Häufigkeit von Rheuma-Erkrankugen - ca 1,5 Millionen Erwachsene in Deutschland leiden an den verschiedenen Formen von Rheuma; mehr im höheren Alter, tritt jedoch auch auch bei Kindern auf (ca 15.000 Fälle).

 

http://www.dgrh.de/

http://www.med1.de/Laien/Krankheiten/Rheuma/Lexikon/

http://de.wikipedia.org/wiki/Rheuma

http://www.rheuma-online.de/

http://www.rheuma-liga.de/home/layout2/index.html

http://www.bgv-rheuma.de/

http://www.eular.org/

Rösch, R.: Arthrose und Ernährung. Ernährung im Fokus Jan/Feb 2018, S.034-043 (Literaturverzeichnis)

Jafarzadeh,S.R., Felson, D.T.: Updated estimates suggest a much higher prevalence of arthritis in US adults than previous ones.  Arthritis&Rheumatology DOI: 10.1002/art.40355 (27.11.2017) -   ⇔ link bei www.eurekalert.org 27.11.2017

Body fat and waist size linked to increased risk of developing rheumatoid arthritis in women. link bei www.eurekalert.org 14.06.2017

Lucas, S. et al.: Short-chain fatty acids regulate systemic bone mass and protect from pathological bone loss. Nature Communications 9; 55 (2018) doi:10.1038/s41467-017-02490-4  ⇔  "Mit Müsli gegen Arthritis".  idw-Pressemitteilung 05.01.2018, link bei www.heilpraxisnet.de 06.01.2018

Khojah, H.M. et al.: Resveratrol as an effective adjuvant therapy in the management of rheumatoid arthritis: a clinical study. Clin Rheumatol doi.org/10.1007/s10067-018-4080-8(03.04.2018) (ref. Gourmet-Report 10.11.2018)

In Deutschland haben geschätzt rund 20 Millionen Menschen eine „Krankheit des rheumatischen Formenkreises“. Die richtige Ernährung hemmt die Entzündungen. TAZ 01.09.2018

(immer wenn "schlechte" Heilung durch die konventionelle Behandlung, werden alternativen gesucht, darunter auch Ernährung, verschiedene Diärformen,  für Rheuma gibt es:

DGE bestätigt Empfehlungen zur Rheumadiät

DGE-aktuell 02/2008 vom 03.06.2008

(dge) Patienten mit entzündlichen rheumatischen Erkrankungen können ihre Therapie mit einer ergänzten laktovegetabilen Ernährung aktiv unterstützen und den Langzeitverlauf verbessern: Grundlage ist eine vegetarische Kost mit viel Gemüse und Obst sowie dem täglichen Verzehr von fettreduzierter Milch und fettreduzierten Milchprodukten. Diese Ernährung wird idealerweise 2-mal wöchentlich durch Seefisch ergänzt. Dafür stehen fette Fleisch- und Wurstsorten am besten selten oder nie auf dem Speiseplan. Gleiches gilt für alkoholische Getränke. Übergewichtige Patienten sollten ihr Körpergewicht normalisieren.  

Die Ernährungstherapie ist eine bedeutsame Ergänzung der medikamentösen Therapie und sollte gleichzeitig mit ihr begonnen werden. Der Effekt der Ernährungstherapie setzt nach 3 Monaten ein und verstärkt sich im Verlauf von 12 Monaten. Nach ärztlicher Verordnung eingenommen, können auch Supplemente mit langkettigen n-3 Fettsäuren bzw. Fischöl entzündliche Gelenkbeschwerden effektiv lindern.

Ausführliche Fachinformationen mit aktuellen Ergebnissen wissenschaftlicher Untersuchungen zum Thema „Rheumadiät“ hat die Deutsche Gesellschaft für Ernährung e. V. (DGE) im Internet unter www.dge.de in der Rubrik Wissenschaft, Stellungnahmen/Statements veröffentlicht.

