01/29/17

Maqui-Beere - Aristotelia chilensis - Chilenische Weinbeere

Die Maqui-Beere ist die Frucht des bis zu vier Meter hohen Maqui-Baumes. Das Ölfruchtgewächs ist in den gemäßigt-tropischen Regenwäldern im chilenisch-argentinischen Grenzgebiet weit verbreitet. Die heidelbeer-ähnlichen, tief violetten kleinen Beeren sind roh essbar, lassen sich jedoch schlecht lagern. Die Mapuche-Indianer verarbeiten sie seit Jahrhunderten zu Getränken. Nach Europa werden Maqui-Beeren zumeist als Saft oder als Pulver exportiert und vorrangig zu Nahrungsergänzungsmitteln weiterverarbeitet.

Die Maqui-Beere ist bei uns ein relativ neues Superfood. Daher ist das Wissen über sie besonders lückenhaft. Hersteller und Händler von Maqui-Produkten versprechen vor allem die Stärkung des Immunsystems, eine starke Entgiftungsfunktion und schlank machende Wirkung. Dieses Potential sollen die Beeren ihrem außerordentlich hohen Anteil an Anthocyanen verdanken. Diese sekundären Pflanzenstoffe sollen in der Lage sein, im Körper freie Radikale zu neutralisieren.
Auf vielen Verpackungen wird mit dem hohen ORAC (Oxygen radical absorbance capacity)-Wert gelockt. Er gibt an, wie viele freie Radikale pro Gramm Maqui-Beeren unschädlich gemacht werden können. Die Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen weist nachdrücklich darauf hin, dass dieser Wert experimentell in Labortests ermittelt wurde. Ob und in wie weit die Ergebnisse auf den menschlichen Körper übertragbar sind, ist unklar.

Informationen
- Aristotelia chilensis (wikipedia)

- Trendbeeren bei www.aid.de

Bisher wurden keine Maqui´s auf Briefmarken entdeckt.

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