Rhythmen des Lebens (Dichotomie – Gleichgewicht der Gegensätze)

Regelkreise benötigen beides an/aus – Rückkopplung – Stellgliedern in Systemen (set-points / Grenzmarken – Signale)

Ohne diese Ausgleiche ist kein organisches Leben dauernd, nachhaltig möglich / jede positive oder negative (unkontrollierte) Steuerung führt zu „über“ (positiv) oder „unter“ (negativ) – „Zerplatzen“ oder „Verhungern“.

Heutiges Gesellschaftssystem (politischen Ziele) auf Wachstum; keine Grenzen gesetzt; immer mehr Konsum (immer mehr Schulden)

Das Beispiel Diskussion um Ladenöffnungszeiten (Arbeitszeiten - Einkaufszeiten)
(Strukturen - Ladenschluß-Diskussion - Spiegel Titel Nr.51_1987; Einkaufen - rund um die Uhr )(24/7) (heute realisiert durch elektronische Läden - Internethandel)

Kirche - verlangt immer noch Sonntagsruhe
(TAZ - 4.6.2011 - "Falsche Sonntagsruhe")

Wissenschaft - Biologische Rhythmen - Chronobiologie

Seh-Sinn - Rhythmus – Hell-Dunkel (Sonnen-Lauf) – in der modernen Welt – künstl. Licht – die  Nacht wird ausgeschaltet /Veränderungen von Tag und Nacht – Zyklus der Jahreszeiten – Winter – Sommer (Sonnenwenden) / Innovation – Elektrizität / Licht – wann ersten Strassen Laternen / elektr. Licht in Wohnungen / Geschichte des künstlichen Lichtes (Feuer / Kienspan)

Hör-Sinn _ Ohr -  Laut und Leise (auch früher Tag und Nacht; in der Nacht Ruhe; trotzdem unterschiedliche Geräusche; Zyklus der Natur (auch mit Tag und Nacht; - z.B. Vogelgezwitscher / Vogeluhr / Aktivitäten in den versch Tageszeiten – Arbeit – Ruhe   /  (Abb- alte griechische >Diätetik) / OLT134 Kap. 1.1.3 - S.4 -  motus et quies  /  somus et vigilia  )

(gute künstl. Darstellung – Installation – Von Licht abhängige Geräusch-Kulissen in einem Wohngebiet – Giers – Schw Gmünd – Ausstellung bei Edith Wahland, Stuttgart)

Tast-Sinn - Temperatur - Sonne, Regen; Klima-Jahreszeiten; heiss-kalt; frieren/schwitzen; nass-trocken; blass-braungebrantt; modern: Klimaanlagen - immer gleiches Klima; kann Jahreszeiten mit Sinne wahrnehmen

Andere "Gleichgewichtspaare" - Jung – Alt (neues Leben – altes Leben; Geburt – Tod) – versch Funktionen – Neugier - Erfahrung

Stark – Schwach / Munter – müde / Arbeit - Ruhepause - Erholungsphasen / Wochentag - Wochenende/ Sonn-und Feiertage

„Auto“ – „Fussgänger“ / Autos oben – Fussgänger unten in der Unterführung (Menschen werdne „Maulwürfe“)

nah – fern (subjektiv – Tempo – Erreichbarkeit - Barrieren

Gesund – krank / krank – auf Hilfe angewiesen sein; gesund – helfen können

Angst krank zu werden (nicht krank sein zu dürfen; fit ist „Leben“ – moderne Menschen haben keine Schwächen) – macht krank

Gut und böse; Freud und Leid

Gesund - Krank - Menschen (Leben) sind Mängelwesen – es gibt nicht nur „gesundes“ / Krankheitsepisoden sind „normal“

Tagesrhythmus (Erdrotation) – circadian /  Licht gesteuerte (Erdumdrehung) - Tag und Nacht /  innere Uhr / durch Gesellschaft (z.B. künstliches Licht) - Verschiebung der Nacht; äussere Steuerung;  "gesellschaftlicher jetlag" /

Wochenrthythmus – circaseptan (Bezug zu Mondumlauf) / Monatsrhythmus – circalunar

Jahresrhythmus – circaanual – Sonnenumlauf  /  Kalender - Namensgebung bei historischen Kalender an Jahreszyklus orientiert (besonders deutlich bei französischen Revolutionskalender - Info)

Mehrjährige Rhythmen – infraannual – Sonnenaktivitäten / Planetenkonstellationen usw

Barbara Methfessel: Zeiträume für eine gemeinsame Esskultur. Haushalt und Bildung Nr.1/2004 – S. 2-10 (wird in IAKE-Heft erscheinen/ Einbindung des Essens in Kultur / kulturelle Klassifizierung in essbar / nichtessbar /- „die Küche“ – als kulturelles Regelwerk (Ratgeber für die kluge Hausfrau; Mamieren etc) /- die „Mahlzeit“ – als zentrales Konstrukt

Bibel „Sechs Tage sollst du arbeiten, aber am siebten Tag ist der Sabbat des Herrn deines Gottes“ (gesetz nach Moses)
Für alle Menschen; gemeinsam - Sonntag im Grundgesetz geschützt;
Arbeitszeitenreport der EU (Pressemeldung 27.6.11)  (Eurofond Report - link)

Schichtarbeit – Tagesrhythmus / De-Synchronisation  /  Bedeutung der Arbeitspause - innere Uhr

