 39–46. DOI:https://doi.org/10.21248/palmengarten.459 (Juni 2018)

Coe, F.: The Madrones. link bei www.pacifichorticulture.org - 

Simone De Santis et al: Geographic Range vs. Occurrence Records in Plant Distribution Mapping: The Case of Arbutus in the Old World. Forests 14(5):1010
DOI:10.3390/f14051010 (May 2023)  

Erdbeerbaum - Arbutus - Aus fernen Gärten (6/6) Die Zeit Nr.42 (04.10.2023)  - link bei www.flora-obscura.de - 

Wappensymbol von Madrid - Bear and the Madroño Tree - (link)  (link)

"My love's an arbutus" ist ein Gedicht vom irischen Dichter Alfred Perceval Graves (1846–1931)
Für die kanadische Singer-Songwriter  Joni Mitchell ist der Arbutus ihr "favorite all-time tree", vor ihrem Haus wächst einer und sie erwähnt den Baum im Song  "For The Roses".

Es gibt einige Briefmarken zu den Erdbeerbäumen.

 

 

 

 

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