Die ökonomischen-Werte von Lebensmitteln - der Preis

Die Lebensmittel, die wir benötigen, werden heute in Deutschland fast vollständig eingekauft (POS - point of sale); der Anteil des Selbst-Erzeugtem (im Hausgarten; Klein- bzw. Schrebergarten, die Sammelfrüchte, usw.) ist bis auf Spezialsituationen sehr gering. (Selbstversorgung)

Der ökonomische Wert - der Preis - der Lebensmittel ist quasi der Tauschwert - das Geld, das als Lebensunterhalt erworben wird (das Einkommen) wird zum Erwerb der Mittel zum Leben benutzt (Verbrauch). (Informationen zum Einkommen und Verbrauch - entsprechende Statistik des Stat. Bundesamtes - EVS). Für die andere Seite die Erzeuger und Händler der Lebensmittel stellt der Preis das Einkommen dar (Erzeugererlöse, Gewinn nach Abzug von Unkosten)  (s. Ernährungsökonomie).
- Was bleibt dem Bauer - aid aktuell 24.02.2016 - Bauernverband - Situationsbericht -

Die Preisbildung hängt von vielen Faktoren ab (Wissenschaftsbereich - Agrar- und Ernährungsökonomie), nach der Theorie der freien Marktwirtschaft bestimmen (Lebensmittel)Nachfrage und das (Lebensmittel)Angebot den Preis. Doch die Ernährung ist in vieler Hinsicht ein besonderes Konsumgut.  Die Produktion ist Natur- und Umweltabhängig; die Nachfrage - auch von mittelosen Menschen, wird aus humanistisch-ethischen Gründen geregelt (Preise der Grundnahrungsmittel; Wohlfahrt- und Sozialgaben usw), (Nahrungsmittelhilfe).
Lebensmiittelpreise sind in besonderem Maße politischen Regeln unterworfen, es gelten hier keine klassischen "freien" Marktgesetze.
(Publikation - Stat. Bundesamt - Preise in Deutschland;  Studie - Preisbildung für Bioprodukte). Es wurde und wird immer noch diskutiert, welches ist der gerechte Preis für alle Beteiligten in der Nahrungskette; z.B. die Frage nach "Was kostet ein Schnitzel wirklich? "  (Food Watch-Bericht). (s. auch soziale Werte).
Slow Food Magazin Nr.3 2016 - Titelthema "Der wahre Preis der Lebensmittel". Warum bio dreimal so viel kostet. Neue Betrachtung der Studiedes Instituts für Ökologische Wirtschaftsforschung: Was kostet ein Schnitzel wirklich? (2004) (download)
- True Cost - Wahre Kosten: Was unsere Lebensmittel wirklich kosten. BZfE /  Wahre Kosten der Lebensmittelproduktion : Die „True Cost“-Blume- BZfE News 30.05.2018 - True Cost-Blume.  link bei www.bzfe.de -
- Die Vollkostenrechnung: Wie teuer sind unsere Lebensmittel wirklich?  BZfE News 19.12.2018
- Nachhaltigkeitsblume (link bei www.eosta.com )
-  „How much is the dish – was kosten uns Lebensmittel wirklich? Studie der Universität Augsburg gibt Aufschluss. link bei www.tollwood.de 18.09.2018 ⇒⇒ Download idw-Pressemeldung 18.09.2018 (ref. Augsburger Allg 18.09.2018)
- Geier, B.,  Engelsman, V.: Die Preise lügen. Warum uns billige Lebensmittel teuer zu stehen kommen. oekom-Verlag, München, 2018
Entdecken Sie: Was unser Essen wirklichkostet. link bei www.natureandmore.com -

The Hidden Costs of UK Food  (Link bei www.sustainablefoodtrust.org 21.11.2017) (download)

FAO: Food Wastage Footprint: Full cost-accounting. Rom, 2014 (download)

Max Roser and Hannah Ritchie (2017) – ‘Food Prices’. Published  www.ourworldindata.org/food-prices

