Freizeit ist die Zeit, deren Ausgestaltung man selbst bestimmen kann (Neu-Deutsch: Me-Time). Dies hat jedoch verschiedene Dimensionen. Es ist die arbeitsfreie Zeit (vs Arbeitszeit); frei von familiären und sozialen Verpflichtungen. 
Das Wort geht auf die spätmittelalterlichen Rechtsbegriffe „Freye-zeyt“ und „frey zeit“ zurück und benannte damals die Zeit des „Marktfriedens“. Im heutigen Sinn nannte der Pädagoge Friedrich Fröbel 1823  die Freizeit, die „zur Anwendung nach ihren persönlichen und individuellen Bedürfnissen freigegeben" wurde. (wikipedia)
Im Prinzip sollte die Freizeit der Erholung dienen; doch es gibt sehr viele verschiedene Freizeitaktivitäten (Wirtschaftsfaktor - Freizeit-Wirtschaft) (Freizeit-Stress) (Freizeit-Räume; Freizeitparks) (Trennung von Arbeit und Freizeit - Raumplanung, Stadtplanung) (Mobilität - Freizeitverkehr - Ausflüge - Tagesreisen - Urlaub).

Freizeit dient der persönlichen Entfaltung, der Pflege sozialer Kontakte, dient den Dinge, die einem Freude bereiten, den Hobbys, Spielen, Lesen, Sport treiben, Einkaufen, der Musik, Kunst  u.v.a.m.

Doch Gesellschaft zwingt zu Freizeitaktivitäten; Werbung; (Freizeit)Marketing; Massenkultur; Eventisierung; "in-aktivitäten" (das ist ein "Muß" für jeden modernen Bürger). (Innovationen - neue Trends; z.B. seit einiger Zeit - After Work Parties) (mehr Freizeit + höhere Angebotsdichte und -zeiten (Ladenöffnung) - höherer wirtschaftlicher Umsatz)
Freizeitwirtschaftsbereiche:
Autoindustrie; Automatenwirtschaft (Spielhallen);Boots-/Schiffbau; Buchhandel; Computer/IT-Spiele; Einzelhandel; Filmwirtschaft; Fitness-Studios; Foto-Wirtschaft; Freizeitparks; Heimwerker (Baumärkte); Gartenmärkte; Gastronomie- und Hotelwirtschaft; Getränkewirtschaft; Kultur-"Wirtschaft (Museen, Musik, ua.); Konzert-/Event-Agenturen; Musikwirtschaft; Omnibus-Wirtschaft; Radio-Phono-TV-Industrie; Reisebüros (Tourismuswirtschaft); Sauna; Schausteller (Volksfeste); Sex-Industrie;Sportindustrie; Unterhaltungssoftware; Zeitschriftenhandel; Zoos + Tierhandlungen; Zweiradwirtschaft.

Geschäft mit der Freizeit - 2006 ca 120 Milliarden Euro für Freizeit, Unterhaltung und Kultur -(Stat.Bundesamt; AC Nielsen Meldung 4.7.2007); einerseits entspannen sich Deutsche gernzu Hause (97 % sehen TV); andererseits sind auch80% gern in der Natur. 

In der Freizeit anderes Ernährungsverhalten - Mahlzeitendauer, Rhythmus; andere Essens- und Getränkeformen; Lunch-Pakete, Picknick; u.v.a.
Weitere Aspekte sind die Gartenarbeit (Hausgarten, Schrebergarten), das Selbsternten, u.a.)

Semmler, G.: Ernährungsverhalten in der Freizeit - unter besonderer Berücksichtigung des Wochenendes. HuW 24 - 4 - 1976

Freizeit als Chance für Bildungsarbeit / Prävention
z.B. Diplomarbeit – Birgitta Schneider: Eine Projekt zur Gesundheitsförderung von Kindern und Jugendlichen im Freizeitbereich – Konzeptionierung, Durchführung und Evaluierung. TUM – Weihenstepahn (Steinmüller), 2002 Eisenhazer Weg 3 / 88260 Argenbühl Eglofs (Allgäu)

Freizeitforschung:

In Deutschland wurde 1979 das BAT Freizeit-Forschungsinstitut (BAT = British American Tobacco) gegründet; Horst W Opaschowski (wikipedia) war der Leiter;,2007 wurde das Institut in die Stiftung für Zukunftsfragen umgewandelt. (website - www.stiftungfuerzukunftsfragen.de ) (Publikationsarchiv) - (viele Infos dazu in einer Infosammlung im Archiv) - jetzt ⇒⇒ www.freizeitmonitor.de
- Freizeit-Monitor 2015 - link

In Österreich - Ludwig Boltzmann Institut für angewandte Freizeitwissenschaft  - jetzt Institut für Freizeit- und Tourismusforschung - www.freizeitforschung.at (dort auch Opaschowski akti)

Ausbildung - BSA Akademie für Prävention, Fitness, Gesundheit, Saarbrücken (Link)

Informationen:

- (YouGov)Umfrage unter Deutschen: Viele haben zu wenig Zeit für sich (Me-Time). Stuttg Ztg 06.06.2018 (Zeit geht durch "Haushalt" und "soziale Medien/Internet" "verloren").

