04/30/14

Kundenzeitschriften

Kundenzeitshriften sind ein Marketing (Werbe) Instrument, dass der Kundenbindung dient. Sie sind eher vom Handel gestaltet (als von einzelnen Erzeugern - siehe Firmenschriften). Sie können im Prinzip aussehen wie "normale" Zeitschriften, sie sind jedoch nicht neutral.

Bekannte Kundenzeitschriften sind
- Apotheken Umschau
- Bäckerblume (seit 1954)  (wikipedia)  (Zur Geschichte - link  - Frank Becker, 2010 - Blog - Musenblätter) (hier - 1952 in Erkrath - von Trude Zaeck van Heel +Bernhard Zaeck - wurde Lukullus-Verlag gegründet; Umzug 1961 nach Hilden)
- Coop-Zeitung (Schweiz)
- DM-Drogerie - Alverde (jeweils das Monats-aktuelle Magazin ist elektronisch verfügbar)
- Drogistenstern (Schweiz)
- Edeka-Journal (Genußmagazin "Mit Liebe") (nur knappe Inhaltsangaben - aber gute Hinweise zu Lebensmittel und Ernährung im EDEKA-Internet) (Relaunch 2013 - Besprechung - z.B. im Blog www.valentinas-kochbuch.de - Kinder- Kundenzeitschrift "Yummi" von Edeka  (Pressemeldung 17.10.2016)

- Penny - Magazin "mittendrin" (link)
- www.fisch-und-tipps.de --
- Food+Friends 
- Journal für perfektes Haushalten (Kundenmagazin für den Lebensmitteleinzelhandel _vor allem viel Rezepte) (Edeka) vormals "Die kluge Hausfrau",  die älteste Kundenzeitschrift Deutschlands (BR-Medien)
- Lukullus - Fleischerei-Magazin  (bei BL Medien)
- Migros-Magazin  - Migros-Aktionen  - www.saison.ch
- Mobil (Bahn)
- Schrot&Korn (Infos zur Geschichte) (Naturkostläden, Biohandel) (wikipedia)
- Spar (Österreich)  (www.spar.at ) - www.mahlzeit-magazin.at  (dort auch ein Archiv - älterer Ausgaben _ dabei auch Gesund Leben Magazin) - und Küchen-Lexikon bei - www.mahlzeit-rezepte.at 

- tegut-Magazin "Marktplatz" (website) (mit Archiv) 
- www.slowbaking.de - Kundenzeitschrift - "brot & Genuss" (Infos)

Aldi inspiert - Magazin bisher nicht regelmäßig; versch. Phasen - jetzt (Jan 2015) Meldung soll besser am Markt plaziert werden (Handelsblatt - 07.01.2015) - am 13.01.2015 erstes neues Heft "Aldi inspieriert" downzuloaden (66S. - 47MB)

Früher auch Bier-Magazin

Auch Marketing Orientiert sind Zeitschriften wie Gour-Med - für Mediziner;  Infos) www.gour-med.de  (Informationen zu Arzneimitteln; zu Wellness; Weine, Life-Style, Reisen, usw. - auch Ernährung - aber nur "gutes" - Fleisch ist gesund; Wein ebenso usw.)
Diners Club Magazin (Gong-Verlag; Chefredakteur - Helmut Markwort) (Ausgabe aus 1990 ) Das deutsche Diners Club Magazin war das erste Magazin für Kreditkartenkunden in Europa. (link)

- Zeitschriften der Universitäten und Forschungseinrichtungen 

fileadmin/user_upload/EDWText/TextElemente/Medien/Kundenmagazin_brot_genuss__Slow_Baking_Infos.pdf

 Werbeträger - Auflagezahlen-Entwicklung (link)

