Das Individuum Mensch ist biologisch und sozial geprägt.
Die biologische Abstammung (Eltern, zurückligende Generationen) ist für ernährungs(epidemiologischen) Studien ein relevanter Faktor. Die Ermittlung erfolgt meist durch eine entsprechende Befragung. Dabei werden neben Fragen nach der Stammes-Zugehörigkeit ("tribe") der betreffenden Person (und/oder seiner Eltern und weiterer Vorfahren), auch die Angaben zur Nationalität (bei Geburt) bzw. Staatsbürgerschaft, sowie die Hautfarbe herangezogen.

Der Geburtsort - die Lebensräume im weiteren Leben - schaffen die soziale Prägung (Speisevorlieben der "Heimat"; was Großmutter kochte, usw.).  So ist die Frage/Antwort zur Nationalität (Staatsangehörigkeit; Eintrag im Ausweis/Pass) nicht immer ausreichend. Aktuelle Migration und Mobiltitä; unterschiedliche schnelle Erlangung der Staatsbürgerschaft (Interessen des "Empfänger"-Landes; viel im Sport) (Gruppe der Migranten; In-Betweens).
(Hinweis - auch Nachnamen können auf "Migrationshintergründe" hinweisen; z.B. slawische Namen im Ruhrgebiet - Arbeitsmigranten in der Montanindustrie; früher Szepan  heute Lukas Podolski)
Vornamen - geben Hinweise auf Zeit, Trend, "Werte" der Eltern (Familie) im Internet - http://lexikon.beliebte-vornamen.de/ (zeigt auch Wandel in den letzen Jahrzehnten - bis 1890)
Verbraucher differenziert nach Alter  (Historische Bilder - Stufenalter der Menschen; des Mannes) (weiteres im Archiv; und s.u.)

Diese Einteilung ist aus ernährungsphysiologischen Gründen sehr wichtig, da sich mit dem Alter die Ernährungsbedürfnisse ändern. Dies ist nicht kontinuierlich, sondern hat einen charakteristischen Verlauf. So sind die Bedürfnisse in den Wachstumsphasen besonders hoch. Alter repräsentiert die Zeitachse des Lebens. Das Gegenwärtige ist das Resultat des Vergang-enen und wirkt auf das Zukünftige. So differenziert sich das genetisch programmierte Potential von Menschen je nach Lebenserfahrung aus. Mit dem Alter verändern sich auch die Fähigkeiten von Menschen z.B. in ihrem Umgang mit den Lebensmitteln und dem Essen. Analog ändern sich mit dem Alter die gesellschaftlichen Rollen und Positionen, die Rechte, Pflichten und Verantwortlichkeiten.

Die Einteilung in die folgenden sechs Altersgruppen erfolgt nach pragmatischen Gesichtspunkten und stellt einen Kompromiss dar, denn diese Gruppierungen überlappen sich jeweils und werden mit zunehmendem Alter heterogener. (Biographiearbeit in der bewohnerorientierten Hauswirtschaft) - http://www.dghev.de/files/BAGHW_2010_InForm.pdf -- http://www.dghev.de/files/HW_Biografie_Fragebogen.pdf

http://de.wikipedia.org/wiki/Biografie
Hans Georg Ruhe: Methoden der Biografiearbeit. Lebensspuren entdecken und verstehen. Juventa Verlag (Weinheim) 2003. 2. Auflage. 152 Seiten. ISBN 978-3-407-55882-4. 14,50 EUR. Reihe: Edition sozial. http://www.media-mania.de/index.php?action=rezi&id=529&title=Methoden_der_Biografiearbeit

WZB-Mitteilung - Nr.123 - Biographie - Chancen und Risiken im Lebensverlauf Übergänge // Lebenszufriedenheit in Deutschland - http://www.wzb.eu/publikation/pdf/wm123/wm_123_gesamt_o_bilder.pdf

Das Stufenalter (Lebenstreppe) des Menschen  (Infos im Archiv)
http://de.wikipedia.org/wiki/Datei:Stufenalter_01.jpg
- http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/e/e3/Stufenalter_01.jpg
-- http://www.enzyklopaedie-der-neuzeit.de/download/lebenstreppe.pdf
Lucke, C. et al. : Lebenstreppen – oder wie man den Alternsprozess über die Jahrhunderte gesehen hat. Europ.J.Geront.  VOL. 11 (2009) NO. 3-4 - http://www.dggeriatrie.de/download/EJG090304_132_140_Lucke.pdf  (im Archiv)
http://www.dhm.de/ausstellungen/lebensstationen/1_177.htm - http://www.dhm.de/ausstellungen/lebensstationen/1_178.htm
-- http://images.zeno.org/Kunstwerke/I/big/320D125a.jpg 

Ruppert, S.: Die Segmentierung des menschlichen Lebenslaufs am Beispiel der Rechtsprechung des Bundesverfassungsgerichts zu Altersgrenzen. In: Altersdiskriminierung und Beschäftigung. (Hg.) U. Rust, J. Lange und H. Pfannkuche. Evangelische Akademie Loccum, Loccum 2006, 17–29.
Ruppert, S.: Alter im Recht. Rechtsgeschichte 9, 138–148 (2006).
Ruppert, S.: Neues „Jugendrecht“ und Fabrikschutzgesetzgebung im Vormärz. Zur Bedeutung von Normativität für die Entstehung einer Lebensphase. Jahrbuch für Wirtschaftsgeschichte, Bd. 1, 55–75 (2008).
Max-Planck-Institut für europäische Rechtsgeschichte , Frankfurt/Main - Selbständige Nachwuchsgruppe - Lebensalter und Recht (MPG)

Eigene Biographie (Jahrgang 1942)
(Dirk Schwarze: Wir vom Jahrgang 1942 / Kindheit und Jugend – Wartberg-Verlagwww.kindheitundjugend.de )
geboren in Jahren des 2.ten Weltkrieges; Flucht - Hungerzeit nach dem Krieg; enge Wohnung, Lebensmittelkarten; Hamstern; Fringsen ⇒ Mundraub; Schlangen am Lebensmittelladen (wikipedia - Nachkriegszeit)
- 1950ziger Jahre
- 1960ziger Jahre
- 1970ziger Jahre
- 1980ziger Jahre
- 1990ziger Jahre
- 2000er (Nuller)Jahre

(Delius, Friedrich Christian - Schrifsteller - geb 13.2.1943 - z.B. Roman "Der Sonntag, an dem ich Weltmeister wurde" - 4.7.1954 - erschienen 1994 / website - bei www.fcdelius.de )

Biographie steht in enger Beziehung zu dem Ernährungsverhalten/Ernährungsgewohnheiten - Vorlieben/Präferenzen - Mobilität/Lebensräume  (Tolksdorf)
Devine, C.M.: A life course prespective: undestanding food choice in time, social location, and history. J Nutr. Educ Behav 37:121-128 (2005)

 

Thomas Etzemüller Biographien; Campus Verlag, 2012 - Biographien werden von Historikern erforscht, geschrieben oder als Quellen benutzt.  Streifzug durch die historische, soziologische und literaturwissenschaftliche Biographieforschung.