01/19/25

Pequi - Caryocar brasiliense

 

Caryocar brasiliense, bekannt als pequi oder souari nut, ist eine essbare Frucht, die in zentral-westlichen Brasilien poplulär ist.
Die Caryocar (Syn.: Pekea Aubl., Rhizobolus Gaertn. ex Schreb., Saouari Aubl.) sind eine Pflanzengattung in der Familie der Caryocaraceae innerhalb der Ordnung der Malpighienartigen (Malpighiales). Die Arten haben ihre Areale nur in Südamerika. Die meisten Arten gibt es im Amazonasgebiet.  Alle Arten sind verholzende, immergrüne Pflanzen: meist Bäume, selten Sträucher. Sie haben alle hartes Holz. Die meist gegenständigen, ledrigen, gestielten Laubblätter sind meist dreiteilig, manchmal fünfteilig, und die Blättchen haben meist einen gesägten oder gezähnten Rand. Die Blüten stehen meist zu vielen in traubigen Blütenständen zusammen. Die Blüten enthalten bis über 700 besonders lange Staubblätter und Staminodien.
Die Steinfrüchte sind ölhaltig. Sie haben ein gelbliches, faserig-öliges Mesokarp und das Endokarp ist sehr hart. Das ölige Mesokarp kann nach einer Stunde kochen als „Gemüse“ gegessen werden. Die Samenkerne enthalten über 60 % Öl. Der weiße, essbare Samenkern ist sehr wohlschmeckend und liefert ein dem Pekannussöl ähnliches Öl.
Das harte und dauerhafte Holz wird zum Beispiel für den Bootsbau geschätzt.
In In der Gattung der Caryocar gibt es bis 16 Arten, eine davon ist der Pequi-Baum (Caryocar brasiliense).  Er wird bis zu 10m hoch, er ist im zentralen brasilianischen Cerrado Gebiet verbreitet (im Süden Pará to Paraná und im nördlichen Paraguay.) Er trägt kräftige Blätter und anders als die meisten Bäume der Cerrado zeigt er auch im Winter (Juli-September) prächtige Blüten. Die Früchte sind ersst dunkelpurpur, werden dann olivgrün bis braungrün. Die Reifezeit beträgt 5-6 Monate. Sie erreichen die Größe einer Orange. Sie erinnern an Mangostane. Das Fruchtfleisch ist gelb und schmeckt deutlich nach einer Mischung von süßen, fruchtigen Aromen mit käseartigen Noten. In diesen sind essbare Saatkörner. Auch viele Tiere verzehren die Früchte. 
Das Pequi-Fruchtfleisch ist ein sehr populäres Nahrungsmittel in den Regionen GoiásMato GrossoMato Grosso do Sul and Minas Gerais. Es wird sowohl roh verzehrt, als auch gekocht. Pequi mit Reis imd Hühnchen ist eine bekannte Speise. Es wird auch in Fruchtsaft-Mischungen getrunken. 
An den rohen Pequi-Früchte können Stacheln sein, die vor dem Verzehr sorgfältig entfernt werden sollten, da sie im Mund zu schmerzhaften Stichen führen können.
Die Saatkörner können geröstet werden, und als Snack verzehrt werden. Es wird auch Pequiöl kommerziell extrahiert.
Nahezu alle Teile des Pequibaumes werden genutzt, für Nahrung, als Medizin und als Baumaterial. Der Baum hat für die einheimische Bevökjerung große Bdedeutung. Er wird um die Dörfer herum angeplanzt. Die Nachfrage steigt, doch durch die moderne Landwirtschaft in der Cerrago Region wird sein Lebensraum eingeengt.

 

Informationen
Caryocar brasiliense - engl. wikipedia  - 
Caryocar - wikipedia

Zu Pequi-Früchten wurden zwei Briefmarken in Brasilien herausgegeben.
(11.09.2016) Wildobst aus der Savanne (II). Kleinbogen: (Abb)
Zwergkaschunuss (Anacardium humile) -  Guabiroba (Campomanesia adamantium) -  Brasilianische Birne (Eugenia klotzschiana) - Cagaita (Eugenia dysenterica) -  Nachtblütige Passionsblume (Passiflora setacea) - Bacupari-do-cerrado (Salacia crassifolia) -  Araticum (Annona crassifolia) -  Baru (Dipteryx alata) -  Pequi (Caryocar brasiliense) (Abb)
(08.03.1985) Botanischer Garten von Brasília. - Pequi-Blüte - Baum  (Abb)

 

 

 

 

 

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