Fast in jeder Stadt gibt es  Einkaufszentren (Shopping Centres) (amerik. Shopping Malls) mit vielen Geschäfte unter einem Dach.
Sie sind nicht  außerhalb der Innenstädte - auf der grünen Wiese - wie die großen Supermärkte (Hypermärkten) - sondern in der Innenstadt - die Einkaufstrassen der Städte "münden" in diese Malls bzw. die Malls öffnen sich zu der Stadt.
(wikipedia - Shopping Mall Einkaufszentren )
Die Geschichte der Shopping Center beginnt in den USA, an Straßen-Achsen eröffnen viele große Geschäfte, die dann quasi ein gemeinsames Dach erhalten. Erstes solches Shopping Center wurde in Edina, Minnesota, 1956 gebaut; es war die Southdate Mall, die der emigrierte Wiener David Grünbaum (der sich in Amerika Green nannte).
- Bellis, M.: The History of Shopping Malls. link bei www.thoughtco.com 31.03.2018 -
In Deutschland wurde 1964 das Main-Taunus-Zentrum eröffmet (Center-Zeitung zum 50.Geb; Sep.2014 - link) (FAZ 02.05.2014) , und 1967 das Donau-Einkaufszentrum Regensburg, sie lagen am Rande von Großstädten. 
Danach kamen die Shopping Centers in die Cities; das heute führende ECE-Projektmanagement. Das erste Shopping-Center war das Franken-Zentrum (website) (eröffnet am 23.10.1969 in Nürnberg-Langwasser, es folgte1970 das Alstertal-Einkaufszentrum in Hamburg-Poppenbüttel. Heute gehören 196 ECE-Center mit 19.500 Shops (2014).
Shoppingcenter und Kaufhäuser:  Die nächsten Dinosaurier (Helmut Frei: Stuttgarter Zeitung 06.09.2014)

Die Malls verfügen über eine Mietfläche von mindestens 10.000 Quadratmetern. 1965 existierten in Deutschland 2 Shopping-Center. Laut dem Kölner Eurohandelsinstitut EHI gab es bis Ende 2008 414 Malls in Deutschland. Bis Ende 2010 wird mit 450 Shopping-Centern gerechnet, mit dann voraussichtlich insgesamt 13 Millionen Quadratmetern Einkaufsfläche.
Die Betreiber: Die drei größten Betreiberunternehmen in Deutschland sind ECE (wikipedia), Metro und mfi (wikipedia). Allein das größte Unternehmen ECE betreibt in Deutschland 79 Shopping-Center mit einer Mietfläche von 2.344.965 Quadratmetern (Stand 2008). Die Länder: Die höchste Flächendichte von Malls existiert in Brandenburg. Dort kommen auf je 1.000 Einwohner 301 Quadratmeter Einkaufsfläche, in Bremen 295, in Sachsen-Anhalt 280. Das Land mit der geringsten Fläche pro 1.000 Einwohner ist Niedersachsen (57 Quadratmeter). Die meisten (60) Zentren gibt es in NRW, gefolgt von Bayern (42) und Sachsen (41).

http://www.taz.de/1/archiv/print-archiv/printressorts/digi-artikel/?ressort=sw&dig=2009%2F04%2F21%2Fa0126&cHash=344e8c3400

Malls an Bahnhöfen - wie z.B. Leipzig
Karlsruhe
Neunkirchen -Saarpark - www.saarpark-center-neunkirchen.de
Stuttgart - Königsbau (website) bei www.ece.de 

 City Centers ECE - http://www.zeit.de/2006/44/Innenstadt_zu_verkaufen  (im Archiv)

Das Sterben der Warenhäuser - TAZ - 24.92009

Frei, H.: Tempel der Kauflust,  SWR2 Wissen - 09.12.2014 (download)

Die neue Hauptziele der Besucher einer Großstadt sind die Einkaufscenter (City Centers – Shopping Malls), nicht mehr die Kirchen, Marktplätze, Theater usw. Es sind die „Stadttore“ – dort wird die Kaufkraft abgeliefert. Das Erscheinungsbild wird jedoch immer ähnlicher, die Shops und die Angebot immer gleicher; eigentlich gibt es nicht mehr Originelles im Angebot. Man bräuchte nicht in eine andere Stadt fahren (Städte-Tourismus). Es gibt Anchor-Mieter (z.B. Saturn, Rewe), die richten Anchor-Stores ein, die es praktisch in jedem Center gibt. Es gibt zwar auch einige kleine Geschäfte, die jedoch auch zu Ketten gehören.
Sie sind mitten in der belebten Stadt; man kommt leicht in die Stadt (Knoten von Parkhäusern; U-Bahnen usw); sie sind in den Fußgängerzonen der Cities; weniger (wie häufig in Amerika – außerhalb der Stadt; Malls auf der grünen Wiese).
Attraktion der abgeschlossene Raum, privater und vornehmer Touch („Kathedralen des Einkaufs). Menschen verhalten sich anders als auf der Strasse, z.B. wirft weniger weg (Zigarettenstummel z.B.); Menschen sind die Gäste des Centers. Sie werden nicht von aussen (Wetter, Klima, usw) gestört, sondern innen wird für die Konsumenten alles ins rechte Licht gerückt. 

