03/10/22

Nashi-Birne - Pyrus pyrifolia

Die Nashi-Birne (Pyrus pyrifolia, japanisch yama nashi, auch nur nashi „Birne“) ist eine Pflanzenart aus der Gattung der Birnen (Pyrus). Die Pflanzenart und ihre essbaren Obst-Früchte werden oft auch als Asiatische Birne, Chinesische Birne, Japanische Birne, Koreanische Birne, Kumoi oder – wegen ihrer Form und des Geschmacks – als Apfel-Birne, Bapfel bzw. Birpfel bezeichnet. Die Bezeichnung Nashi-Birne ist eine Dopplung, denn nashi ist das japanische Wort für Birne.
Ursprünglich stammt die Nashi-Birne aus China. In ihrer Heimat ist die Birne als Shali, saa lei – „Sandbirne“, Shuili, seoi lei – „Wasserbirne“ – bekannt. Heute ist sie jedoch in ganz Ostasien und in Japan weit verbreitet. Seit einigen Jahren wird sie auch in Chile, Frankreich, Deutschland und Italien sowie den USA angebaut. Auch in Australien und Neuseeland wird sie gezüchtet. In Deutschland ist sie seit den 1960er-Jahren erhältlich.
Aufgrund des groß angelegten Anbaus in Japan existieren dort viele verschiedene Sorten. Über 1200 Nashi-Sorten sind allein in Japan bekannt. Die Gesamtanbaufläche betrug 2005 dort 13752,9 ha.
In Deutschland werden folgende Sorten angebaut: 
- 'Nijisseiki': gelbgrüne Früchte, Fruchtreife Mitte September, Vorteil: selbstfruchtbar
- 'Hosui': bronzefarbige, apfelförmige Früchte
- 'Kosui': große, gelbbraune bis bronzefarbene Früchte
- 'Shinseiki': glattschalige, hellgelbe Früchte
- 'Benita': große, gelbe, aromatische Früchte  
Die Endung der Sorten-Bezeichnungen deuten auf eine glatte -seiki bzw. rauhe -sui - Schale der Frucht hin.

Die Nashi-Birne stellt ähnliche Standortansprüche wie die Kultur-Birne und ist daher in Mitteleuropa gut zu kultivieren. Auf einem humusreichen, tiefgründigen Boden in sonniger Lage können hohe Fruchterträge erwartet werden. Sie ist weitgehend immun gegen den Birnengitterrost, jedoch genauso anfällig für Feuerbrand und Birnenverfall wie die Kultur-Birne.
Pyrus pyrifolia wächst als Baum und erreicht Wuchshöhen von 7 bis 15 Meter. Die Rinde der Zweige ist purpur-braun und die Borke ist dunkelbraun. Die schmal eiförmigen Knospen besitzen Knospenschuppen, die am Rand und auf der Spitze wollig behaart sind. Die Laubblätter sind in Blattstiel (3-4,5cm lang) und Blattspreite (7-12cm lang, 4-6,5cm breit) gegliedert. Die Blattoberfläche ist anfangs braun wollig behaart, später glatt. Der Blattrand ist spitz gesägt. Die doldenförmig wirkenden, traubigen Blütenstände enthalten sechs bis neun Blüten. Die zwittrigen, radiärsymmetrischen, fünfzähligen Blüten weisen einen Durchmesser von 2,5 bis 3,5 cm auf. Die Blütezeit beginnt Anfang April und dauert bis Anfang Mai an. Für eine optimale Bestäubung werden andere Birnen- oder Nashisorten in der Umgebung benötigt.
Die nahezu kugelförmigen Früchte weisen einen Durchmesser von 2 bis 2,5 cm (bei Naturformen, Kultursorten sind größer) auf und besitzen eine dünne Schale, die je nach Sorte glatt oder rau ist. Ihre Grundfarbe ist durchgehend hellgelb, kurz vor der Ernte stellen sich Sonnenbäckchen ein. Nashi-Früchte sind ab August oder Anfang September etwa drei Wochen lang pflückreif. Dabei ist die Bestimmung des Erntezeitpunktes nicht einfach, da die Früchte zunächst hart sind, und dann plötzlich weich und saftig werden. Beim Ernten zum optimalen Zeitpunkt sind die Früchte bis Ende Januar lagerfähig. Das Fruchtfleisch ist sehr saftig und hat ein süß-säuerliches Aroma, das an Apfel, Birne und Melone erinnert. Die Früchte enthalten Vitamin C, Kalium und Calcium. Nashis können direkt roh und pur gegessen werden, die Schale ist ebenfalls essbar, nur das Kerngehäuse muss entfernt werden. Daneben eignen sich die Birnen auch zur Zubereitung von Marmelade oder Süßspeisen wie Kompott und Kuchen. Außerdem passen sie – wie heimische Birnen – zu Käse und Schinken, Wildgerichten und pikanten (Winter-)Salaten.

Informationen:
- wikipedia - engl. Pyrus pyrifolia

- Die Nashi-Birne: saftig-süß und erfrischend. aid aktuell, 04.03.2015 (nicht mehr gültig) (verfügbar über - link bei www.schattenblick.de/ - 

Nashi-Birne: Alkohol trinken ohne Katerstimmung. Standard (Wien) 20.10.2015

Nashi-Birnen. link bei www.kuechengoetter.de - (Gräfe & Unzer)
Warenkunde Nashi - link bei www.chefsculinar.de (Lebensmittel-Großhandel)

Nashi-Birne ist gesund: Asiatisches Obst im Check.  Focus 08.01.2021

Wie isst man eine Nashi? - link bei www.gutekueche.at -

Es gib Nashi-Birnen auf Briefmarken.

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