08/22/14

Erster Weltkrieg - 1914-1918

Der Erste Weltkrieg wurde von 1914 bis 1918 in Europa, dem Nahen Osten, in Afrika, Ostasien und auf den Weltmeeren geführt und forderte rund 17 Millionen Menschenleben.  (Wikipedia).
Im Jahr 2014 wird das "Jubiläum" 100 Jahre Beginn des ersten Weltkrieges gebührend beachtet, d.h. es gibt sehr viele Informationen in den Medien.
(Wiki - Jahre - 1914) (1914 - Deutsches Historisches Museum)

Es gibt eigene Wissensportale zu diesem Themenbereich
www.europeana1914-1918.eu (für die Allgemeinheit und für Professionals - die folgende Website.

Bei der Bundeszentrale für politische Bildung (⇒ bpb) - www.bpb.de - Dossier "Erster Weltkrieg"
(darunter auch Kriegswirtschaft; Ernährungslage usw. - link)
Aus Politik und Zeitgeschehen: Heft B29-30 (2004) Thema: Erster Weltkrieg
Analog gibt es Informationen bei den Landeszentralen für politische Bildung (wikipedia).
(z.B. Baden_Württemberg - www.lpb-bw.de  -  Erster Weltkrieg)
(Übersicht ⇔ bei www.politische-bildung.de )

Deutsche Historisches Museum, Bonn - www.dhm.de  / online-Museum
Objektdatenbank - z.B. Recherche zum 1.Weltkrieg

Projekt: www.aera-magazin.de - ist praktische eine Tageszeitung taggenau 100Jahre zurück (digitalisierte Artikel aus den Zeitungen jener Zeit)

Verschiedene lokale Aktivitäten (bis hin zu Gemeinden); einige wenige Beispiele
Landschaftsverband Westfalen-Lippe - www.lwl.org - dort z.B. 
Roerkohl, Anne Der Erste Weltkrieg in Westfalen Lebensmittelmangel und Hunger an der "Heimatfront" Münster, 1987 Westfalen im Bild, Reihe: Westfälische Wirtschafts- und Sozialgeschichte, Heft 3 (link)
(auch in Die Lebensmittelversorgung während des Ersten Weltkrieges im Spannungsfeld kommunaler und staatlicher Maßnahmen, in: Durchbruch zum modernen Massenkonsum. Lebensmittelmärkte und Lebensmittelqualität im Städtewachstum des Industriezeitalters. Hrsg. v. H.-J. Teuteberg (=Studien zur Geschichte des Alltags 8), Münster 1987. (link)
Roerkohl, A.: Hungerblockade und Heimatfront, F.Steiner-Verlag, Bd.10 (link)
- daraus auch der WDR-Fernsehfilm "Steckrübenwinter 1916/1917 im Ruhrgebiet (link)
- Besprechungen von R.Sautmann  in Suite 101 -  Gesundheitlicher Verfall im 1.Weltkrieg - (link) / - Steckrübenwinter im Ersten Weltkrieg (link)
- Frauen schufteten im Ersten Weltkrieg an der Heimatfront.  WAZ 25.04.2014

-  "Plünderungen, Requisitionen und Nahrungsmittelknappheit" - link zu Wege der Erinnerung-Nordfrankreich

 - Regionalgeschichte Rheinland-Pfalz - Wirtschaft im 1.Weltkrieg (link)

