Mit Mediennutzung bezeichnet man den Konsum von Medienangeboten insbesondere der Massenmedien. Sie ist Thema der Publikums- bzw. Rezipientenforschung. (wikipedia)
Bedingt durch die rasante Entwicklung der IT-Kommunikationsmedien, ändern sich die Nutzung der Medien recht schnell; in die Daten vor einigen Jahren sind heute (2014) überholt.
Beispiel: Eine Studie der Universität Bonn zeigt, dass Jugendliche durchschnittlich täglich 3 Stunden das Smartphone (ab 2007 als Apple iPhone Beginn der Verbreitung) nutzen. (Meldung Hamburger Abendblatt - 24.06.14)
(⇒ Public Health Nutrition / Gesundheitsrisiko - körperlicher Inaktivität / (un)gesunder Lebensstil)

Mittlerweile (Stand: Mitte 2012) liegt der durchschnittliche tägliche TV-Konsum bei 242 Minuten, die Hörfunk-Nutzungsdauer liegt bei 191 Minuten und das Internet wird im Schnitt 83 Minuten täglich genutzt. Die Daten der Langzeitstudie Massenkommunikation führen vor Augen, dass mittlerweile der meiste Radiokonsum außerhalb der Freizeit erfolgt (2010: 151 Min.), während das Fernsehen seit 2005 mit knapp 190 Minuten relativ stabil das mit Abstand beliebteste Freizeitmedium bleibt (während seine Nutzung außerhalb der Freizeit 2010 bei 34 Min. lag). Das Internet wurde mit 55 Minuten 2010 ebenfalls vordringlich innerhalb der Freizeit genutzt (außerhalb: 33 Min.). Über alle tagesaktuellen Medien hinweg lang die Parellelnutzung für die Gesamtbevölkerung 2010 bei 50 Minuten und nahm damit rund 9 Prozent Anteil an der Bruttomediennutzung einnahm. Bei den 14- bis 29-Jährigen war dieser Anteil mit 11 Prozent etwas höher.
(wikipedia: Mediennutzung bei Kindern und Jugendlichen)
Die Studie "Mediennutzung in Deutschland 2015" (download) ermittelte, daß  die Deutschen täglich über 10 Stunden mit der Nutzung von Medien verbrachten, wovon mit 70 Prozent der mit Abstand größte Anteil auf die Nutzung von Fernsehen und Radio entfiel. Alle audiovisuellen Medien gemeinsam stehen für fast 80 Prozent der täglichen Mediennutzung (Rest: z.B. Internetnutzung). Pressemitteilung 20.01.2016 bei www.vprt.de 

- Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) -  Archiv - bis 2003 zurück
- Schneller, J.: Anhaltender Transformationsprozess der Mediennutzung. AWA 2017

- www.kinder-medien-studie.de  ⇒⇒  Kinder-Medien-Studie 2017. Presse-Präsentation (download)  ⇔  Die Zeit 08.08.2017 -

Mediennutzung von Kleinkindern (2-5J) - Mini-KIM-Studien seit 2012
Mini-KIM 2014 (download)
Mini-KIM 2012 (download)

Mediennutzung von Kindern (6-13j):
KIM-Studien (des mpfs - Medienpädagogischer Forschungsverbund Südwest)
KIM-Studie (Kinder+Medien, Computer+Internet) 2012 (download)
Interessengebiete; Lieblingssendungen, Lieblingsmusik
Besitz von Geräten (in Familie; im "Kinderzimmer") - CD, elektronische Spiele; Handy, Smartphones; mp3; TV, Radio, PC, Tablet; Digitalkamera, 
- Nutzungsfrequenzen; Freizeitaktivitäten (u.a. auch Spielen außer Haus - im Freien); Lesen, Surfen im Internet; elekt. Spiele
KIM-Studien gibt es seit 1999; elektronisches Archiv

