„Ertrinken in der Informationsflut“ 

Die rasant steigende Menge an Werbung scheint an Effizienz zu verlieren, sie „nervt“ die Verbraucher und das „Information-Overload“ wird zum „Geräusch“, das Informationsvermittlung stört. Wurden 1990 198.000 Fernseh-Werbespots im Jahr gesendet, so sind es 1999 – 2.354.294 – gewesen, oder 6450 am Tag bzw. 268 pro Stunde (Nielsen / LZ#18, 5.5.2000; S.57).
(Computerwoche - 17.8.12 - Zettabarriere geknackt ) (Spiegel  - link ) (2012 wurden 2,8 Zettabyte Daten erzeugt) (Vorherage jährlicher Datentransfer wird 2006 die Zettabyte-Grenze übersteigen) (link - Cisco Visual Networking Index)  

- Peter Burke: Die Explosion des Wissens (von der Enzyclopaedie bis Wikipedia). Wagenbach, 2014  (ref. NZZ 08.10.2014) (wikipedia gibt es erst seit 2001)

Viele Ratschläge von Aussen (Konsum – Marketing / Haben-Stärkung / nicht Sein-Werte-Steigerung – Ethik) - Carl Amery: Die Reichsreligion – Eine Rede an die Zivilgesellschaft. - Scheidewege Nr. 33(2003/04) S.56-64 / S. 62 / - „Man hat ausgerechnet, in den USA wie im EU-Europa, daß der Durchschnittsbüger täglich durchschnittlich 3000mal in irgendeiner Form kommerziell und/oder politisch „angemacht“ wird.. (Die Anmacher sind eine hochqualitfizierte Wirtschaftsbranche – Marketing) Mehr als 1200 Werbebotschaften/Tg / Heute ca 40.000 Werbespots pro Jahr, die USA-Kinder sehen z.B. Studie aus USA 

 HÄRLEN, I.; SIMONS, J.; VIERBOOM, C.: DIE INFORMATIONSFLUT BEWÄLTIGEN. ÜBER DEN UMGANG MIT INFORMATIONEN ZU LEBENSMITTELN AUS PSYCHOLOGISCHER SICHT Paradies und Sintflut - Informationen über Lebensmittel aus psychologischer Sicht - http://homepage.boku.ac.at/duerr/index.htm 

Problem des Informationsüberflusses bei / dieses führt zu einer Oberflächlichkeit (kann nicht tiefer gehen / „surft“ an der Oberfläche / ist auch nicht konzentriet bei einer Sache / Halbaufmerksamkeit / leichte Ablenkung / oder auch wenn „Befindlichkeitstörung“ – zappt weg / wenig – geringes Nachdenken – Nach-Bearbeiten der Information / Schlagwort „google-copy-paste-Syndrom“ / Texkultur ohne Hirn / Interessant / Attention (AIDA) – nur an einer „Glitzernden Konsumoberfläche) (Ausspruch von Hurrelmann / erinnert mich an Meckseper-Ausstelung in Stuttgart 2007)

"Im Schnitt sieht man 253 Mal täglich aufs Smartphone, wollen irgendwie alles wissen und das ganz schnell, aber sehen irgendwann den Wald vor lauter Bäumen nicht mehr. Von "digitaler Demenz" (Buch von M Spitzer) sprechen Psychologen; "we all are overnewsed but underinformed", nannte es einst der britische Schriftsteller Aldous Huxley. Von Nachrichten überschwemmt, aber trotzdem schlecht informiert" aus Tagesanbruch von Florian Harms am 26.10.2018

Qualität der Information nur dann abschätzbar – wenn man Vorkenntnisse hat / muss Medien-Informations-Kompetenz erwerben bzw haben

Informationsflut für Verbraucher: Mehr Aufklärung oder mehr Verunsicherung? aid aktuell - 12.11.2014 -

Vorteil von Diskounter gegenüber grossem Supermarkt / Vereinfachtes Angebote / Orientierungshilfe _ MCKINSEY-STUDIE infdienste/Intern/presseinfo/p040218d.html

    / Spiegel-online 18.02.04 

Link zu Luxus – Überfluss

Vielfalt der Stoffe

Vielfalt der Lebensmittel / Artikel im Supermarkt

Cartoons –

Schokolade . Reisolade, Rapsolade; Bier.... Wurst...

Sajtinac – Welthungerhilfe – Wegweiser nach Pizza, Wiener Schnitzel; Scampi...

