Osteoporose ("weiche Knochen") - durch Mangel an Calcium, Magnesium; Fluorid; Vitamin D (Sonnenlicht) Vitamin K  usw - und auch Mangel an körperlicher Aktivität. (Hemmung der Calcium-Resorption; Phosphate, Oxalate; Alkohol, Fett)

Im Körper eines Erwachsenen sind ca 1200-1500g Calcium.

Es wird geschätzt, dass ca 8 Millionen Menschen (also ca 10%) in Deutschland davon betroffen sind. (EU-48 Millione). (Es gibt in Deutschland jährlich ca 400.000 Knochenbrüche; davon ca 110.000 Oberschenkelhalsbrüche)
Über 6 Millionen an Osteoporose erkrankt.  Pressemeldung 18.10.2017 einer Pharmafirma www.amgen.com -
Weltosteoporosetag (20.10.2017)  - link bei www.eurekalert.org 20.10.2017 ⇒⇒ link bei www.worldosteoporosisday.org   / www.iofbonehealth.org -

Leitlinien des Dachverbandes Osteologie (www.dv-osteologie.org ) - link (download - Entwurf 2014)  (Osteoporose - wenn im Alter die Knochen schwiden, Spiegel - 14.10.2014 )
Das Disease-Management-Programm (DMP) Osteoporose wurde vom Institut für Qualität und Wirtschaftlichkeit im Gesundheitswesen (IQWiG) beurteilt - die Empfehlungen decken fast alle Versorgungsaspekte ab, nur die Rehabilitation fehlt. Pressemeldung bei www.iqwig.de 27.05.2016 (download)

Diagnose (siehe Methoden) - z.B. Knochendichte-Messung

http://www.efort.org/

Osteoporose-Risiko-Test 

Zeitschrift: Osteoporosis international (website)

European Federation of National Associations of Orthopaedics and Traumatology

http://www.derstandard.at/fs/1242317315284/Osteoporose-Poroese-Knochen-viel-zu-spaet-diagnostiziert

Existing Evidence around Foods and Nutrients and Bone Health- Chap.2  in US Dietary Guidelines 2025 und bei Nutrition Evidence Library - NEL

Neue Website aus den USA (NIH - National Institute of Health - www.nih.gov ) - http://www.niams.nih.gov/Health_Info/Bone/default.asp (Meldung dazu -  http://www.nih.gov/news/health/aug2010/niams-12.htm )

Guirguis-Blake, J.M. et al.: Interventions to Prevent Falls in Older Adults. Updated Evidence Report and Systematic Review for the US Preventive Services Task Force. JAMA doi:10.1001/jama.2017.21962- 17.04.2018  ⇔  link bei www.eurekalert.org 17.04.2018  (Sport wichtiger als Vitamin D Supplemente)
- US Preventive Services Task Force: Screening for Osteoporosis to Prevent Fractures. US Preventive Services Task Force Recommendation Statement. JAMA 319(24):2521-2531. doi:10.1001/jama.2018.7498 (26.06.2018) + Screening to Prevent Osteoporotic Fractures: Updated Evidence Report and Systematic Review for the US Preventive Services Task Force.  JAMA 319(24):2532-2551. doi:10.1001/jama.2018.6537(26.06.2018)

Jennings, A. et al. A Mediterranean-like dietary pattern with vitamin D3 (10ug/day) supplements reduced rate of bone loss in older Europeans with osteoporosis at baseline: results of a one year randomised controlled trial.  Am J Clin Nutr  (2018) ⇔ link bei www.eurekalert.org 11.07.2018

Mitchell, P.J. et al.: Life-course approach to nutrition. Osteoporosis International, 2015; DOI: 10.1007/s00198-015-3288-6 (ref. ScienceDaily - 06.10.2015)

Laird, E. et al.:   Greater yogurt consumption is associated with increased bone mineral density and physical function in older adults. Osteoporosis International, 2017; DOI: 10.1007/s00198-017-4049-5. ⇔ Science Daily 10.05.2017; link bei www.foodnavigator.com 16.05.2017.