- „Klippfisch und Steckrüben. Die Lebensmittelversorgung der Einwohner Frankfurts im Ersten Weltkrieg 1914-1918“ -  Band 60 der Reihe „Studien zur Frankfurter Geschichte“ des Instituts für Stadtgeschichte in Verbindung mit der Gesellschaft für Frankfurter Geschichte sowie der Frankfurter Historischen Kommission. 374S.; Waldemar Kramer in der marixverlag GmbH  (ISBN 978-3-86539-680-8). 2012
Pressemitteilung:  Neue Publikation zur Frankfurter Lebensmittelversorgung im Ersten Weltkrieg vorgestellt (pia) „Kartoffeln aus der Wetterau, Spargel aus Südhessen – davon konnten die Frankfurter im Ersten Weltkrieg oft nur träumen“, erklärt Evelyn Brockhoff die drastische Mangelsituation in der vom Großherzogtum Hessen umgebenen preußischen Provinzstadt. „Die Behörden mussten Lebensmittel aus entfernten Regionen Preußens oder der preußischen Provinz Hessen-Nassau herbeischaffen.“ Die Direktorin des Instituts für Stadtgeschichte stellte am Freitag die neue Studie „Klippfisch und Steckrüben“ über die Lebensmittelversorgung der Einwohner Frankfurts im Ersten Weltkrieg 1914-1918 vor. Viele Details der Lage in Frankfurt seien bislang unbekannt gewesen, bemerkte Brockhoff, zugleich Herausgeberin der Studie. Sie freue sich, diesem Manko nun abhelfen zu können. Autor Christoph Regulski geht in dem Werk den Fragen nach, wie sehr der Nahrungsmangel den Menschen zusetzte und wie sich die Situation bis hin zum lebensbedrohlichen „Steckrübenwinter“ des Jahres 1916/17 verschärfen konnte. Er zeichnet ein anschauliches Bild von der anfänglichen Fehleinschätzung des Kriegsverlaufs und einer daraus resultierenden unstrukturierten Versorgungspolitik im Jahr 1914. Auf breiter Quellenbasis untersucht Regulski das Agieren der staatlichen wie städtischen Behörden und lotet deren Gestaltungsspielräume angesichts zunehmender Zentralisierung aus. Kriegsjahr für Kriegsjahr analysiert der Autor Änderungen der Versorgungslage für die Frankfurter Bevölkerung, die nach Einberufung der wehrfähigen Männer überwiegend aus Frauen, Kindern und Alten bestand. Die 1916 eingeführte Lebensmittelbewirtschaftung kam für Tausende zu spät; sie verhungerten im „Steckrübenwinter“ 1916/17. Im Unterschied zum nährstoffreichen Importmittel Klippfisch, den zu Kriegsbeginn noch große Teile der Bevölkerung abgelehnt hatten, stehen die ohne das seit 1915 kaum mehr vorhandene Fett nahezu nährstofflosen Steckrüben als Sinnbild für den Nahrungsmangel. Auch tiefgreifende wirtschaftliche und gesellschaftliche Auswirkungen des Krieges thematisiert Regulski detailliert. Das seit der preußischen Annexion im Jahr 1866 fortwährende Wachstum Frankfurts, das 1914 zu den führenden Industriestädten des Reiches zählte, wurde damals jäh unterbrochen. Der Mangelversorgung stand ein blühender Schwarzmarkt gegenüber. Wohlhabende Frankfurter Familien bunkerten Nahrungsmittel im großen Stil, sodass bei steigenden Preisen die Kluft zwischen Armen und Reichen wuchs. Die soziale Basis für die Revolution von 1918 entstand. Christoph Regulski, seit nunmehr zwei Jahrzehnten in Frankfurt, schließt mit der Studie eine Forschungslücke. Die einzigen Publikationen zur Weltkriegszeit in Frankfurt waren bereits 1934 und 1976 erschienen. Die Auswertung der umfangreichen Überlieferung des Frankfurter Lebensmittelamtes sowie der Magistratsakten, beides im Institut für Stadtgeschichte verwahrt, ermöglichten es, ein genaues Bild der Situation in der Main-Metropole für die vier Kriegsjahre zu zeichnen. Ganz nebenbei beschreibt Regulski auch den kriegsbedingten Wandel der Behördenstrukturen, Entwicklungen in der Landwirtschaft und die Stimmungslage der Bevölkerung.
- Uni Frankfurt - Sammlung (link)
"Heimatfront am Herd" Christoph Regulski: Klippfisch und Steckrüben. Die Lebensmittelversorgung der Einwohner Frankfurts am Main im Ersten Weltkrieg 1914–1918. Eine Studie zur deutschen Wirtschafts- und Innenpolitik in Kriegszeiten, Wiesbaden 2012.

Zeitungsberichte aus 1914-1918
- www.aera-magazin.de - auch teilweise in der TAZ - link
- 21.08.1914 - Ernährung der Massen im Krieg  (TAZ)
- 13.08.2014 - Soldatenernährung - Was die Frauen tun
- 16.07.2014 - Säuglingsernährung - Mutterberuf und kapitalistische Ausbeutung
- 13.07.1194 - Das Ideal der deutschen Landwirtschaft

Zeitschriften-Sonderhefte
wie z.B.
Schmidt-Klingenberg, M.: Der Kampf in der Küche. Spiegel-Special Nr.1, 2004 - Die Urkatastrophe des 20.Jahrhunderts.

"Steckrübenwinter" - Wikipedia

Die Lebensmittelversorgung im Januar und Juni 1915: Ein Vergleich der Stadt Stuttgart mit dem Oberamt Leonberg Kurzbeschreibung Studienarbeit aus dem Jahr 2011 im Fachbereich Gesch. Europa - Deutschland - I. Weltkrieg, Weimarer Republik, Note: 1,0, Universität Stuttgart (Institut für Landesgeschichte), (link)

Holzträger, Hermann, Januar 1986: Der Einfluss der Ernährungsberatung auf die Ernährungslage der Bevölkerung des Deutschen Reiches im 1. Weltkrieg. Gestellt von: Prof. C. Leitzmann, Institut für Ernährungswissenschaft der Justus-Liebig-Universität Gießen. # 63 (im Archiv)

Priefer,C. et al.: The food waste generation in Europe. TATuP 23(3) 21-30 (2014) - u.a. Kampagnen gegen Lebensmittelabfall in USA, 1.Weltkrieg

Surface, Frank M., Bland, R.L.: American Food in the World War and Reconstruction Period: Operations of the Organizations Under the Direction of Herbert Hoover 1914 to 1924: Stanford University Press, 1931 (Buch elektronisch verfügbar - download - 80MB) (imArchiv)
Darstellung und Information zur Ernährungssituation der europäischen Länder; und welche Nahrungsmittel die USA in diese Länder liefert (American Relief Administrations - Information bei answers.com)
Kapitel: ⇒ Germany
Armenien / Belgien / Bulgarien / Danzig / Dänemark / Deutschland / Estland / Finnland / Frankreich / Griechenland / Großbritannien / Italien / Jugoslawien / Lettland / Litauen / Niederlande / Österreich / Polen / Rumänien / Russland / Tschechoslowakei / Türkei / Ungarn

-  Hunger Draws the Map: Blockade and Food Shortages in Europe, 1914-1922 - link -
Talarico, J.: The food that fuelled the front - link Imperial War Museums -

http://www.iwm.org.uk/history/the-food-that-fuelled-the-front

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