(wikipedia): Eine Kundenzeitschrift ist ein periodisch erscheinendes Instrument der Unternehmenskommunikation im Zeitschriften- oder Zeitungslayout, das auf Papier oder digital gespeichert redaktionell und/oder werbend dargestellte Inhalte mit oder ohne Unternehmensbezug transportiert und von Unternehmen eingesetzt wird, um Kunden mit dem Ziel des Wissensaufbaus, der Informationsgewinnung, der Verkaufsförderung, der Imagebildung und/oder der Kundenbindung zu erreichen. Kundenzeitschriften dienen der Kundenpflege. Sie werden als besondere Ausprägungsform des Corporate Publishing von Unternehmen für Privat- oder Geschäftskunden zur Information und Kundenwerbung publiziert.
Die Printausgaben der Kundenzeitschriften sind oft sehr ähnlich gestaltet wie Publikumszeitschriften.
Kundenzeitschriften bestehen aus einem redaktionellen Teil und einem Werbenden. Der redaktionelle Teil unterscheidet eine Kundenzeitschrift von einem Werbeprospekt. Sie vertreten die Interessen des Handels bzw. der Industrie.  Eine weitere Unterscheidung kann man an den Zielgruppen festmachen. Sie werden inhaltlich und äußerlich dem Interesse und Geschmack der Zielgruppe passend gestaltet.
Kundenzeitschriften sollen den Verbraucher über Produkte, Neuheiten und allgemein über die Handelssparte informieren. Um das Interesse des Kunden zu wecken und ihn möglichst an die Publikation zu binden, sollten sie auch unterhalten – mit Gewinnspielen oder Kreuzworträtseln zum Beispiel.
Die Unternehmen sind für die Inhalte verantwortlich. Mittlerweile wird jährlich auch der „Oscar für Unternehmensmagazine“ vom Forum Corporate Publishing mit Sitz in München verliehen.
Neuerdings gibt es auch Kundenzeitschriften, die im Internet als Online-Magazin erscheinen, zum Beispiel von der PSD Bank in Kiel.
Andere elektronische Kundenzeitschriften werden als E-Mail-Newsletter aktiv von den Unternehmen an ihre Kunden versandt.
Die meisten Kundenzeitschriften werden zunächst vom Handel, beispielsweise von Apotheken gekauft, die diese dann mit dem Ziel der Kundenbindung an den Kunden verteilen. 
Konzipiert, bearbeitet und gestaltet werden sie meistens von Redaktionsbüros, Werbe- oder PR-Agenturen.
Die Kundenzeitschriften erscheinen regelmäßig, zumeist monatlich oder vierteljährlich. Einer Umfrage zufolge lesen 56 % der Kunden die Zeitschriften aus Interesse, 45 % wegen der Informationen, 69 % werden durch sie auf neue Produkte aufmerksam. Über ein Drittel liest mehrmals im Monat Kundenzeitschriften. Die meistgelesenen sind die Kundenzeitschriften der Apotheken, wie etwa die Apotheken Umschau. Andere bekannte Beispiele für Kundenzeitschriften sind DB Mobil oder die Bäckerblume.

Die erste Branche, von der bekannt ist, dass sie Kundenzeitschriften einsetzte, war die junge Elektrizitätswirtschaft, die Mühe hatte, sich gegen die Konkurrenten Gas und Petroleum durchzusetzen: 1905 erscheinen die „Mitteilungen der Berliner Elektricitäts-Werke“, 1910 folgen das Städtische Elektrizitätswerk Straubing und das Städtische Elektrizitätswerk Dortmund, 1912 das Städtische Elektrizitätswerk Hannover und die Amperwerke in München. Im gleichen Jahr bringt auch die Firma Hollerith (aus der später IBM wird) ihre „Mitteilungen“ heraus. Die Zeitschrift „Mein Eigenheim“ des Wüstenrot-Gründers und Schriftstellers Georg Kropp durften die Bausparer 1924 in Empfang nehmen. 1925 lag die erste Kundenzeitschrift der Apotheker auf dem Tresen, aber auch die Frankfurter Gasgesellschaft zieht nun mit einer eigenen Zeitschrift nach. Die Elektrizitätswirtschaft setzt Kundenzeitschriften nun schon fast flächendeckend ein.
Die Lebensmittelhändler erhalten dieses Kundenbindungs-Instrument erstmals 1927. Am berühmtesten wurde wohl die „Bäckerblume“, die aber erst 1954 zum ersten Mal erschien, mit bis zu 890.000 Exemplaren bei Tausenden von Bäckern auslag und sich dann zum Synonym für die Kundenzeitschrift mauserte.
Im Dritten Reich vereinnahmte das Propagandaministerium auch – wie andere Blätter – die Kundenzeitschriften: Sie mussten Propaganda für Führer Volk und Vaterland auf ihre Fahnen schreiben. Viele zogen sich aber lieber mit Unterhaltungs-Artikeln und Rezepten aus der Affäre. Nach dem Krieg herrscht erst einmal Papier- und sonstiger Materialmangel, aber ab 1950 zeigen sich wieder die ersten Blätter für die um diese Zeit. Im Westdeutschland erlebten Kundenzeitschriften mit dem Anwachsen der Haushalts-Budgets einen Aufschwung. Die rasch wachsenden Auflagen der Publikumszeitschriften sorgten für immer professionellere Gestaltung auch dieses Mediums. 1968 geht das „Handbuch für Öffentlichkeitsarbeit“ aus dem Luchterhand-Verlag von rund 120 Titel mit zusammen 33 Millionen Exemplaren aus. Der Rationalisierungs- und Konzentrationsprozess sorgt dafür, dass es sieben Jahre später nur noch 61 Titel sind, aber mit etwa der gleichen Gesamtauflage. Im neuen Jahrtausend geht es dann noch einmal steil aufwärts. In den letzten Jahren hat sich die Anzahl der Kundenzeitschriften hinsichtlich der Titel und der Auflage stark vermehrt. Im Jahr 2000 gab es über 3000 Kundenzeitschriften, mit einer Gesamtauflage von mehr als 400 Millionen Exemplaren.

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