Umweltpolitik umfasst die Maßnahmen einer Gesellschaft, die der Erhaltung der natürlichen Lebensgrundlagen (Nachhaltigkeit) des Menschen (Anthropozentrismus) bzw. aller Lebewesen (Natur- und Umweltschutz) dient. Umweltpolitik steht mit allen anderen Politikbereichen in Beziehung (und damit auch in Konkurrenz; Zielkonflikte). Agrarpolitik; Wirtschafts- und Energiepolitik, Verkehrs- und Infrastrukturpolitik (Städtebau- und Siedlungspolitik, Gesundheitspolitik usw.
Wie bei der Ernährungspolitik sind deshalb  interministerielle (interdisziplinäre) Gremien notwendig, um die Umweltpolitik zu formulieren und auszuführen. (Diskussionsgruppen mit Stakeholdern; Bürgerbeteiligungen) (beratungsintensiver Politikbereich)

Verschiedene Strategien der Umweltpolitik
Verteilung der Kosten für Umweltschäden - das Verursacherprinzip besagt, dass der Urheber einer Umweltbelastung auch die Kosten für die Beseitigung tragen soll. Da meist die Ursachen multifaktoriell sind, und die Verursacher nicht sicher identifiziert werden (Beweislast), werden die meisten Umweltschäden durch die Allgemeinheit (Steuerzahler) getragen. (Reparaturprinzip; end of the pipe).
Nach dem Vorsorgeprinzip sollen Umweltschäden aber erst gar nicht entstehen (Prävention). Diesen Grundsatz verschärft das Vorsichtsprinzip noch dahingehend, dass im Falle des Mangels an zuverlässigen wissenschaftlichen Risikoabschätzungen (Technikfolgenabschätzung) im Zweifel die entspechende Maßnahme nicht durchgeführt werden darf. Ähnlich ist es bei dem Substitutionsprinzip, das einen (riskanten) Stoff (bzw. Maßnahme) durch einen umweltfreundlicheren ersetzt.

Das Prinzip der Nachhaltigkeit: bei erneuerbaren Ressourcen darf die Abbaurate die Regenerationsrate nicht überschreiten, die Abfallmengen oder Schadstoffemissionen dürfen die Aufnahmefähigkeit der Natur nicht übersteigen

Geschichte der Umweltpolitik

Erkennen (Wissenschaft; Epidemiologie u.a.) - globale Probleme - wie z.B. Nahrungsknappheit - Bevölkerungswachstum; Umweltbelastungen (von Luft, Wasser, Boden) - Gesundheitsprobleme; Biodiversität, Waldsterben; Klimaveränderungen    

(USA - Global 2000 / Global Future: Time to Act - Report) (Die Zeit 2011_09_08 - Vertane Chancen, verlorene Jahre) (Website - Gerald O Barney)  (Vol1 - Global 2000) (Modell-Global 2000)

International (globale Umweltpolitik) - Umweltkonferenzen - UNEP (www.unep.org )
 UN Sustainable Development Goals: 17 Goals to transform the world - link -

Die Europäische Gemeinschaft begann schon 1971 in Gestalt einer „Mitteilung der Kommission über eine gemeinschaftliche Umweltpolitik“ Erst 1987 erhielt die europäische Umweltpolitik durch die Einheitliche Europäische Akte eine kompetenzielle Verankerung in den Zielsetzungen der EG, die durch die Verträge von Maastricht und Amsterdam ausgebaut wurde, und eine institutionelle Stütze in Form der Generaldirektion Umwelt. (WIKI - Kommisar für Umwelt)  (Umweltpolitik der EU) (EU-Politikportal - Umwelt)
- European Environment Ageny - www.eea.europa.eu