"Raus aus dem Hamsterrad - meine Freizeit gehört mir" - Schrot&Korn Mai 2014

Opaschowski, H. W:: Deutschland 2010  - Wie wir morgen arbeiten und leben - Voraussagen der Wissenschaft zur Zukunft unserer Gesellschaft Hamburg: Germa Press Verlag; 2010 (ISBN 3-924865-33-7)

"Trends im Freizeitveralten 2005"  (AWA-Allensbach - link)

Zeitverwendung 2008/09 - Statistik Austria 2009
Freizeitaktivitäten 1998 - Statistik Ausria

Ingo Mörth - Vorlesung (Uni Linz) - Freizeitverhalten (im Archiv)

BAT Freizeit-Monitor ab 2001; auch in Östereich (z.B. 2002)  - "Freizeitmonitor 2011" der von der British-American-Tobacco (BAT) finanzierten "Stiftung für Zukunftsfragen".(link); zeigt z.B. deutliche soziale Unterschiede im Freizeitverhalten; (Pressemeldung der TAZ 30.8.11 - Sex und Mittagschlaf im Kommen)

Hans-Werner Prahl: Soziologie der Freizeit. Paderborn: Ferdinand Schöningh 2002. 
H. Giesecke: Leben nach der Arbeit – Ursprünge und Perspektiven der Freizeitpädagogik. München: Juventa 1983. 
Hasso Spode: Time out. Freizeit und Freizeitforschung aus historischer Sicht. In: Fundiert 1/2006, S.18-26 ([1]) Horst Opaschowski: Einführung in die Freizeitwissenschaft (2., völlig neu bearb. Auflage). Opladen: Leske+Budrich 1994. 
Horst Opaschowski: Pädagogik der freien Lebenszeit. Opladen: Leske+Budrich 1996. 
Horst Opaschowski: Feierabend? – Von der Zukunft ohne Arbeit zur Arbeit mit Zukunft!. Opladen: Leske+Budrich 1998.

Weltgesundheitstag 1960: Gesundheit und Freizeit

Freizeit von Jugendlichen - Themenbereich in den Shell-Jugend-Studien

Trends des innerstädtischen Freizeit-Markt; DSSW (Deutsches Seminar für Städtebau und Wirtschaft, Berlin) 2004 (donwload) (im Archiv)

Freizeit-Studie:  Deutsche arbeiten wenig und schlafen kurz -  Im OECD-Vergleich verbringen Deutsche eher wenig Zeit vor dem Fernseher

Das Image der Deutschen als Volk der Überstunden-Arbeiter bröckelt weiter: Eine OECD-Studie kommt zu dem Schluss, dass die Menschen hier mehr Freizeit haben als in fast jedem anderen Industriestaat. 
Sechs Stunden und 34 Minuten bleiben am Tag zur freien Verfügung, nur Belgier haben noch fünf Minuten mehr.  (OECD-Meldung 4.5.2009)  (Stern - 4.5.09) (OECD - Soziale Indikatoren  - Gesellschaft auf einen Blick )

Zeitschrift "Kulturaustausch"  Heft 2009_IV Themenschwerpunkt -Freie Zeit Was Menschen tun, wenn sie nichts zu tun haben (Berichte aus vielen Ländern)

Freizeit-Marketing BWIHK:IHK-Freizeitbarometer 2006 / Neue Angebote schaffen Besuchermagnete http://www.bw.ihk.de/index.php?id=46&tx_ttnews %5Btt_news%5D=179&tx_ttnews%5BbackPid%5D=7&cHash=73be6cd840

- Freizeit - Literaturliste (Uni Linz
Gerhard Huck (Hg.): Sozialgeschichte der Freizeit, Hammer Wuppertal 1980  

Freizeit-Arbeit - Selbermachen - Do it yourself - Spiegel Titel 17_1965  (Artikel dazu)

Mehr Freizeit statt Mangel an Arbeit. Spiegel 1984_16  (35 Stunden-Woche)

DER SPIEGEL (53/1973) - 31.12.1973 (1087 Zeichen) Freizeit-Boom Etwa 75 Milliarden Mark haben die Bundesbürger im letzten Jahr für Freizeitgüter und für Freizeitdienstleistungen -- wie etwa den Be Link auf diesen Artikel im Archiv:  service.spiegel.de/digas/find