In many countries, bone health may be at risk due to low calcium intake. link bei www.eurekalert.org 20.04.2018, Pressemitteilung des www.iofbonehealth.org ⇒ Balk, E.M. et al.: Global dietary calcium intake among adults: a systematic review.  Osteoporosis International  Vol 28(12) 3315–3324 doi.org/10.1007/s00198-017-4230-x  (Dec 2017)

Zhao, J.-G. et al.: Association Between Calcium or Vitamin D Supplementation and Fracture Incidence in Community-Dwelling Older Adults. A Systematic Review and Meta-analysis. JAMA 318(24):2466-2482. doi:10.1001/jama.2017.19344 (26.12.2017) ⇔ Calcium, vitamin D supplements not associated with lower risk of fractures.  link bei www.eurekalert.org 26.12.2017 ; link bei www.heilpraxisnet.de 28.12.2017 (ref. Südd Ztg 04.2018)

Informationen der DGE  - http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=249 -  

Beratungspraxis 06/2000 -   Frage: Welche Rolle spielt die Ernährung bei der Osteoporose?

Antwort: Eine calciumreiche Ernährung und eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr sowie reichliche körperliche Bewegung können einem gesteigerten Knochenabbau entgegenwirken und den Betroffenen mehr Lebensqualität geben. Besonders in der Prävention der Osteoporose spielen Ernährungsmaßnahmen eine wichtige Rolle. Von großer praktischer Bedeutung ist die Vermeidung von Untergewicht. Des Weiteren ist die Versorgung mit Calcium wichtig, die sowohl bei Jugendlichen als auch Senioren häufig unzureichend ist. 

Neu ist das Krankheitsbild der Osteoporose nicht. Es wurde früher als unabwendbare Alterserscheinung, nicht als Krankheit, eingestuft. Die Osteoporose gilt heute als eine der wichtigsten "Volkskrankheiten" mit überwiegender Manifestation in der 2. Lebenshälfte. In Deutschland leiden etwa 6 bis 8 Millionen Menschen an dieser Krankheit. Durch die steigende Lebenserwartung nimmt die Zahl der an Osteoporose Erkrankten ständig zu. Osteoporose tritt am häufigsten bei älteren Frauen nach der Menopause auf. Die hormonelle Umstellung in dieser Lebensphase hat einen wesentlichen Einfluss darauf. Auch bei Männern verringert sich mit zunehmendem Lebensalter die Knochensubstanz. 

Die Ursache wird als ein multifaktorielles Geschehen vor dem Hintergrund einer genetischen Disposition gesehen. Einige weitere Risikofaktoren, die den Knochenverlust begünstigen, sind: Fehl- oder Mangelernährung (Unterversorgung mit Calcium, vor allem in jungen Jahren), Hormonmangel (menopausal eintretende verminderte Östrogenproduktion) und Bewegungsmangel. Selten liegt einer Osteoporose als Ursache eine organische Erkrankung zugrunde. Diagnostiziert wird die Osteoporose durch eine Knochendichtemessung (BMD = bone mineral density). 

Der Knochen ist ein lebendiges Gewebe, das ständigen Umbauprozessen unterliegt. Innerhalb von 5 Jahren wird die Hälfte des Knochengewebes erneuert. Im Kindes- und Jugendalter überwiegt der Knochenaufbau, im jungen und mittleren Erwachsenenalter liegt eine ausgeglichene Bilanz vor. In der Regel ist im Alter von 30 Jahren die optimale Knochendichte erreicht. Im dritten Lebensabschnitt überwiegen häufig die Knochenabbauprozesse. Eine Unterversorgung mit Calcium in jungen Jahren geht im Alter immer mit einem über der Norm liegenden Knochenabbau und einer gesteigerten Knochenbrüchigkeit einher. Der Verlust ist zumindest in Teilen reversibel, da auch Senioren bei entsprechenden Maßnahmen noch Knochenmasse aufbauen können. 
Eine Optimierung der maximalen Knochenmasse in jungen Jahren sowie eine Minimierung der Knochenabbaurate im Alter sind wichtige Zielvorgaben zur Vorbeugung einer Osteoporose. Ein schlanker Habitus und die damit einhergehende geringe Körper- und Muskelmasse stellen einen wichtigen Risikofaktor der Osteoporose dar. Besonders betroffen sind junge Frauen mit Essstörungen (Magersucht), aber auch mangelernährte geriatrische Patienten. Der Knochenmineralgehalt ist weiterhin bei einer Unterversorgung mit Calcium vermindert. Hierdurch wird der Knochen brüchiger. Dem kann durch ausreichenden Verzehr calciumreicher Lebensmittel vorgebeugt werden. Für die optimale Höhe der Calciumzufuhr existiert ein altersabhängiger Schwellenwert. Wird dieser Wert überschritten, hat das keine zusätzliche positive Wirkung auf die Calciumbilanz oder den Knochenmineralgehalt. Vielmehr wird der Überschuss mit dem Stuhl und in geringem Maße mit dem Harn wieder ausgeschieden. Die empfohlenen Referenzwerte für die Zufuhr an Calcium liegen bei Kindern (10 bis 15 Jahre) bei 1 100-1 200 mg pro Tag, bei Jugendlichen (15 bis 19 Jahre) bei 1 200 mg und bei Erwachsenen bei 1 000 mg pro Tag. Mit einer täglichen Verzehrsmenge von 2 Scheiben Edamer (50 g), 1 Becher fettarmem Joghurt (150 g), 1 Glas fettarmer Milch (150 ml), 1 Portion Brokkoli (200 g) und ½ l calciumhaltigem Mineralwasser kann die empfohlene Zufuhr von 1 000 mg Calcium für den gesunden Erwachsenen erreicht werden.
Zu beachten ist hierbei, dass eine unzureichende Versorgungslage an Vitamin D, die besonders häufig bei Senioren festgestellt wird, die Calciumausnutzung aus dem Darm verschlechtert. Darüber hinaus führt ein Vitamin-D-Mangel zu einem verminderten Muskeltonus sowie zu herabgesetzter Muskelkraft. Hierdurch ist das Risiko zu stürzen, erhöht. Eine adäquate Vitamin-D-Versorgung kann die Frakturrate verringern. Neuerdings wird auch diskutiert, dass eine unzureichende Vitamin-K-Versorgung das Osteoporoserisiko steigert. 