Hintergrundinformation: Rheuma ist der Überbegriff für eine Vielzahl von Erkrankungen, die an den Bewegungsorganen auftreten. Rheumapatienten leiden fast immer an Schmerzen und sind häufig auch in ihrer Beweglichkeit eingeschränkt. Rheuma tritt nicht nur bei älteren Menschen, sondern auch bei Jüngeren und sogar Kindern auf. Schätzungsweise 15 % der Bevölkerung sind mindestens einmal im Jahr wegen rheumatischer Beschwerden in ärztlicher Behandlung.

Unter den Begriff Rheuma fallen u. a. die entzündlich-rheumatischen Erkrankungen wie die rheumatoide Arthritis, die 0,3 bis 1,5 % der Bevölkerung in Industrieländern betrifft. Erblich bedingt kommt es zu einer dauerhaft gesteigerten Entzündungsreaktion. Daraufhin werden im Überschuss Botenstoffe, so genannte Entzündungsmediatoren wie Cytokine und Eicosanoide, freigesetzt. Diese stoßen eine Kaskade von Entzündungsreaktionen an, so dass u. a. Gelenkknorpel und knöcherne Strukturen geschädigt und zerstört werden. An diesem Punkt spielt die Ernährung eine einflussreiche Rolle.

Die nur in tierischem Fett enthaltene n-6 Fettsäure Arachidonsäure ist Ausgangssubstanz für entzündungsfördernde Botenstoffe. Ihre Gegenspieler sind die (langkettigen) n-3 Fettsäuren aus beispielsweise fettem Fisch, Soja-, Raps-, Walnuss- und Leinöl. Sie wirken über verschiedene Mechanismen entzündungshemmend. Somit ist der Anteil der Zufuhr der verschiedenen Fettsäuren bedeutend: Patienten mit entzündlichen Autoimmunerkrankungen wie rheumatoider Arthritis profitieren von einer verminderten Zufuhr von Arachidonsäure und einer erhöhten Zufuhr der langkettigen n-3 Fettsäuren Eicosapentaen- und Docosahexaensäure. So werden im Körper weniger entzündungsfördernde Botenstoffe gebildet. Wissenschaftliche Untersuchungen haben gezeigt, dass zumindest die Beschwerden wie Schwellungen, Übererwärmung und Schmerzen bei entzündlichen rheumatischen Erkrankungen durch die an Arachidonsäure arme und n-3 Fettsäuren reiche Ernährung gelindert und der Einsatz von Medikamenten reduziert werden kann. Eine solche Ernährungsweise hat gleichzeitig positive Auswirkungen auf die bei den Patienten mit rheumatoider Arthritis gehäuft vorkommenden tödlich verlaufenden Herz-Kreislauf-Krankheiten.

Patienten mit rheumatischen Erkrankungen nehmen häufig ungewollt an Gewicht zu. Gründe dafür sind z. B. der Bewegungsmangel infolge ihrer Krankheit und mögliche Nebenwirkungen der Medikamente wie Heißhunger und Flüssigkeitsretention. Gleichzeitig hat starkes Übergewicht als Begleiterkrankung wiederum wesentlichen Einfluss auf die Bewegungsfähigkeit. Bei den ebenfalls zum rheumatischen Formenkreis zählenden Erkrankungen Gicht und Arthrose spielt starkes Übergewicht auch für Entstehung und Verlauf eine ursächliche Rolle. Somit zielen ernährungsmedizinische Maßnahmen hier u. a. darauf ab, erhöhtes Körpergewicht mit einer ausgewogenen Reduktionskost zu senken.

http://www.dge.de/modules.php?name=News&file=article&sid=835

 

GEK-Heil- und Hausmittel-Report 2009 / Stichworte - sprachliche Entwicklung von Kindern (Logopädie) / körperliche Entwicklung - motorische Leistungen (Ergotherapie) / Ausgaben für Gesundheit /  Rheumatismus / Diabetes / Mukoviszidose (Abb IV.8 - S.132) / Psychische Störungen - Depression / Liste der GEK-Berichte