Buntzel, R., Mari,F. Gutes Essen - arme Erzeuger. Wie die Agrarwirtschaft mit Standards die Nahrungsmärkte beherrscht. oekom-Verlag 2016
- Schlechtere Fischstäbchen in Osteuropa? Die Zwei-Esser-Gesellschaft Europas. Die Visegrad-Staaten wollen es nicht mehr hinnehmen, dass Lebensmittelprodukte derselben Hersteller sich so eklatant von denen im Rest der EU unterscheiden. TAZ 24.07.2017 (Anm. früher Tschernobyl-Unglück - radioaktives Molkepulver in die Ukraine verkauft - Spiegel 26.04.2016/Was wurde aus?- ; analog Gammelfleisch nach Osteuropa - mediendenk 02.05.2010 - , u.v.a.)
- Die Nutella Ökonomie - Welt am Sonntag 10.09.2017 (Anja Ettel, Holger Zschäpitz) - Unterschiede im LM-Preis in europäischen Supermärkten – z.B. nach Kaufkraft in den Ländern, Konzentration im Lebensmittelhandel – Die Nutella-Krise Die Zeit 11.10.2017 -
- Wertschätzung für Lebensmittel (z.B. Indikator – Ausgabenanteil für LM) – (auch geänderte Rezepturen, z.B. Zuckergehalt) – Analogie: Big-Mac-Index (s.o.) (link bei www.heise.de 08.03.2017)
Öko-Insdtitut „Ist gutes essen wirklich teurer?“ 2014 (download)
Meyer von Bremen, A.-H., Rundgren; G.: Foodmonopoly.  Das riskante Spiel mit  billigem Essen.  oekom-Verlag
- Bananen-Wertschöpfungskette: 6,7% Löhne der Arbeiter; 6,1% für Produzenten; 5,5% für Exporteure; 23,9% für Importeure; 11,8% für Zoll; 11,4% für Großhandel(Reiferei); 34,6% für Einzelhandel (dazu noch Steuern – wie Mehrwertsteuer) (nach OXFAM Pressemitteilung 24.09.2014 )

Preiskampf zwischen großen Produzenten (z.B. Nestlé) und großen Handelsorganisationen (z.B. Edeka), führt zu niedrigen Lebensmittelpreisen, doch letztlich führt es zu geringerem Einkommen bei Erzeugern). ⇒ Edeka boykottiert Nestlé. Wir können aufhören, Edeka zu feiern.   TAZ 28.02.2018 

Gender Pricing - Preisdifferenzierung nach Geschlecht in Deutschland.  Forschungsbericht.  Eine Studie im Auftrag der Antidiskriminierungsstelle des Bundes (Iris an der Heiden; Maria Wersig) 2017 (Download) (ref. Tagesschau 20.12.2017 - Spiegel 20.12.2017

Forderung nach Einberechnung aller sozial-ökologischer Kosten in den Preis (von Lebensmitteln und anderen Produkten) - ökologische Steuerreform ("Öko-Steuer") - durch das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft - www.foes.de . wikipedia

Die Anbieter müssen die Lebensmittel mit den Preisangaben kennzeichnen (Preis-Kennzeichnungs-VO); verständlich - auf festgelegt Menge bezogen (pro kg, pro Liter). Früher auch standardisierte Angebotsmengen z.B. für Butter, Tafel Schokoladen, jetzt freigegeben - liberalisiert). (unklar bleibt - wohin fliesst der Erlös; manchmal - wie bei Benzin - wird auf hohe Steuerabgaben hingewiesen)

Informationen für der Marktteilnehmer - Markt-Preisberichterstattung (früher ZMP; jetzt AMI);  Informationen für Verbraucher - Verbraucherzentralen; aber zunehmend mehr im Internet - "günstige Einkaufsquellen"; Schnäppchenführer. - www.guenstiger.de - www.guenstiger.de/gt/main.asp  -  www.schnaeppchenjagd.de - www.schnaeppchenjagd.de/docs/sjtoolbar_index.shtm  - www.diesparratgeber.de
(Berechnung der Lebenshaltungskosten - Teuerungsraten bei www.destatis.de/indexrechner (am 2.2.2010 - nicht mehr gültig)

Die Preise der Lebensmittel sind oft politisch gesteuert. Die Grundnahrungsmittel werden preiswert angeboten, z.B. durch niedrigere Steuern und/oder Subventionen. Luxus-Lebensmittel und Genußmittel (wie z.B. Alkoholika und Tabakwaren) weden verteuert. In einigen (z.B. skandinavischen) Ländern weden gesunde Lebensmittel preiswerter (Bonus) angeboten, wohing gegen gesundheits-gefährdene deutlich teurer sind (Malus).  (Public Health Nutrition _ staatliche Regeln) (Weltkarte - Unruhen bedingt durch Lebensmittelpreisänderungen - Zeit-Graphik 2008) /
(Geschichte der Oktoberrevolution Russland 1917 - Revolte begann nach Rationierung von Brot ⇒ Aunoble, E.: Aufstand gegen den Krieg.  Le Monde diplomatique 12.10.2017
Brot und Politik (Unruhe um Brotpreise, Geschichte usw) - Steven L Kaplan - (Cornell University, Dep History) Slow Food Magazin 2011_06, S.39-41
- Venezuela: Der Brotkrieg ist ausgebrochen. TAZ 19.03.2017 -
- Sudan: Angst vor "Brotaufstand" im Sudan - TAZ 19.01.2011; Brotpreise im Südan. Neues Deutschland 09.01.2018  - Laut Amnesty International starben seit Mittwoch Dutzende Demonstranten durch Schüsse der sudanesischen Polizei. Auslöser der Proteste war eine Erhöhung des Brotpreises. Die Zeit 25.12.2018 - «Brotrevolte» im Sudan breitet sich aus. NZZ 21.12.2018