Ernährungsempfehlungen für die Praxis
1. Auf eine bedarfsgerechte Energie- und Proteinzufuhr ist zu achten. Untergewicht ist zu meiden, Reduktionsdiäten sollten nur bei ernährungsmedizinischer Indikation durchgeführt werden.
2. Erforderlich ist eine calciumreiche Ernährung mit 1 200 bis 1 500 mg Calcium pro Tag. Fettarme Milch und Milchprodukte sind in jedem Lebensalter gute Calciumlieferanten.
3. Bevorzugt calciumreiches Gemüse wie Brokkoli, Fenchel, Grünkohl und Lauch verzehren. Kohlgemüse, grüne Blattgemüse sowie Kopfsalat sind ebenfalls gute Lieferanten für Vitamin K. In der Praxis ist auch die Verzehrsmenge eines Lebensmittels zu berücksichtigen. So trägt beispielsweise Petersilie, trotz ihres hohen Calciumgehalts, aufgrund geringer Verzehrsmengen, kaum zur Calciumversorgung bei.
4. Calciumhaltige Mineralwässer (> 150 mg Calcium/l) können ebenfalls zur Bedarfsdeckung beitragen. Empfehlenswerte Getränke sind auch mit Calcium angereicherte Fruchtsäfte. 3-4 Tassen Bohnenkaffee können täglich getrunken werden. Ein darüber hinausgehender Kaffeekonsum steigert die Calciumausscheidung über die Nieren.
5. Speisen können auch mit Magermilchpulver angereichert werden (z. B. gebundene Suppen, Soßen, Cremes, Kartoffelpüree). 10 g Magermilchpulver enthalten 130 mg Calcium. Bei Milchzuckerunverträglichkeit ist der DGE-Beratungs-Standard "Laktoseintoleranz" zu berücksichtigen.
6. Die Calciumzufuhr sollte auf mehrere Mahlzeiten über den Tag verteilt werden. Insbesondere ist auf eine calciumreiche Spätmahlzeit zu achten, da hierdurch die nächtlichen Knochenabbauprozesse reduziert werden können.
7. Bei älteren Menschen ist eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr sicher zu stellen. Durch den Verzehr von 2 Fischmahlzeiten pro Woche ist eine ausreichende Vitamin-D-Zufuhr möglich. Fettreiche Seefische wie Hering, Lachs, Makrele, Heilbutt, Sardine und Tunfisch sind wegen ihres höheren Vitamin-D-Gehaltes unter Berücksichtigung der im Rahmen der Gesamtkost angelieferten Energiemenge zu bevorzugen.
8. Auch auf genügend Bewegung, möglichst im Freien, ist zu achten. Durch die Einwirkung von Sonnenlicht auf die Haut kann der Körper Vitamin D bilden, das für die Calciumaufnahme im Körper wichtig ist. Bewegung kräftigt nicht nur die Muskulatur, sondern stimuliert auch den Knochenaufbau. Eine Vitamin-D-Substitution ist nur auf ärztliche Verordnung vorzunehmen.
9. Die Kochsalzaufnahme ist auf 5 bis 6 g pro Tag zu beschränken, da Natriumchlorid dosisabhängig die Calciumverluste über die Niere erhöht. Salzreiche Lebensmittel wie gepökelte, geräucherte Fleischerzeugnisse, gesalzene Nüsse oder Salzgebäck sind zu meiden. Wenn Salz verwendet wird, dann jodiertes Speisesalz.

