Jeder Mensch ist ein Individuum - das ist äusserlich sichertbar; biometrische Identifikation, über Fingerabdrücke; Augen-Iris-Strukturen sind zwei Beispiele. Das äussere ist das Ergebnis der Inneren - jeder Mensch hat zwar im Prinzip die gleichen Stoffwechsel-Regeln, aber im Detail gibt es unterschiede. Lange Zeit wurde in der Ernährungswissenschaft diese Tatsache nicht genügend berücksichtigt. Der Nährstoffbedarf (siehe alte RDA´s) berücksichtigt keine Unterschiede, außer Geschlecht und Alter. Bereits bei der ersten Stufe der Ausnutzung der aufgenommenen Nahrung, der Verdauung im Magen-Darm-Kanal und der Resorption gibt es Unterschiede (Bioverfügbarkeit, Bioavailability) (Wechselwirkung zwischen Nahrungsstoffen).

(Literaturzusammenstellungen - zu den individuellen Reaktionen verschiedener Menschen "Was dem einem sein Wohlgeschmack, ist dem anderen sein Gift" (OLT134 Übersicht 31Abb.1  (Lebensmittel - Intoleranzen /  Tab 1 (Einteilung der Nahrungsmittelunverträglichkeiten / Tab. 2  Definitions Food Intolerances/ Tab. 3 - Häufigkeiten der LM-Intoleranten in Deutschland

(CHART - Individuality Factors - Nutrition; Childs - AJCN_1988) (Symposium Human genetic variation and nutrition - AJCN 48_1457_1988;  AJCN-1510 -Nutrition Policy Implications; Screening, e.g. Hyper-Cholesterolemia.

Das hat sich mit der Entwicklung der modernen bio- und gentechnischen Labormethoden verändert; so leben wir nun in der physiologischen  "Om-Era"; Menschen haben ihre individuelle Enzyme- (Proteomics); Stoffwechsel- (Metabolomics) und  genetische Struktur (DNA-Analyse) (Genomics); ebenso ist die Symbiose mit den vielen Bakterien in unserem Leben (Darm, Haut) individuell (Immunolomics).  Es gibt also viele (wenn nicht individuelle) verschiedene Stoffwechsel-Typen; die Ausgestaltung der verschienenen "omics" hängt von der Lebensumwelt ab (Epigenetic), und darunter auch von der Nahrung bzw. den Nährstoffen (Nutrigenomics).
(schon früher - CHART - Sims 1986)

So gibt es viele intensive Forschungsprojekte und -verbünde; die die Beziehungen zwischen den "omics"-Individualismen und der Ernährung untersuchen. Das Ziel ist die personalisierte Ernährung - unsere Gene bestimmen dann was wir essen sollten, damit wir (immer) gesund und funktionsfähig bleiben. Die entsprechenden individuell funktionelle Lebensmitteln werden "customized". Mit entsprechender Prozess-IT-Steuerung wird die innere Homeostase durch äußere Kontrolle optimiert (Chart) / (OLT-Genokratie).
(Berechnung von Wahrscheinlichkeiten des Eintritts von Krankheiten/personalisierte Krankheitsrisiken  - z.B. Bericht in Standard (Wien) 09.04.2015) (⇒⇒ BigData)  (Data Mining)

Im Rahmen der Förderinitiative Kompetenzcluster Ernährungsforschung (www.enable-cluster.de ) wird seit 01.12.2017 die enable-Nachwuchsgruppe "Personalisierte Ernährung & eHealth" (PeNut) gefördert (Website)
- Drabsch, T. et a.: Associations between Single Nucleotide Polymorphisms and Total Energy, Carbohydrate, and Fat Intakes: A Systematic Review. Advances in Nutrition 9(4) 425–453, doi.org/10.1093/advances/nmy024 (19.07.2018) ⇔ ScienceDaily 20.07.2018 + link bei www.eurekalert.org 20.07.2018