Essen und Schlafen
Esoterische Literatur:Rias-Bucher, Barbara: Die Biorhythmus-Küche, 222 Seiten, Mankau-Verlag 2016 - 

Stimmungsschwankungen bei Menschen / „mood“ / fröhlich und traurig (blue mood; den Blues haben)

Befragung in USA – ca 3mal im Monat traurig – Frauen 3,5 / Männer – 2,4

(Die Welt – 05.08.04 – Wissenschaft – Notiz;  -  www.cdc.gov

 

Tagesrhythmen -  Leistungsfähigkeit – im tagesablauf / Leistungskurven und Mahlhzeiten / Zeittypen - Frühaufsteher (Lerchen) - Nachtmenschen (Eulen)  (im Tierreich)

 

Lambeck, A et al.: Leben im Rhythmus Der Einfluss von Schlaf, Wachzeiten, Mahlzeiten und Bewegung auf die Entwicklung von Gewicht und Gesundheit Moderne Ernährung (Süßfacts) Nr.2/2012
(zu wenig Schlaf - Übergewicht; Modell; social jetlag)
Social Jet Lag - link zu www.medicinenet.com  -

Wehrens, S.M.T. et al.: Meal Timing Regulates the Human Circadian System. Current Biology Open Access DOI: http://dx.doi.org/10.1016/j.cub.2017.04.059 -01.06.2017 - ⇔   link bei www.eurekalert.org -

alte“ Sendung des HR „Zuspruch am Morgen“ – aus dem 9.-14.Juni 1986 (Pfarrer – Hans Schmiedehausen – Kassel)  Lit.16.757

Schmiedehausen Hans - (0 56 76) 85 99  34479 Breuna, Holländische Str. 42

 

Literatur Übersicht 72 - Studien zu biologische Zyklen (Einfluss der Ernährung)

Siehe auch Publikationen - OLT 205 / OLT 214

 

 

Alkohol bringt die innere Uhr aus dem Takt

http://www.welt.de/wissenschaft/medizin/article4445856/Alkohol-bringt-die-innere-Uhr-aus-dem-Takt.html

 

Morgens gewonnene Muttermilch stimuliert das Baby, abendliche fördert den Schlaf http://www.wissenschaft.de/wissenschaft/news/307493.html

 

05.10.2009 - Gesundheit

Eine Milch für gewisse Stunden

 

Morgens gewonnene Muttermilch stimuliert das Baby, abendliche fördert den Schlaf

 

Ein Baby sollte abgepumpte Muttermilch zu der Tageszeit bekommen, zu der sie auch gebildet wird, empfehlen spanische Forscher. Der Grund: Die tagsüber produzierte Milch ist anders zusammengesetzt als die nachts gebildete. Letztere enthält beispielsweise größere Mengen an Substanzen, die den Schlaf fördern, während in ersterer eher anregende Inhaltsstoffe zu finden sind. Es sei also nicht sinnvoll, morgens abgepumpte Milch bis abends aufzuheben und den Säugling dann damit zu füttern, schließen die Forscher um Cristina Sánchez von der Universität in Extremadura.

 

Muttermilch ist ein sehr komplexes Gemisch aus den verschiedensten Nährstoffen, Vitaminen, Mineralien, Spurenelementen, Immunfaktoren, Hormonen und weiteren biologisch aktiven Substanzen. Ihre Zusammensetzung verändert sich mit dem Heranwachsen des Babys so, dass sie den Bedürfnissen des Säuglings optimal angepasst ist. Doch offenbar spielt nicht nur das Alter der Kindes eines Rolle für die Mischung, sondern auch die Tageszeit, konnten die Spanier jetzt nachweisen. Sie hatten jeweils sechs bis acht Proben Muttermilch von 30 Frauen untersucht, die über einen Zeitraum von 24 Stunden abgepumpt worden waren, und sich dabei speziell auf die Menge sogenannter Nukleotide konzentriert. Diese Biomoleküle sind die Bausteine der Erbsubstanz, erfüllen jedoch auch noch andere Funktionen im Körper. So gelten einige von ihnen als schlaffördernd und beruhigend, andere hingegen scheinen eher anzuregen.

 

Die Konzentration der schlaffördernden Varianten – AMP, GMP und UMP genannt – folgte einem täglichen Zyklus und erreichte die höchsten Werte zwischen acht Uhr abends und acht Uhr morgens, entdeckten die Wissenschaftler. Die als anregend geltenden Nukleotide CMP und IMP waren dagegen tagsüber am höchsten konzentriert. Diese Veränderung hilft offenbar beim Einleiten der Schlafphase am Abend, kommentiert Studienleiterin Cristina Sánchez: "Man würde ja auch niemandem nachts Kaffee geben, und das Gleiche gilt anscheinend für Muttermilch – sie hat spezielle Tagesbestandteile, die Aktivität beim Kind stimulieren, und zusätzliche Nacht-Komponenten, die dem Baby helfen, sich auszuruhen." Es sei also sehr wichtig, dem Kleinen die Milch genau zu der Tageszeit zu geben, zu der sie auch abgepumpt wurde, unterstreicht die Wissenschaftlerin.

 

 

Cristina Sanchez (Universität von Extremadura) et al.: Nutritional Neuroscience, Bd. 12, Nr. 1, S. 2