Betroffene und Angehörige können sich an folgende Adresse wenden: 
Bundesselbsthilfeverband für Osteoporose (BfO) e. V., Kirchfeldstraße 149, 40215 Düsseldorf -http://www.bfo-aktuell.de/

Quellen:
1. Deutsche Gesellschaft für Ernährung: Referenzwerte für die Nährstoffzufuhr. Umschau/Braus Verlagsgesellschaft, Frankfurt/M (2000) 159-164
2. Zittermann A: Osteoporose aus ernährungswissenschaftlicher Sicht. VitaMinSpur 15 (2000) 22-27
3. Zittermann A: Osteoporose. In: Kluthe R (Hrsg): Ernährungsmedizin in der Praxis. Spitta Verlag, Balingen (1999) Kap. 3/15.1ff
4. Zittermann A: Pathogenese und Prävention der postmenopausalen Osteoporose: Teil 1:Diagnose und Pathogenese. Ernährungs-Umschau 44 (1997) 10-13; Teil 2:Präventive Maßnahmen. EU 44 (1997) 51-57
5. Deutsche Gesellschaft für Osteologie (Hrsg): Leitlinien der Deutschen Gesellschaft für Osteologie - Diagnostik der Osteoporose. Osteologie 5 (1996) 162-173
6. Ringe JD: Erkrankungen des Skelettsystems. In: Biesalski HK, Fürst P, Kasper H, Kluthe R, Pölert W, Puchstein C, Stähelin HB (Hrsg): Ernährungsmedizin. Thieme Verlag, Stuttgart (1999) 569-575 

http://www.dge-sachsen.de/site-assistent/cms-admin/user/file_transfer/Abstract_Baerwald_handout_060308.pdf 

http://www.ernaehrung.de/tipps/osteoporose/

Buch: Gut essen bei Osteoporose -   Stiftung-Warentest, 2014

Nach der Menopause - aid aktuell, 20.05.2015

Milch oder Mineralwasser? Was kann vor Osteoporose schützen? - link , 04.06.2015, bei www.heilpraxisnet.de

 Vitamin D-Gabe wird wichtiger (Apotheken-Umschau 1. Juli 2009 - bezug zu Osteoporose / Prof. Johannes Pfeilschifter; Dachverband Osteologie. - http://www.dv-osteologie.org/  - http://www.dv-osteologie.org/dvo_leitlinien/dvo-leitlinie-2009

- Neues Superfood: Mit Vitamin D angereicherte Champignons.  link bei www.heilpraxisnet.de 19.12.2017

 

http://www.osteoporose-deutschland.de/

http://www.osteoporose.org/cms/

http://www.osteoporose.de

http://www.netzwerk-osteoporose.de/

Osteoporosis in Older Adults; US 2005-2008: NCHS Data Brief No.93; April 2012 (Website)


Calcium -Osteoporose - Knochen - Danone-Symposium 2002

 

Am 20.Oktober war der Osteoporosetag (GNTZ 27)  http://www.openpr.de/news/362105/Welt-Osteoporose-Tag.html (auch am 20.10.2017)

 

 

Jutta Semler; Marlias Szwillus: Gesund essen bei Osteoprose.  GU Verlag

Osteoporose muss kein Schicksal sein (Petra Peschel) www.biomagazin.de - Nr.2_2009

 

http://de.wikipedia.org/wiki/Osteoporose

 

<Kanis JA, McCloskey EV, Johansson H, et al. A reference standard for the description of osteoporosis. Bone 42(4) 67–75. 2008. National Osteoporosis Foundation. Clinician's Guide to Prevention and Treatment of Osteoporosis. National Osteoporosis Foundation, Washington, DC. 1–36. 2008. Baim S, Binkley N, Bilezikian JP, Kendler DL, et al. Official positions of the International Society for Clinical Densitometry and executive summary of the 2007 ISCD Position Development Conference. J Clin Densitom 11:75–91. 2008. Looker AC, Wahner HW, Dunn WL, Calvo MS, et al. Updated data on proximal femur bone mineral levels of U.S. adults. Osteoporos Int 8:468–89. 1998. Kelly TJ. Bone mineral density reference databases for American men and women. J Bone Miner Res 5 (Suppl1):S249. 1990.>