Seit 1999 führt der Medienpädagogische Forschungsverbund Südwest regelmäßig eine Basisstudie zum Stellenwert der Medien im Alltag von Kindern (6 bis 13 Jahre) durch. Auch die KIM-Studie ist als Langzeitprojekt angelegt, um die sich im permanenten Wandel befindlichen Rahmenbedingungen des Medienangebots und die damit verbundenen Veränderungen adäquat abbilden zu können. Bisher wurde die KIM-Studie in den Jahren 1999, 2000, 2002, 2003, 2005, 2006, 2008, 2010 und 2012 aufgelegt. Im Rahmen der KIM-Studie werden jeweils rund 1.200 Kinder mündlich-persönlich sowie deren Mütter schriftlich befragt. Im Mittelpunkt der Studie stehen die Themenfelder: Freizeitaktivitäten Themeninteressen Medienausstattung Medienbindung Medienfunktion Computer- und Internetnutzung Einstellungen zu Computer und Internet Computerspiele Lernprogramme Computer und Schule Mediennutzung im familiären Kontext Die Studien stehen alle im pdf-Format zum Download zur Verfügung. 

JIM-Studien (Medienumgang 12-19Jähriger)
- JIM-Studie 2016 (download) - JIM-Studie 2015 (download)
JIM-Studie 2012 (download)
ähnliche Bereiche wie in den KIM-Studien (s.o.) dazu - Vereinszugehörigkeit, Glaubwürdigkeit der Medien; online-Communities
Seit 1998 wird mit der JIM-Studie im jährlichen Turnus eine Basisstudie zum Umgang von 12- bis 19-Jährigen mit Medien und Information durchgeführt. Neben einer aktuellen Standortbestimmung sollen die Daten zur Erarbeitung von Strategien und Ansatzpunkte für neue Konzepte in den Bereichen Bildung, Kultur und Arbeit dienen. Die JIM-Studie ist als Langzeitprojekt angelegt. So werden einerseits allgemeine Entwicklungen und Trends kontinuierlich abgebildet und dokumentiert, gleichzeitig werden in den den einzelnen Untersuchungen spezifische Fragestellungen realisiert, um aktuelle Medienentwicklungen aufzugreifen. Kooperationspartner bei der JIM-Studie sind die Landesanstalt für Kommunikation Baden-Württemberg, die Landeszentrale für Medien und Kommunikation Rheinland-Pfalz, die SWR Medienforschung sowie die Zeitungs Marketing Gesellschaft. Für die JIM-Studie werden jährlich gut 1.000 Jugendliche telefonisch befragt. Themenschwerpunkte der JIM-Studie sind: - Freizeitaktivitäten - Themeninteressen und Informationsquellen - Mediennutzung - TV-Präferenzen - Medienbesitz - Computer- und Internetnutzung - Einstellungen/Images zu Computer und Internet - Computer und Schule - Medienfunktionen - Handy und SMS - Medienbindung
Die Studien stehen alle im pdf-Format zum Download zur Verfügung.

