Singles - Ein-Personen-Haushalte

Single oft statistisch alles subsummiert zu Ein-Personen-Haushalt; dies ist jedoch irreführend, denn es gibt zwei ganz unterschiedliche Typen von „Alleinstehenden"; solche die dies bewusst tun freiwillige - bewusste Singles (u.a. Einsiedler, Eremenit; Junggeselle; Hagestolze); und solche, die es unfreiwllig sind - unfreiwillige Singles (z.B. kinderlose Witwer, Frauen der Kriegsgenerationen; diejenigen, die noch keinen Lebenspartner gefunden haben). (Wikipedia - Alleinstehender / Single)

- 45 % der Seniorinnen in Deutschland leben allein. Pressemitteilung Statist.Bundesamt 04.12.2018

Die freiwilligen Einzelgänger sind kein prinzipiell neues Phänomen; wenngleich es früher selten und eher unerwünscht war (Aussenseiter) (Besonderheiten, z.B. Schamanen und Wandermönche). Erst mit Beginn der Industrialisierung war es möglich, dass Personen aus sozialen Verbänden aussteigen konnten. Männer gelang dies früher, als Frauen; diese können erst seit wenigen Jahrzehnten ohne sozialen Probleme allein leben (früher war das eher moralisch bedenklich).

Singles/Ein-Personen-Haushalte zeigen zunehmende Tendenz, das ist bedingt durch den Wandel der Lebensverhältnisse; z.B. spätere Heirat (längere Ausbildung, späterer Berufseintritt); häufigere Scheidungen/Trennungen; längere Witwenzeiten, u.a.
Die genaue Zahl ist nicht einfach zu ermitteln; neben der Zahl der Ein-Personen-Haushalte (17% in 2001), gibt es noch "Singles", die in Wohngemeinschaften leben. Es wird geschätzt das etwa 20% der Deutschen ohne Partner leben.

Das größte Problem der unfreiwilligen Singles ist Einsamkeit; die Probleme der freiwilligen Singles liegen anders; Aspekte sind - Angst vor fester Bindung - ökonomische Einschränkungen durch Partnerschaften; Egoismus - Freisein.
Bei Singles werden gesundheitliche Probleme beobachten, wie häufigeres Kranksein, höhere Krankheitskosten (keine „Familien“-Pflege); ungesundere Lebensweisen (Alkohol, Rauchen, u.a.); höhere Bequemlichkeit (mehr konveniente Lebensmittel, Fast Food u.a.) - erhöhen das Gesundheitsrisiko (höheres Übergewicht)
Vorallem Single-Männer ernähren sich ungesünder (zu mindest in Australien): Hanna, K.L., Collins, P.F.: Relationship between living alone and food and nutrient intake. Nutrition Reviews 73(9) 594-611 (2015) (free download) - food monitor 11.11.2015 -
- "Wer verheiratet ist, lebt vielleicht nicht besser - aber länger."  Südd Ztg 21.12.2017 ⇒⇒ Unmarried heart patients face higher risk of death. Journal of the American Heart Association 20.12.2017

Informationen

In 41 % aller Haushalte in Deutschland lebt nur eine Person. Stat Bundesamt Pressemitteilung 01.08.2017

Ergebnisse des Mikrozensus - Alleinleben in Deutschland (Stat.Bundesamt - Pressekonferenz  - link)  (download Bericht) (Tabellen) (Pressemeldungen - z.B. Tagesspiegel 11.7.2012)

http://www.single-generation.de / Website zu Singles, Familie und der Generationen-Debatte - ähnlich - www.single-dasein.de

Leovic, Christian: Generation Single 
Dossier Zeit Nr.48/2007 - Allmaier, Michael:Das geheime Leben der Singles 

Einsamkeit in der Masse (Wegbrechen der traditionellen sozialen Netze in der modernen Gesellschaft recht früh erkannt durch Soziologen David Riesman) (The Lonely Crowd) http://de.wikipedia.org/wiki/David_Riesman

Einsamkeit - die vergessene Krankheit - Studie - Alleinlebende erleben erhöhtes Gesundheitsrisiko (werden häufiger krank) (Meldungen am 28.07.2010; z.B. ORF) (Die Welt) - Soziale Isolation schadet der Gesundheit wie 15 Zigaretten pro Tag (Spiegel)
- House, J.S. et al.: Social relationships and Health.  Science 29 July 1988: Vol. 241. no. 4865, pp. 540 - 545 DOI: 10.1126/science.3399889
- Holt-Lunstad J, Smith TB, Layton JB (2010) Social Relationships and Mortality Risk: A Meta-analytic Review. PLoS Med 7(7): e1000316. doi:10.1371/journal.pmed.1000316 ⇔  ScienceDaily 28.07.2010.
- Holt-Lunstad, J. et al.: Loneliness and Social Isolation as Risk Factors for Mortality: A Meta-Analytic Review. Perspectives on Psychological Science 2015, Vol. 10(2) 227 –237
Social isolation, loneliness could be greater threat to public health than obesity. ScienceDaily 05.08.2017
- Rom Kwon, A. et al.: Eating alone and metabolic syndrome: A population-based Korean National Health and Nutrition Examination Survey 2013–2014. Obesity Research & Clinical Practice 12(2) 146-157 doi.org/10.1016/j.orcp.2017.09.002 (March-April 2018) (ref. Focus 06.06.2018)

Alleinsein macht krank (Augsburger KORA-Studie)

Married patients with modifiable cardiovascular risk factors have lower mortality rates. British Cardiovascular Society Conference 2017  ⇔ Verheiratete leben meist länger als Singles. link bei www.heilpraxisnet.de 09.06.2017.

Single-Hauptstadt - Regensburg

LZ-Spezial – Nr. 3/2001 (Lebensmittel-Zeitung - www.dfv.de ) Komplexe Gesellschaftsgruppe – bunt gewürfelt auch Innovationen – neue Lebensmittel – S.53 und gute Darstellung (S.71) – wie sich Verbrauch – mit Lebenslagen (Biographie) Zuordnungen ändert

 www.familienservice.de  www.beruf-und-familie.de  - www.work-and-life.de

Wenn Männer Single sind: ...dann leidet die Ernährung (aid aktuell 11.11.2015) - Wer alleine lebt, isst häufig einseitig und weniger Obst und Gemüse. Vor allem Single-Männer ernähren sich tendenziell ungesünder. Das hat eine australische Studie gezeigt. Die Wissenschaftler hatten dazu 41 Untersuchungen zu diesem Thema ausgewertet.
Hanna KL and Collins PF. Relationship between living alone and food and nutrient intake. Nutrition Reviews. 2015.
Steptoe A, Shankar A, Demakakos P et al. Social isolation, loneliness, and all-cause mortality in older men and women. PNAS. 2013.
Ramic E, Pranjic N, Batic-Mujanovic O et al. The effect of loneliness on malnutrition in elderly population. Med Arh. 2011.
(link zu Medical Daily)