 „My Zeil in Frankfurt, an Höhe, Weite, Raumverschwendung, Konsum- und Unterhaltungsangebot das City-Center schlechthin, besitzt mit 48 Metern die längste Rolltreppe Europas. Diese Jakobsleiter schiebt den Kunden in den Himmel, wo er sich in einem Panorama aus Kirchendächern, alten Palais und Hochhausfenstern wiederfindet. Das Schlaraffenland für den Magen liegt in Frankfurt auf höchstem Niveau. Jeder Bissen, den man im obersten Stockwerk zu sich nimmt, wird zur Kommunikation mit den alten wie neuen Machtsymbolen der Stadt, den Kirchen von einst und den Bürotürmen von heute. Das Tête-à-tête von Privatperson und Wirtschaft ist das Glücksgefühl der Essenspause, die im City-Center auf jeden Fall eingelegt werden soll.“

„Neben dem Notwendigsten, was man braucht, findet sich daher viel Überflüssiges: Biokosmetik, Luxuselektronik, Badespaß. Das eigentliche Lockmittel dieses Marktes aber, der kaum je teure Ware anbietet, ist nicht die Ware selbst, sondern der Preisnachlass. Der rot durchstrichene Normalpreis illuminiert das Konsumparadies und macht den Besuch zum unvorhergesehenen Ereignis. Konsumglück kann nur durch Preisnachlass erreicht werden, denn Überraschungen anderer Art sind im City-Center nicht vorgesehen.“
(Zitate - Hannelore Schlaffer – Shopping Malls in Stuttgart, Einkaufszentren auf dem Vormarsch; Stuttgarter Zeitung 29.11.11 – link
Hannelore Schlaffer: Die Faszination der City-Center. Konsumtempel.
Hannelore Schlaffer: Die City. Staßenleben in der geplanten Stadt. zu Klampen-Verlag, Springe 2013    (Perlentaucher)

Stuttgarter Zeitung 23.11.11, (abgeschlossen – privat; Marmor-Prestige; / Stuttgart bald drei – Schloßplatz / Paulinen Brücke; / Bahnhofsgelände – ECE) Kultur / Umland verödet – alle möglichst schnell in Stadt – City-Centers 

Deutschlandkarte - Shopping Centers - Die Zeit 2011_18

- Shoppingcenter Performance Report von www.ecostra.com ⇒  Das Einkaufszentrum Lago in Konstanz ist das erfolgreichste deutsche Einkaufszentrum. Den besten Foodcourt hat das CentrO Oberhausen. (link bei www.dfv.de 21.09.2017)
Food&Beverage Einheiten (F&B) - Restaurants, Snack-Stationen, Coffee-Shops, Saftbars usw sind  vermehrt in Einkaufszentren zu finden (Shopping - Erlebnis - Soziale Kontakte) - Verbindung zwischen Einkaufen und Essen - Erfolg für Shopping-Zenter "Mit Essen und Trinken Kundengewinnen" LZ Nr.39/29.09.2017 (Pressemitteilung von www.cushmanwakefield.de 29.06.2017)

(Bericht - aus den USA - DieZeit - Nr.17 - 16.4.2009 -"Mall zu Fuß gehen"
Mall of America in Bloomington - www.mallofamerica.com (wikipedia )
500 shops - 42 Mill Besucher im jahr
morgens - Gesundheitsaktionen - Mall Walking usw
Mall zu Fuß gehen. Susann Sitzler in DIE ZEIT, Nr.17 16.04.2009 

Surrogat der Stadt. Freitag 21.07.2016 Architektur Es können noch so viele Einkaufszentren in Schönheit sterben – das Prinzip Shoppingmall ist nicht totzukriegen.
Lennart Laberenz World of Malls. Architekturen des Konsums - Katalog (bei www.hatjecantz.de ) der Austellung im www.architekturmuseum.de - der TU München (14.07.-18.10.2016) "World of Malls. Architekturen des Konsums (link) (ref. Radio BR2 14.07.2016)

Das langsames Sterben der Shopping Malls in den USA. Tagesschau 17.08.2018 (In den 1990ziger Jahren war die Hochzeit der Malls - es gab ca 1500 - heute nur noch knapp 1000) (link bei www.tag24.de 09.08.2017)
- You Toube - Serie "Dead Mall Series" - 

Waskow, F., Rehaag, R.: Globaler Ernährungswandel zwischen Hunger und Übergewicht. S. 143-165 in Ploeger, A., Hirschfelder, G., Schönberger, G.:Die Zukunft auf dem Tisch. Analysen, Trends und Perspektiven der Ernährung von morgen. VS Verlag, Wiesbaden; 2011 (Tagungsband - des www.ak-esskultur.org - Wild-Stiftung) - (google books) (dort Graphik auf  S.148 - "Supermarketing"  - Zunahme der Supermärkten in allen Ländern)