Umweltministerien der Staaten

Deutschland - 1974 - Gründung des Umweltbundesamtes (www.uba.de ) (damals Teil des Bundesinnenministerium) - Am 6. Juni 1986, etwa fünf Wochen nach der schweren Reaktorkatastrophe von Tschernobyl, wurde das Bundesumweltministerium gegründet; der amtliche Name ist Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (www.bmu.de ).  Die deutschen Länder haben überwiegend eigenständige Umweltministerien; diese kooperieren in einer regelmäßig tagenden Umweltministerkonferenz („UMK“). - www.umweltministerkonferenz.de
Umweltrat- www.umweltrat.de
Nachhaltigkeitsrat - Rat für nachhaltige Entwicklung (Internet)
Umweltministerien in Bundesländern - wie Baden-Württemberg

Integriertes Umweltprogramm 2030 der Bundesregierung (Entwurf) - link 08.09.2016 - "Den ökologischen Wandel gestalten" (Download)

In Österreich gibt es seit 1986 ein eigenständiges Bundesministerium für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft (www.lebensministerium.at ) (dort Abteilung Umwelt)
- Umweltbundesamt Österreich - www.umweltbundesamt.at

In der Schweiz besteht seit 1997 das Eidgenössische Departement für Umwelt, Verkehr, Energie und Kommunikation.

Nichtstaatliche Umweltorganisationen (NGOs)
- Greenpeace - (WIKI)  seit 1971  -  www.greenpeace.org - www.greenpeace.dewww.greenpeace.atwww.greenpeace.ch
- Friends of the Earth (WIKI) (website)
- World Resource Institute (Wiki)  - www.wri.org

BUND - Bund für Umwelt und Naturschutz - www.bund.net
Germanwatch (Wiki)  - www.germanwatch.org
Naturfreunde (Reformbewegung seit 19.Jahr) - (wiki) - www.naturfreunde.de - International - www.nfi.at
Umweltdachverband Österreich - www.umweltdachverband.at  
Landschaftsinitiative "Raum für Mensch und Natur" (Schweiz) -   www.landschaftsinitiative.ch  
http://www.greenpeace.ch

Wiki-Kategorie - Umweltschutzorganisationen

Grüne Partei (Wiki Kategorie) (Liste der grünen Parteien)
- Deutschland - Bündnis 90/Die Grünen (Wiki)  - www.gruene.de
- Österreich - "Die Grünen" (Wiki)  - www.gruene.at
- Schweiz - Die Grüne Partei der Schweiz (GPS) (WIKI)  - www.gruene.ch
- Europäische Grüne Parteien (WIKI)  - www.gruene.eu

Umweltberichte -  Umweltindikatoren (Public Health)
z.B. Umweltbericht 2010 (Bundesregierung Deutschland); Umweltberichte der Bundesländer  z.B. Daten zur Umwelt in Baden-Württemberg 2010 - Umweltberichte der Städte z.B. Kommunaler Umweltbericht der Stadt Stuttgart - Umweltberichte von Firmen (Umweltmanagement) (Wiki) (z.B. Umweltbericht der Fa Bosch)
http://www.gruene.eu

Informationen und Literatur:

Beachtung von umweltrelevanten Aspekten in Wirtschaftsunternehmen - einige nehmen diese aktiv auf (z.B. Apple, IKEA, Unilever), andere (z.B. ExxonMobil, BASF, Daimler usw und dies sind die Meisten) spielen diese herunter (bzw. führen sie nur auf dem "Papier" - greenwashing)
- Corporate Carbon Policy Footprint - the 50 Most Influential - link bei www.influencemap.org Sep 2017 - download des Reports.  (ref. Globale Konzerne und Umweltschutz. TAZ 13.09.2017)

(siehe auch Ernährungswende)
(Umweltpolitik bei Nutrition Policy)

Zeitgemäße Gemeinsame Agrarpolitik (GAP)  (Stellungnahme Umweltrat)

Nachhaltiger Warenkorb (Internet)

Schätzung von Umweltkosten (Internet)

Udo E. Simonis: Ökologischer Strukturwandel und Weltumweltpolitik. WZB-Vorlesung Nr.7  (2003)
EU-Nachrichten Themenheft Nr.7 (2004) Umweltpolitik