Gesunde Ernährung kaum teuerer als andere - Aid Aktuell 8.1.2014 ⇔ Harvard University News (link) - link zu Rao, M et al. Do healthier foods and diet patterns cost more than less healthy options? A systematic review and meta-analysisBMJ Open 2013;3:e004277 doi:10.1136/bmjopen-2013-004277  (scinexx)
Working Paper „Ist gutes Essen wirklich teuer? ‚Versteckte Kosten‘ unserer Ernährung in Deutschland.“ des Öko-Instituts (download) -   Pressemeldung -10.09.2014 / Haufe - 15.10.2014  link

Zwiebeln sind in Indien weit mehr als ein ordinäres Gemüse, besonders dann, wenn ihr Preis steigt. Kaum ein Gericht in der indischen Küche kommt ohne den pikanten Geschmack der Knollenfrucht aus, weshalb sie im Ruf steht, Regierungen zu Fall zu bringen. Zwiebeln sind das billigste Gemüse auf dem Markt. "Wer ein Brot und eine Zwiebel hat, der kann nicht verhungern", lautet ein indisches Sprichwort.
(TAZ - Preissteigerung 27.12.2010 - politische Unruhen - Wiener Zeitung - Wirtschaft<Schweiz> )

(Historisch - Teurungsrevolte in Wien 17.9.1911) (Das rote Wien)

auch Angebotssteuerung - Handelsregeln.
Ein wichtiges agarpolitisches Ziel ist die Einkommenssicherung der Landwirte; es gibt Festlegungen der Erzeugerpreise; Abnahme-Garantien;  Steuern für Betriebsmittel (Agrardiesel). Der Agrar- und Ernährungsbereich ist einer der bedeutendesten Wirtschaftsbereiche (jeder Mensch benötigt jeden Tag Lebensmittel). Historisch betrachtet, ist die Nahrungssicherung das wichtigste agrarpolitische Ziel. (Agrarmarkt-Verhandlungen; Welthandelsordnungen; Rohstoffbörsen für Agrarproukte)

Lebensmittel in Deutschland sind sehr preiswert. Die "Umrechnungs"-Werte - "wie lange muss man arbeiten", um sich  xy kaufen zu können" werden immer günstiger. (CHART - Kaufkraft pro Lohnminute) - (Chart - 1970-2004) (Entwicklung der Lebensmittelpreise 1995-2005) (Lebensmittelpreise 2008) Der Getreideerzeugerpreis macht nur ca 2% des Brotpreises aus; oder 0,5cent pro Brötchen.
Internationaler Vergleich z.B. über den Big-Mac-Index (wikipedia) (Kaufkraft einer Währung)
(Kaufkraftvergleich Informationen  NZZ, 17.09.2015)
The BigMac Index. The Economist 13.07.2017
- Big-Mac-Index - Artikel des Tages bei wikipedia 11.01.2019

Entlang der Nahrungsproduktionskette (Chart - Ernährungssysten) wächst der "Mehrwert" der Produkte, bis er  schließlich zum End-Verbraucherpreis wird. Die Produktionskosten werden durch lebensmitteltechnologische Innovationen; Automatisierung;verbesserte effizientere Lagerung  (Technologie; Logistik; z.B. die rollende LkW-Lager; just in time) ebenso beeinflusst, wie von wirtschaftsorganisatorischen Entwicklungen;  der Konzentration auf allen Ebenen (die "Großen" schlucken die kleinen Betriebe). ; die Konzentration im Lebensmittelhandel; die dortigen Kostensenkungen (einfachere Angebotsformen - Diskounter) u.v.a . Der hohe Wettbewerbsdruck (auf Agrar-Rohstoffbörsen; die Kraft der großen Agrar-Multis, der globalen Handelsketten usw) ist ein weiterer Preisgestaltungsbereich. Es zeigt sich sehr oft, dass die Erzeuger (die Landwirte) nur einen geringen Anteil am Gesamterlös erhalten. Es stellt sich die Frage, nach dem gerechten Preisen (Sozialverträglichkeit, soziale Werte). (Beispiel Preiszusammensetzung - Tasse Kaffee (CHART)
Preisentwicklungen einzelner Lebensmittel, wie Fleisch, Milch, Getreide usw sind relativ stabil; größere Schwankungen werden immer noch bei Obst und Gemüse (Saisonal, schwankende Erntemengen) beobachtet. (Preise in Deutschland). Aktuelle (2009_2010) Preiskämpfe betrafen Milch (+Butter) Butterpreise- Milchpreise (von 1950-2009) (Chart ZMP - Tiefstand)  (Milchpreis - Graphik TAZ ) (Erzeuger- Laden - Preis - zw. 2007 und 2008). Aktuelle Spekulationen um Agrarrohstoffe betreffen den spanischen Schinken, chinesischen Knoblauch u.v.a.m.
(Food Price Index Informationen der FAO - link)
(Preis/Einkommen-Relationen - welche Arbeitszeit notwendig um ein Produkt zu kaufen / Nestle Zukunftsmagazin Good - 2013 <download> )

