Die Hochdruckpasteurisierung ist ein physikalisches Verfahren zur Konservierung von Lebensmitteln. Andere Namen sind
"Hochdruckbehandlung", " Ultra-Hochdruck-Behandlung", "UHP", High Pressure Processing (HPP) und Pascalization (wikipedia).
Ziel ist es, mit diesem nichtthermischen ("kalten") Verfahren unerwünschte Mikroorganismen und Enzyme zu inaktivieren, ohne Qualitätsverluste in Kauf nehmen zu müssen, wie sie bei Anwendung von Hitze auftreten. Die sensorische und ernährungsphysiologische Qualität soll bei hochdruckpasteurisierten Produkten im Vergleich zum unbehandelten Produkt besonders gut erhalten bleiben. (Anwendungen; Obstsäfte, Fleisch, u.a.)

Hochdruck-Behandlung zur Keimverminderung in Lebensmittel wurde zuerst in Japan entwickelt, doch auch in Deutschland gibt es entsprechende Forschungsarbeiten (MRI - link) (BLE-Projekt).
Die EU födert ebenfalls entsprechende Projekte (lnk).

Ziel ist es daher, Hochdruckverfahren zum Entkeimen verpackter Lebensmittel einzusetzen und dafür geeignete Verpackungen zu entwickeln. Im Vergleich zur thermischen Pasteurisierung hat die Hochdrucktechnologie den Vorteil, dass wert gebende Inhaltsstoffe wie Vitamine, Aromen und sekundäre Pflanzensstoffe erhalten bleiben. Außerdem soll die Hochdruckbehandlung die Haltbarkeit von Lebensmittel verbessern, ohne deren sensorische Qualität zu beeinträchtigen. Mehrere Forschungseinrichtungen werden das Projekt im Verbund mit lebensmittelverarbeitenden Firmen durchführen und die Hochdrucktechnologie zunächst an Fruchtsäften und Fischprodukten testen. Das Verfahren soll sich aber auch zur Behandlung anderer leichtverderblicher Lebensmittel wie Milch und Fleischprodukte eignen. (BMELV fördert Einsatz von Hochdrucktechnologie in der Lebensmittelerzeugung mit 1,7 Millionen Euro (BMELV-Pressemitteilung 1.12.2009)

Europäische Studie zur Akzeptanz - (OLT 212i S.30-34)

Informationen
- Hochdruckpasteurisierung - Verbraucherinformationen Bayern

BML-BMELV_BMEL