Z.I.E.L. - www.ziel.tum.de - www.wzw.tum.de/ziel www.nutrition.tum.de 

Projekt: www.food4me.org/de

NuGo - www.nugo.org

www.geneticsandhealth.com

Bericht - Marktpotential - personalisierte Ernährung (TUM; 2009)

www.geneticsandhealth.com/category/genetic-testing/nutrigenomics/ - 81k - Im Cache - Ähnliche Seiten

Nutritional Genomics: nutrigenomics.ucdavis.edu

http://www.nutrigenomik.de/index.php?fid=&id=1-0-0

weitere Informationen - Literatur  - Stichworte

- 3-D printed food could change how we eat. ScienceDaily 24.04.2018
Darmbakterien spielen bei der Verdauung eine wichtige Rolle. Einige Firmen und Ernährungsberater bieten daher Mikrobiomanalysen an, aufgrund deren sie individuelle Ernährungsempfehlungen abgeben. Doch der Nutzen ist zweifelhaft.  NZZ 28.02.2019

Ye, K. et al.: Dietary adaptation of FADS genes in Europe varied across time and geography. Nature Ecology & Evolution 1, Article number: 0167 (26.05.2017) doi:10.1038/s41559-017-0167  ⇔  ScienceDaily 12.06.2017; link bei www.eurekalert.org 12.06.2017 /

Korem et al.: Bread affects clinical parameters and induces gut microbiome-associated personal glycemic responses. Cell Metabolism, 2017 DOI: 10.1016/j.cmet.2017.05.002  ⇔ Is white or whole wheat bread 'healthier?' Depends on the person.  ScienceDaily 06.06.2017  - link bei www.eurekalert.org 06.06.2017  - Weißbrot ist besser als sein Ruf. Südd.Ztg 06.06.2017

Personalisierte Ernährung: Steht unser Menüplan in den Genen?- Deutschlandfunk 05.09.2016 - u.a. Hannelore Daniel
Personalisierte Ernährung - Thema im Nestle-Magazin für Zukunftsfragen GOOD, 2015 (link) (link zu Nestle Zukunft der Ernährung)
- Die Ich-Diät. Apotheken-Umschau 15.05.2018, S.62-   (Scan im Archiv) - bis seriös eine individuelle Ernährung aufgrund der "Big-Data" (Biom-Forschung) konzipiert werden kann - ist noch ein langer Weg (u.a. H.Daniel, A.Pfeiffer)

"DNA und der Diät-Erfolg". Kritischer Bericht bei www.heise.de 09.01.2018

Bray, M.S. et al.: NIH working group report-using genomic information to guide weight management: From universal to precision treatment. Obesity, 2016; 24 (1): 14 DOI: 10.1002/oby.21381 (ref: Weight-loss programs tailored to a person's genome may be coming soon- Science Daily 23.12.2015)

Zeevi, D. et al.: Personalized Nutrition by Prediction of Glycemic Responses. Cell, 2015; 163 (5): 1079 DOI: 10.1016/j.cell.2015.11.001 (ref. ScienceDaily 19.11.2015)
Individualität bei Nahrungsenergieaufnahme und Körpergewicht
Reinhardt, M. et al.: A Human Thrifty Phenotype Associated With Less Weight Loss During Caloric Restriction. Diabetes, May 2015 DOI: 10.2337/db14-1881 - - NIH-Meldung, 11.052015; - ScienceDaily, 11.05.2015;

EUFIC News (20.8.2013): Personalised nutrition perceived positively by consumers but they lack confidence in health-data management ( Projekt: www.food4me.org - Publikation. Stewart-Knox B, Kuznesof S, Robinson J, et al. (2013). Factors influencing European consumer uptake of personalised nutrition. Results of a qualitative analysis. Appetite 66: 67-74.
(EUFIC -11.03_2014)  -  (Medien-Infos) /   EUFIC - Food Today 04_2015)
Projekt des Weizmann-Instituts (Israel) - www.personalnutrition.org

ILSI – Nutrition and Genetics , 2005 / und ANM 2005

Nestlé Zukunftsmagazin "Good" (2012) - Ernährung nach Maß
- Nestlé will unsere DNA – für das Essen der Zukunft. link bei www.utopia.de 12.09.2018

http://www.genomicsonline.com / (nicht mehr aktuell) 700 genome identifiziert, geht sehr rasch

en.wikipedia.org/wiki/Nutrigenomics -

Daniel – Wohin geht die Reise?