Die Verteilung der Lebensmittel - der Lebensmittelhandel - hat vor alllem bedingt durch die Konzentrationsprozesse - eine Schlüsselstellung im Agribusiness. Hier werden die Preise in weitem Maße bestimmt .

Der Verbraucher hat ebenso einen Einfluß, die "Schnäppchen"-Jäger-Mentalität wird durch entsprechende Marketingmaßnahmen gefördert (Slogan - Geiz ist geil). Doch auch hier spielt die Besonderheit der Ernährung eine wichtige Rolle. Es gibt die natürlichen Sättigungskurven in der Nachfrage; durch Überfluß - Überernährung. Die Verdrängungswettbewerbe laufen; einerseits wird gehofft  durch Verbilligung (Downgrading) höheren Umsatz (Gewinn) zu erreichen. Dadurch wird die Qualität und die Marke billiger. Die alternative Strategie ist gerade darauf bedacht "Marke" und "Qualität" zu verbessern (Upgrading), und es gibt Zielgruppen die Mehrpreis dafür zahlen, doch in welchem Umfang ist die Frage (Zahlungsbereitschaftsstudien). (Marketingziele - z.B. durch viele Innovationen, Diversifizierungen - "Satte wieder hungrig zu machen").

- Downgrading: Billiger als besser verkauft?  Pressemitteilung der www.vzhh.de 23.02.2018 (download - Downgrading-Liste) (ref. Lebensmittelindustrie spart an wertvollen Zutaten. Gourmet-Report 15.03.2018)

Das Preisbewußstein der (deutschen) Verbraucher ist einerseits relativ hoch - Beachtung von Sonderangeboten (Schnäppchen), andererseits zeigen sich relativ geringe Preiskenntnisse, dies ist auch nicht verwunderlich bei der Überfülle von Produkten (Supermarkt >10.000 Artikel); (Kaufverhalten - Preis)  Das Preisbewußtsein ist sehr differenziert zu betrachten, es ist bei den verschiedenen Menschen/Verbraucher-Typen recht unterschieldlich.  (Dialego-Umfrage - Beachtung von Sonderangeboten) (Preiskenntnis relativ gering (Studie: Ahlert scan vorhanden). Gesichtspunkt der realerPreis vs. "gefühltem" Preis; Messung von Preisbewußstein (Position des Preiswertes im Vergleich zu anderen Lebensmittel-Werten) Studien - Preisbewußtsein Deutschland - Europäische Länder (Publikation - TNS) (TNS Geiz is Geil Studie) Consumer Index 2005 GfK Europa (Preis, Qualität, Convenience)  (Presseinfos)    (Essen und Trinken GfK 2004)

Die ursprünglichen wirtschaftlichen Regeln von der Preis-Elastizität (billigere Preise - höherer Konsum) gelten heute nur noch sehr eingeschränkt (Ernährungsverhalten - Preis). Es gibt sehr merkwürdige Phänomene. Der niedrige Preis (Sonderangebote) ist attraktiv, doch billige Lebensmittel haben für viele kein gutes Image (sozialer, kultureller Wert), es gibt weiterhin teuere Marken, Prestige und Luxus-Produkte in jedem Lebensmittelbereich. Als ein Beispiel das Trinkwasser: Das deutsche Leitungswasser (kommunale Versorgung) hat eine sehr hohe Qualität - es ist sehr preiswert. Doch es wird kaum getrunken, sondern das Mineralwasser; und dabei gibt es nochmals weitere Zusätze und Luxus-Produkte (Gourmet-Mineralwasser). Marketing fördert Erwerb zu Produkten mit Zusatznutzen (z.B. auch Convenience)