Brandein Heft Juli 2007

(Link – allgemein Obergrenzen; Toxizität – upper level of intake

grenzen der menschlichen Leistungsfähigkeit – Rekorde im Sport)

(Werbeaufwandtabelle - www.horizont.net/unternehmen/rankings/branchen_2000.html 

www.horizont.net/navigator/charts/pages/show.prl (2003) - CHART 

Immer mehr Gesundheits- und Krankheitsinformationen - zB. schreibt schon Theo Löbsack (bp-kurier 1968_01) - von 30.000 Krankheiten und praktische Ärzte haben nur Erfahrung mit 200-300 Krankheiten 
Zukunft - om-Zeitalter - Bioinformatiics - indidualisierte Medizin

Joachim Schickel: Die nicht-informierte Gesellschaft. BP-Kurier 1968_01, S.24f (Scan im Archiv)
bewusstes Ausschließen von Informationen - damit nicht zu viel "Informationsbalast" Menschen belastet; Kaiser Shih Huang-Ti (221-209 vChr) - Bau der Großen Chinesischen Mauer; Bücher-Verbrennungen (hochmütigen Gelehrte flößen Bevölkerung zu viel falsche Gesinnung ein
zu viele Sprachen - Unverständnis - Störung der Kommunikation ("Bild" - Turmbau zu Babel - Gemälde  Lucas von Valckenborch)
Francis Bacon - Wissen ist Macht (Wissen nicht teilen, dann auch Macht nicht geteilt); Differenzierungen in wahres und falsches Wissen
(Regeln der Kirche vs Erkenntnis von Galilei / Brecht-Stück / unbelehrte Gesellschaft)
der unbelehrbare einzelne Mensch
Elias Canetti "Masse und Macht"

Thomas von Randow: Sind wir der Informationsflut noch gewachsen? (BP-Kurier 1968_01 S.4f - Scan im Archiv)

Jeder Organismus hat anscheinend eine optimale Organisationsgrößen - die von der Organismusgröße abhngt; z.B. Insekten vs Wirbeltiere. 
Der Satz "Je größer desto besser" trifft hier nicht zu. Beispiel Wal an Wasser gebunden; an Land bräuchte er turmhohe Beine usw
Optimale Größe trifft auch für menschliche Organisationsformen zu - Gebäudegrößen; Schulen, Ämter, Hörsäle
Bis zu gewissem Optimum ist größer effektiver etc, darüber hinaus - bedeutet größer - negative Folgen
Analogie - Informationsangebot - Überfluß; Informationsflut
Heute - 1968 - leben 90% aller Wissenschaftler, die es je auf der Welt gab; allein im Bereich der biologisch-medizinischen Wissenschaften >7000 Fachzeitschriften
1964 wuren 250 Millionen Seiten an Wissenschaftspublikationen gedruckt; 
150.000 Fachzeitschriften bekannt (Publikationsstatistik - Szientometrie)

Mario von Cranach: Selbtszensur der Neugier. (BP-Kurier 1968_01, S.34f)
Jedes Lebewesen benötigt Kenntnisse (Erfahrungen) über die Eigenschaften der Umwelt um Überleben zu können. Quellen zu finden (Essen) und Gefahren abzuwehren
Informationen sammeln, bewerten "Versuch und Irrtum" Trial and Error
Sinnesorgane der Lebewesen; Appetenzerhalten; einzelnen Informationen zu verarbeiten (Klassifizieren, Zusammenhänge sehen - Lernen)
Je höher das Lebewesen, desto mehr Information kann genutzt werden;
zur Entwicklung - gehört Informationssammlung - der Trieb dazu = Neugier
Appetenz nach Lernsituationen (Konrad Lorenz) - neue Erfahrungen sammeln - entsprechende kulturelle Einrichtungn - Theater, Fernsehen, Tourismus
Neugier - Risiko - Zusammenhang / Bergsteigen, Risiko suchen
Risiko - Information zu verdrängen - Psychologie - Verdrängung
sucht eher angenehme Informationen - z.B. geht zu den Versammlungen, bei denen Redner eher so reden, wie man auch denkt
Meiden (Verdrängung) gilt fast nur für unannehme Informationen
Unangenehm ist Information, die andere Meinung darstellt; Neigung einmal gefasste Meinung nicht leicht aufzugeben (Einstellung)
Informationen, die Gefahren ankündigen könnten - z.B. Arztbesuch
Informationen, die das Selbstbild in Frage stellen
selektive Information - Aufnahme - Verarbeitung - Wiedergabe
Persönliche Botschaften - Höflichkeit / z.B. Sie reichen aus dem Mund; Sie stinken...