Epigenetik - Publikation Dahlmann et al Epigenetik und Ernährung - Ernährung 2008 /  MPI-Newsletter Sommer 2008 - Vererbung ist mehr als die Summer der Gene

Die DNA-Diät - Die Zeit 10.10.2013

Ernährungsforscher werden zu „omikern“

Genomics, Proteonomics, Transkriptonomics, Metabolomics

Menschen – sind Phönotypen (biologische Typen / daneben – psychologische + soziale Typen

Problematik der Gentest
Was die Gene verraten-  TAZ, 31.01.2015

STOA Report 2009 - Consumer Direct Gen Tests

Gen-Test Partner Vermittlung – www.genepartner.com (aus der Schweiz) (Notiz am 27.06.2010)

Problematik der personalisierten Medizin:
Vollmann J, Sandow V, Wäscher S, Schildmann J (Hg): The Ethics of Personalised Medicine. Critical Perspectives. Ashgate Publisher, 314 S., 97,95 Euro, ISBN 978-1-4724-4796-8;  idw-Meldung,  12.05.2015

Bergmann, K.: Was macht die Genomforschung mit der Mahlzeit? S.241-252 in Ploeger, A., Hirschfelder, G., Schönberger, G.:Die Zukunft auf dem Tisch. Analysen, Trends und Perspektiven der Ernährung von morgen. VS Verlag, Wiesbaden; 2011 (Tagungsband - des www.ak-esskultur.org - Wild-Stiftung)
(google books)

 

biologische Typen - z.B. Sinneswahrnehmungstypen

drei Gruppen von Menschen - "Super-Taster" (besonders empfindlich, sensibel - Geschmack, Sinne wahrzunehmen;) Normal-Taster und Non-Taster

(Linda Bartoshuk - Uni Florida)

Haarfarbe - genetisch bedingt; sonstige Unterschiede im Stoffwechsel auch entdeckt; z.B.rote Haare; diese Menschen sind schmerzempfindlicher (Edward Liem: Uni Louisville -2002 - Red Heads and Pain) (weiteres Beispiel für biologische Individualität - innen - wie aussen)

Individuelle Menschen - individuelles Leben (Eigenarten; spezielle Lebens- und Arbeitssituationen) (eigene individuelle Biographien) - und dazu auch ganz unterschiedliche Krankheitsverläufe (Anamnese) - nicht nur alltägliche übliche Erkrankungen. Es gibt ca 30.000 bekannte Krankheiten (WHO-Angaben); davon sind viele seltene Krankheiten (orphan diseases); Definition der WHO - <5/10.000 Personen: es gibt zwischen 6-8Tausend solcher seltenen Krankheiten; in der EU sind 6-8% der Bevölkerung davon betroffen: Probleme der Diagnosen (Kenntnisstand der Ärzte); Probleme bei der Therapie (fehlende Arzneimittel; teure Forschungskosten – wenig Absatz – nicht ökonomisch für Pharmaindustrie, usw).Deshalb Initiativen den betroffenen Menschen zu helfen
- Allianz Chronischer seltener Erkrankungen (ACHSE) - www.achse-online.de 
- Tag der seltenen Krankheiten (Rare Disease Day)
- Datenbank für seltene Erkrankungen - www.orpha.net
- Berliner Centrum für Seltene Erkrankungen (BSCE) an der Charité-Berlin (eröffnet 28.2.2011 - Pressemeldung; Ärzteblatt; - Österreich - Bericht im "Der Standard)
Special Eurobarometer #361 - European Awareness of Rare Diseases

zeithistorisch -"Biochemie - der Mensch wird umgebaut " Spiegel-Titel 50_1972

 

Edmundson, Wade: Individuals variations in basal metabolic rate and mechanical work efficiency in East Java. Ecol Food Nutr. 8(3) 189-195 (1979) (Scan im Archiv)