Die Sozialpolitik befasst sich mit der Beobachtung (Berichtserstattung) (Wiki), Planung und Durchführung von Maßnahmen zur Verbesserung der wirtschaftlichen und sozialen Situation von gesellschaftlicher Gruppen, insbesondere denen in besonderen   und ökonomisch unsicheren (prekären) Lebenslagen. Die Träger der Sozialpolitik sind vornehmlich der Staat, daneben Unternehmen (Versicherungen u.a.), Kirchen, Gewerkschaften und NGOs.
Die Sozialpolitik  zählt zu den ältesten Politikfeldern.  Das übergeordnete politisches Ziel ist die Integration der sozial schwächeren Bevölkerungsgruppen in die Gesellschaft und damit die Stabilisierung der Gesellschaftsordnung. Durch eine Angleichung der Lebenschancen und Existenzbedingungen soll die soziale Lage benachteiligter Gruppen verbessert werden. (Wohlfahrtsgedanken; christlicher Gedanke; Caritas; Diakonie; die Nächstenliebe; Armenhäuser der Gemeinden; Hospiz-Hospital).

Mit Beginn der Industrialisierung haben  insbesondere industrielle Großunternehmen (z.B. Bosch, Krupp) bereits eigene Sicherungssysteme für ihre Belegschaft organisiert (Kranken-, Sterbe-, Unterstützungs- und Pensionskassen, Konsumanstalten, Wohn- und Ledigenheime). Erst danach entwickelte sich die staatliche Sozialpolitik.
Die Sozialpolitik hat weitreichende Überschneidungen zur Wirtschaftspolitik. (Wikipedia)

Zu den Kernbereichen der Sozialpolitik zählt das klassische System der Sozialversicherung. Mit dem einsetzenden Zerfall der Großfamilien (Sippen) und deren Absicherungsmaechanismen; mussten die viele Lebensrisiken von der Gesellschaft abgesichert werden. Es entstanden Krankenversicherungen; Altersversicherungen (Renten, Pensions-Kassen), Unfallversicherungen, Arbeitslosenversicherung, und neuerdings auch Pflegeversicherungen.
Weitere Maßnahmen sind Steuererlasse (z.B. Kinderfreibetrag) und direkte Ausgleichszahlungen, wie Sozialhilfe, Wohngeld, Erziehungsgeld (Armenfürsorge); Jugendhilfe u.a. (Nahrungsmittelhilfe; food aid) (Public Health Nutrition)
Hinzukommen Maßnahmen zur strukturellen Absicherung der Lebenssituation; sozialer Wohnungsbau; Mieterschutzgesetzgebung, Arbeitsrecht (Kündigungsschutz u.a.); beschütztes Leben, Wohnen für behinderte Menschen (Heime)
Im Grundgesetz (der Bundesrepublik Deutschland) wird das Sozialstaatsgebot generell in Artikel 20 Abs.I festgeschrieben; hinzu kommen Aspekte der Grundrechte, wie  Schutz der Menschenwürde, Sozialbindung des Eigentums, Schutz von Ehe und Familie u.a. 

Träger der staatlichen Sozialpolitik in der Bundesrepublik Deutschland sind der Bund, die Länder und die Gemeinden, sowie von ihnen beauftragte Anstalten und Körperschaften.

Kirchliche und private Träger

In Sozialpolitik in den einzelnen Staaten ist immer noch recht unterschiedlich.    Eine gewisse Harmonisierung findet im Rahmen der Sozialpolitik der EU statt

Geschichte der Sozialpolitik
Deutschland - (time line)

1854 Knappschaftsgesetz - 1883 Krankenversicherung 1884 Unfallversicherung 1889 Invaliditäts- und Altersversicherung (gesetzliche Rentenversicherung) - 1891 Einführung der Selbstversicherung - 1903 Kinderschutzgesetz - 1912 Witwenrentengesetz 1923 Reichsknappschaftsgesetz - 1927 Arbeitslosenversicherung - 1956 Ausweitung der Rentenversicherung - 1995 Einführung der Pflegeversicherung

zukünftige Entwicklung
Es gibt weniger Arbeit, die Produktivität steigt (Automatisierung), doch tendenziell wollen mehr Menschen arbeiten; z.B. mehr Frauen wollen beruflich tätig sein. Das traditionelle Ziel der Vollbeschäftigung kann nicht mehr erreicht werden, es sei denn die Löhne fallen deutlich (prekäre Arbeitsverhältnisse) ("Flexibilisierung"); Abkopplung der Existenzsicherung von der (traditionellen) Arbeitswelt; Umverteilungsdiskussionen - Leistungsgerechtigkeit - Teilhabegerechtigkeit; Grundeinkommen für Alle

neue Arbeit - sozialer Bereich; haushaltsnahe Dienstleistungen - Neue Hausarbeit / neue Zeitverteilung (<media 761>von Schweitzer</media>)

Sozialpolitik-Strukturen

International - UNO - z.B. www.ilo.org

Europäische Kommission - Europäischer Wirtschafts- und Sozialausschuss  (link) -Sozialpolitik der EU (Wiki)  (EU-Portal)

(Sozialministerium - wiki)

Deutschland - Bundesministerium für Arbeit und Soziales  - www.bmas.de - Landesministerien - z.B. Baden-Württemberg - Gemeinden (z.B. Sozialämter) (Beispiel - Stuttgart)

Österreich - Bundesministerium für Arbeit, Soziales und Konsumentenschutz - www.bmask.gv.at -  (wiki)

Schweiz - Soziales beim Department für Inneres - www.edi.admin.ch

Sozialversicherung  (wiki)

Deutschland - Portal

Österreich  - Portal

Schweiz - Bundesamt für Sozialversicherung  - www.bsv.admin.ch  

Gewerkschaften   (wiki)

Worldorganization of Workers (link)

Europa
- Liste der Gewerkschaften in Eurupa (wiki)  - www.etuc.org

- Gewerkschaften in Deutschland (wiki)
- Liste der Gewerkschaften - wikiwww.dgb.de
zeitgeschichlich Spiegel Nr.45/1970 – Titel – Gewerkschaften – Lohnkampf - (Organigramm dabei - Gewerkschaften in Deutschland)

Liste der Gewerkschaften in Österreich - (wiki)  - www.oegb.at

Liste der Gewerkschaften in der Schweiz - (wiki) - www.sgb.ch

Notizen

Aspekt - Grundsicherung - Lebensunterhalt - Warenkorb - Was braucht der Mensch zum Leben (Rationierung)
Grundeinkommen (wiki)

Privates Eigentum - gesellschaftliches Eigentum (Allmende)
(Privatisierung des Gewinns - Sozialisierung der Verluste - Problematik - Finanzkrisen - "Banken-Crash")

Informationen + Literatur

Sozialpolitik - Information zur politischen Bildung Heft Nr.327 (3/2015) (download) - der www.bpb.de

Michael Opielka: "Sozialpolitik. Grundlagen und vergleichende Perspektiven". Rowohlts Enzyklopädie, Hamburg 2005, 12,90 Euro (ref inhttp://www.taz.de/pt/2005/07/02/a0307.nf/text
(Grundeinkommen)