05/22/16

Zwillinge - Twins

Zwillinge  (engl Twin - lat.: gemini) sind medizinisch genau formuliert zwei Kinder einer Mutter und eines Vaters, die am selben Tag gezeugt (und meistens auch geboren) wurden. Umgangssprachlich werden jedoch alle Kinder als Zwillinge bezeichnet, die innerhalb derselben Schwangerschaft herangewachsen sind und in der Regel im selben Geburtsvorgang zur Welt kommen. Bei der seltenen Überschwängerung kommen ebenfalls zwei Kinder in einem Geburtsvorgang zur Welt, jedoch keine Zwillinge. Das Wort Zwilling, älter auch zwiniling, gezwinele, ist eine Ableitung vom Zahlwort zwei und bedeutet ursprünglich „was doppelt vorkommt“, „wovon es ein Zweites gibt“.
Weltweit ist im Schnitt jede 40. Geburt eine Zwillingsgeburt. Hierbei gibt es jedoch regionale Unterschiede: Bei den Yoruba ist es zum Beispiel jede 6. Geburt, in Japan nur jede 100. In Europa wurde eine deutliche Häufigkeitsabnahme von Norden nach Süden nachgewiesen. In Deutschland brachte 2006 eine von 64 Schwangeren Zwillinge zur Welt. 2007 gab es in Österreich laut Statistik Austria 1.263 Zwillingsgeburten, in Deutschland waren es 2006 laut Statistischem Bundesamt 10.538, von insgesamt 673.000 Geburten und in der Schweiz kam es nach dem Bundesamt für Statistik zu 1.208 Zwillingsgeburten im Jahr 2007.
Die Zahl der Zwillingsgeburten steigt aufgrund von Hormonbehandlung und künstlicher Befruchtung stetig an. 

Die Zwillingsforschung erlaubt interessante Aussagen bezüglich der Frage, welcher Anteil des menschlichen Verhaltens durch das Erbgut und welcher durch die Umwelt bedingt ist.
Obwohl eineiige Zwillinge aus ein und derselben Eizelle hervorgehen und weitgehend über gleiche genetische Ausstattung verfügen, sind sie nicht zwangsläufig identisch (beispielsweise Fingerabdrücke, Leberflecken, Muttermale). Zuweilen unterscheiden sich die Geschwister bezüglich ihrer physischen und psychischen Merkmale sogar sehr deutlich voneinander. Man erklärt dieses Phänomen mit sich unterschiedlich entwickelnden epigenetischen Profilen der Zwillinge, d. h., unterschiedliche Expressionsmuster können bei den Geschwistern zu unterschiedlicher Ausprägung bestimmter Merkmale (Phänotypen) führen. Mit zunehmendem Lebensalter der eineiigen Zwillinge prägen sich Unterschiede im Muster der Genexpression immer deutlicher aus – dagegen lassen sich die Geschwister in frühen Phasen ihres Lebens epigenetisch nicht voneinander unterscheiden. Interessanterweise sind die Abweichungen bei Zwillingen umso stärker, je weniger Lebenszeit miteinander verbracht wurde. Das stützt die Vermutung, dass Umweltfaktoren wie Rauchen, Ernährung oder körperliche Aktivitäten das epigenetische Profil beeinflussen. Auch das Erleiden verschiedener Krankheiten im Lauf des Lebens scheint hierbei eine Rolle zu spielen.
(wikipedia)

(Geschisterforschung) - Zwillingsforschung - Andreas Busjahn - www.zwillingsstudie.de  = http://www.healthtwist.de/de/startseite

Datenarchiv für Zwillingsforschung. Karolinska Institut Schweden. - link bei www.ki.se
(Die Zeit Nr.48; 23.11.2017, S.41)

Zwillinge so ähnlich und doch anders. National Geographic (Deutschland). Heft3, 2012  (link) ( Fragen zur Zwillingsforschung an Busjahn) (Heft im Archiv)

Tierkreis-zeichen - Zwillinge  - Sternbild -

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