FIM-Studie (Familie, Interaktion & Medien)
FIM 2011 (download)
Das Fernsehen ist in deutschen Familien das wichtigste Medium. Fast drei Viertel aller Kinder und Jugendlichen von 3 bis 19 Jahren schauen regelmäßig (mindestens mehrmals pro Woche) gemeinsam mit ihren Eltern fern. 45 Prozent der Eltern hören regelmäßig mit ihren Kindern gemeinsam Radio und 13 Prozent gehen regelmäßig zusammen ins Internet. Bücher spielen vor allem für die jüngsten Kinder ein wichtige Rolle: 82 Prozent der 3- bis 5-Jährigen bekommen regelmäßig von ihren Eltern vorgelesen oder lesen gemeinsam mit ihnen. Auch in der innerfamiliären Kommunikation spielt das Medium Fernsehen und seine Inhalte eine wichtige Rolle. Fast zwei Drittel aller Kinder und Jugendlichen geben an, regelmäßig über „Fernsehen oder was man im Fernsehen gesehen hat“ mit der Familie zu sprechen. Wenn es darum geht, wer sich zuhause mit den verschiedenen Medien am besten auskennt, sind die Rollen klar verteilt: In Sachen Fernsehtechnik und -geräte sowie bei Computerfragen besitzt nach Angaben aller Familienmitglieder der Vater in der Regel das größte Know-how. Die Mutter wird hingegen oftmals als Bücherspezialistin der Familie genannt, die Kinder kennen sich am besten mit Computer- und Konsolenspielen aus. Die wichtigste Tageszeit um sich in der Familie zu unterhalten und über Erlebnisse auszutauschen ist der Abend. Beim Abendessen und vor dem Zubettgehen finden viele Gespräche zwischen Eltern und Kindern statt. Das Gesprächsklima in deutschen Familien ist dabei nach der gemeinsamen Einschätzung aller Familienmitglieder insgesamt harmonisch. 96 Prozent der Eltern wie der Kinder stimmen beispielsweise der Aussage „Bei uns kommt immer jeder zu Wort, egal wie alt er ist“ zu. Für die meisten Themen ist die Mutter der erste Ansprechpartner der Kinder.
Die FIM-Studie (Familie, Interaktion & Medien) wurde vom Medienpädagogischen Forschungsverbund Südwest in Zusammenarbeit mit dem Südwestrundfunk durchgeführt. Die Studie bietet aktuelle Erkenntnisse zur Kommunikation und Interaktion in deutschen Familien sowie repräsentative Ergebnisse zur Mediennutzung im Familienkontext. Für die Untersuchung wurden alle Mitglieder von 260 Familien mit Kindern zwischen 3 und 19 Jahren persönlich befragt.  

Mediennutzung 2016: Deutsche nutzen über 10 Stunden täglich Medien. Pressemitteilung 01.02.2017 von www.vprt.de - Download des Berichts.

Mediennutzung in der Schweiz
- JAMES (Jugend | Aktivitäten | Medien – Erhebung Schweiz) Download des Berichtes JAMES 2016 - link bei www.zhaw.ch  09.11.2016

- U.S. Adults Now Spend Nearly Half a Day Interacting with Media.  ACNielsen Newsletter 31.07.2018  (11 Std 6min - alle Medienarten zusammen - TV bis smartphone)

Beispiel - Studie Mediennutzung in den USA. CDC-Databrief No. 157. TV Watching and Computer Use in U.S. Youth Aged 12–15, 2012.8 pp. (PHS) 2014-1209. July 2014. (download) (fast alle Nutzen diese Medien täglich > 2h)

 

Menschen in unserer Gesellschaft sind in ihrer Umwelt vielen Medien ausgesetzt. (Kommunikation - Medien)  (Analyse - Zeitverwendung)

Wichtige Medien (allgemein) (und hinsichlich Ernährungs- und Gesundheitsinformationen)

Mediennutzung - nur Zeitdauer usw

Medienwirkung - Evaluierung (z.B. Werbewirkung) 

Nutzung der modernen Medien - TV; IT - "Bildschirm" - "vor der Glotze sitzen" - körperliche Inaktivität (Gesundheits-Risikofaktor)

Die veränderte Mediennutzung beschleunigt den Vertrauensverlust in die klassischen Medien vor allem in den jüngeren Bevölkerungsschichten. Dies hat jetzt eine Meta-Analyse der Mediennutzung von 1970 bis heute ergeben. Wie daraus hervorgeht, ist das Fernsehen für 37 Prozent der deutschen Bevölkerung zwar nach wie vor das wichtigste Informationsmedium, diese Position hat das erst Mitte der 90er Jahren gestartete Internet aber bereits heute bei 27 Prozent der Deutschen erreicht. Die Tageszeitungen folgen mit 21 Prozent auf dem dritten Platz vor Radio und Zeitschriften. Die Altersgruppenbetrachtung macht den Bedeutungszuwachs des Internets als Informationskanal Nummer Eins noch deutlicher. So ist das Internet heute erstmals auch in der Altersgruppe 30 bis 49 Jahre das wichtigste Informationsmedium vor allen anderen Mediengattungen. Bei 14- bis 29-Jährigen ist dies schon länger der Fall.
(link bei www.hausderpressefreiheit.de ) (Reihe Diskurs)