Beachtung des Preises bei Lebensmittelkaufentscheidungen (lt. NVS-II Ergebnissen; Kap 7.8 - nur mittlere Position, in Bezug zu anderen Werten). Lebensmittel stellen  typische Verbrauchsgüter (Alltagsgüter) dar. Das Kaufverhalten besteht aus routinierten Handlungen; das relvante Set der Handlungen liegt fest (Einkaufszeiten; Orte usw.) Entscheidend sind nicht "neue" Informationen; sondern praktische; aus dem "Set der Voreinstellungen / Vorerfahrungen)" werden Angebote am Verkaufsort (POS) beachtet (Labels, Plakate usw) (leichte Erreichbarkeit - Parkplatz; Regal-Augenhöhe usw.; keine Wartezeiten an der Kasse)  (Such- und Erfahrungseigenschaften)bei gleichen Situationen (Geschäftstypen). Am Verkaufsort erfolgt die Entscheidung zwischen (bekannten) Produktalternativen; ein vorhandener niedriger Preis (Sonderangebot) sitdann ein wichtiger Stimulus.

Als (noch) zu gering sind die Kenntnisse (Beachtung, Wertschätzung) zur Zusammensetzung der Lebensmittelpreise zu beurteilen; ebenso sind die Kenntnisse über die Verdienste (Wert der Arbeit) der einzelnen Beteiligten in der "Lebensmittelkette" gering. Die Erlöse der Landwirte, die Entlohnung der landwirtschaftlichen Erntehelfer; der Verkäuferin; des Kochs, des Küchenhelfers,  die Zahlungsbereitschaft (der Verbraucher) am Imbißstand, in der Betriebskantine und in der gehobenen Gastronomie; die Wertschätzung der Hausarbeit (Zubereitung von Speisen im Haushalt). (dazu z.B. Hinweise - Karlsruher Ernährungspyramide - Ernährung und Haushalt - Poster - Ernährung und Geldausgaben - Poster).

Preis der Lebensmittel in Bezug auf Nährwert - Was kosten die Nährstoffe in den Lebensmitteln; z.B. Drewnowski A, Rehm CD (2013) Vegetable Cost Metrics Show That Potatoes and Beans Provide Most Nutrients Per Penny. PLoS ONE 8(5): e63277. doi:10.1371/journal.pone.0063277 (15.5.2013) 

Weitere Aspekte zum Wert der Lebensmittel (sind im Vorbereitung, Material vorhanden) - Geschichte der Lebensmittelpreise /  Tauschwerte - Schwarzhandel - in Notzeiten (z.B. Stadtbevölkerung hungert - geht aufs Land; Bauern haben Vorräte) - teuerer Zucker - heute das billigtse Lebensmittel
Preisschwankungen - saisonale Zyklen (vor allem früher) (Welternährungsinformationen - Exportpreise (OLT94 Abb 7) / Kasten 14 (Geschichte - Preise) /  

Gierl – Beeinflussung der Preiswahrnehmung – Planung + analyse 4/2004
Geiz ist geil / Glosse von W Siebeck zu dieser Studie

Gebrauchswert(abschätzung) ("Nützlichkeit") von Lebensmittel (selten verwendet; stammt aus der Ökonomie - Ermittlung von Preisen usw.; Ulbricht - in OLT 125)

Geschichte der Preise + Hungerkrisen (Download)

Hirschfeld,J.: Dimension Wirtschaft: externe Effekte und Kosten im Bereich Ernährung, S.68-75 in Hoffmann, I., Schneider, K., Leitzmann, C (Hrsg). Ernährungsökologie -komplexen Herausforderungen integrativ begegnen. oekom-verlag, München - (Kosten entlang der Nahrungskette, Boden, Betriebsmittel u.v.a. ; Folgekosten / externe Kosten - Umweltschäden, im Boden, im Wasser, in Luft usw.; )
Carolan, M.: Cheaponomics. Warum billig zu teuer ist. oekom-Verlag, 2015

 (s. Agribusiness)

Historisch:
Sonderausstellung im Museum für Brotkultur Ulm: "Tödliche Geschäfte. Spekulation mit Lebensmitteln. (12.9.-11.11.2012) (Flyer: Download)

Erinnerung an "September-Weizen" - Dokumentar-Film von Peter Krieg (1980)(Lesebuch dazu Der Mensch stirbt nicht am Brot allein : vom Weizen zum Brot zum Hunger ; Lesebuch zum Film "Septemberweizen", Frankfurt am Main : Zweitausendeins; 1984) (darin Publikation - OLT82