- Kloepfer, Michael: Droht der autoritäre ökologische Staat? Universitas Nr.3/1993, S.236-246 (scan im Archiv)  (Umwelt- und Technikrecht)
- Fleck, D.C.: Go! Die Ökodikatur (Erst die Erde, dann der Mensch) - Eigenverlag - www.dirk-c-fleck.de
(Keller ⇒ Ökodikatur)

Probleme des Umweltschutzes (Themenheft) - BP-Kurier Heft I/1972 -
Hartkopf, G.: Umweltschutz als politische Zukunftsaufgabe. (S.10-14) - Diskussion vor 1970 begonnen / „der Dreck muss weg“; 1971 – erstes Umweltprogramm der Bundesregierung / Umweltpolitische Ziele - Gesundheit des Menschen - Schutz (keine Schädigung) von Boden, Wasser, Luft, Pflanzen, Tiere / Abfallbeseitigunggesetz / Abfallabgaben /Luftreinhaltung – Bundesimmisionsgesetz / Benzin-Blei-Gesetz (8.8.1971) / Wasserschutz –Lagerung von gefährlichen Stoffen / Umweltstatistik / Umweltberichte / Umweltforschung / Umweltstrafrecht 
Meyer-Abich, KM.: Drei Thesen zum Thema (S.30-34)
Umweltprobleme – zwar Optimierung von Teilsystemen versucht; doch Gesamtsystem dann größere Schäden übersehen - Beispiele - chemischer Pflanzenschutz (z.B. DDT; Nebenwirkungen) – wirkungsvoller – integrierter Pflanzenschutz
Kosten von Luft/Umwelt-Verunreinigungen - hier viele Aspelte / - Kosten der Schäden / Kosten der Vermeidung (cost of problems / costs of control) / Gesundheitskosten – L.B.Lave; E.P.Seskin Air pollution and human health – Science 169 – 1970 p723 / - Wertminderung der Grundstücke – des Wohnens / Verlust im Bereich Erholungswert
Laage, G.: Stadt- und Regionalplanung als Teil der Umweltplanung (S.35-39) (Scans - im Archiv)
Bahrdt; H.P.: Humaner Städtebau
System – Wohnwert; Lohnwert; Freizeitwert (Kulturwert); Bildungswert; Handel-/Dienstelsitungswert
Bürgerbeteilung – Bürger nicht der Statist, sondern der Beteiligte - Regierungserklärung Willy Brandt 1969 – „außerordentliche Geduld beim Zuhören, und außerordentliche Anstrengungen sich gegenseitig zu verstehen"
Meyer-Abich, K.M.: Umweltpolitik und qualitatives Wachstum - BP-Kurier III/1974, S.14-18 (im Archiv, Scan)
Umweltproblematik - zu viel Schadstoffe in Umwelt; Grenzen des Wachstums - an Ressource/Rohstoffen + Energie  /Forrester - Limits of Growth;
Notwendig Umsteuerung von Einwegwirtschaft zur Kreislaufwirtschaft; Entkoppelung von Ökonomie und Ökologie - über die Information (qualitative Nutzung der Materialien) Information ist "grenzenlos" (Ansammlung von Wissen - Enzyklopädie - notwendig Verknüpfungen - interdisziplinäres) (differenzierte Betrachtung des Gebrauchswertes vonm Produkten)

Max-Planck-Institut zur Erforschung der Lebensbedingungen der wissenschaftlich-technischen Umwelt. (Wikipedia) (zur Geschichte dieses Instiuts)

Klimapolitik (gegen Erderwärmung) (wikipedia) (Kategorien) / engl - climate change mitigation ) (categories)

Kollmann, K.: Welche Akteure gibt es für echte Klimapolitik. HuW Heft3, S132- 138 (2012) (link) (Wirtschaft ohne Wachstum) (Netzwerk Nachhaltige Ökonomie)