 

 

 

Für Rheumatiker ist Schweinefleisch tabu
http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article5094310/Fuer-Rheumatiker-ist-Schweinefleisch-tabu.html   (05_11_2009)
Wer an Rheuma leidet, sollte Gerichte mit Schweinefleisch meiden. Darin sind Stoffe, die eine Entzündung fördern. Besser sind Mahlzeiten mit Omega-3-Fettsäuren: Die regeln die Krankheit nachweislich herunter und sind in Meeresfischen, aber auch in Rindfleisch enthalten. Doch nicht nur Rheuma reagiert auf's Essen.
Bei Bratwurst, Schweinebraten und Schmalz haben Rheuma-Patienten schlechte Karten. „Schweinefleisch ist für Rheumatiker tabu, denn es fördert die Entzündung in den Gelenken“, sagte der Jenaer Ernährungswissenschaftler Gerhard Jahreis. Alternativ sollten Rheumakranke häufiger zu Fisch oder Rindfleisch greifen.
In Jena befasste sich eine Tagung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung mit dem Einfluss der Nahrung auf Entstehung und Verlauf von im Alter auftretenden Krankheiten.
In Deutschland leidet schätzungsweise ein Prozent der Erwachsenen unter rheumatoider Arthritis, der bekanntesten Form entzündlich-rheumatischer Erkrankungen. Sie wird durch eine Störung des Immunsystems hervorgerufen und tritt meist nach dem 50. Lebensjahr auf. Der entzündungsfördernde Effekt durch Schweinefleisch werde durch die darin enthaltene Arachidonsäure – eine Fettsäure - hervorgerufen, erläuterte Jahreis, der Professor an der Universität Jena ist. „Dagegen regeln tierische Omega-3-Fettsäuren die Entzündung bei Rheuma nachweislich herunter.“ Belegen lasse sich dies im Blutbild.

Weiterführende Links

 

* Das böse Knirschen aus dem Gelenk

* Immunsystem spielt Rolle bei Rheuma

* In Sekunden um ein halbes Jahrhundert altern

* Rheuma - der fließende Schmerz

* Was Ärzte alles im Blut lesen können

* Akupunktur wirkt bei vielen Krankheiten

* Vitamin C schützt vor Gicht

* Krankheiten von A bis Z

* Testen Sie Ihr Medizin-Wissen

* Dossier: Ernährung

 

Pflanzliche Omega-3-Fettsäuren hingegen hätten keinen solchen Effekt. Omega-3-Fettsäuren gehören zur Gruppe der ungesättigten Fettsäuren. Sie sind für eine gesunde Ernährung lebensnotwendig, können vom Körper aber nicht selbst hergestellt werden. Sie sind vor allem in Meerwasserfisch wie Hering und Wildlachs, aber auch in Rindfleisch enthalten.

„Auf Fleisch komplett verzichten muss man als Rheuma-Patient also nicht“, sagte Jahreis. Bei Fleisch oder Fisch aus Massentierhaltung sei allerdings Misstrauen geboten. „Wegen der Kraftfuttermast sind da meist keine Fettsäuren mehr drin.“ Auf der Tagung mit rund 300 Teilnehmern wurde auch die Frage diskutiert, ob eine Kombination aus Omega-3-Fettsäuren und dem Farbstoff Karotin in der Ernährung das Sehvermögen bei altersbedingter Netzhautzerstörung verbessern kann. Eine entsprechende Studie läuft an der Universität Jena.

Die sogenannte Makuladegeneration ist häufigster Grund für Erblindung oder Sehbehinderungen bei alten Menschen.

Apotheken-Umschau April 2010 - Rheuma - (Chart - Lebensmittel - Fettsäuren)