Das Image vom eignen Körper - ein Ernährungsverhaltensfaktor

Das Wunschbild (Ideal) von sich selbst und seinem Körperbild  hängt vom Umfeld ab. Die Schönheitsideale ändern sich mit der Zeit. Noch nach dem Zweiten Weltkrieg - nach dem Ende der Hungerzeit - waren die Wohlhebenden auch eher körperlich "mächtig" (Chart). Im Mittelalter waren "Rubensfiguren" schön, und in unserem Klischee von den Arabern lieben diese mollige Frauen.
Seit den 1970ziger Jahren gibt es einen psychischen Druck auf Dicke, besonders bei Frauen, zunehmend auch bei Männern. Die Unterschiede der Klassen einer Gesellschaft - - s. z.B. Bourdieu - zeigen sich auch bei der "Körperpflege".
Models haben heute einen zu niedrigen BMI, sie sind als magersüchtig (unterernährt) zu bewerten. Die mediale Verbreitung solcher "Körperbilder" führt dazu, dass sich zu viele Menschen als zu dick empinfden.  Umfagen in den USA zeigen 75% aller Frauen möchten dünner sein.
Daraus ergeben sich Motive sich anders zu ernähren, weniger zu essen, auf die "Linie zu achten". Häufige Kontrolle des Körpergewichts ("Selbstvermesser").

Markt für energie-reduzierte Lebensmittel (funktionelle Lebensmittel) - Markt für Reduktionsdiäten (Unzahl von Diäten) - seriöse vs. unseriöse Angebote.
Widersprüchliche Ratschläge, falsche Versprechen und viele enttäuschten Erwartungen führen zum Anstieg von Essstörungen (Magersucht, Anorexia nervosa; Bulimie)

Seit einigen Jahren , z.B. im Sep. 2009 tauchten auch Model mit BMI 25 auf, z.B.  Lizzi Miller (Infos)- (Frankfurter Rundschau, 04.09.2009)
Dove (Unilever-Marke) nimmt Stellung zur aktuellen Debatte um Schönheitsideale / Die Körperpflegemarke Dove gratuliert der "Brigitte" zu ihrer Entscheidung in Zukunft nicht mehr mit Models zusammenzuarbeiten - Presseportal, 09.10.2009 -

Frederick, D.A. et al:  Culture, health, and bigotry: How exposure to cultural accounts of fatness shape attitudes about health risk, health policies, and weight-based prejudice. Social Science & Medicine, 2015; DOI: 10.1016/j.socscimed.2015.12.031 ⇔  How the media influence perceptions of obesity - ScienceDaily,  01.02.2016 -

Immer mehr (auch Jugendliche, bzw. schon vor der Pubertät) (Beispiel - Studie aus Canada - 10jährige) Menschen sind unzufrieden mit ihrem Aussehen  (INED Studie)

- Kosmetik (funktionelle Lebensmittel in bezug auf Schönheit; glatte Haut, weniger Falten; jungaussehend)
- Diäten (Abmagerungskuren)
- Pillen (zum Abnehmen, aber auch zum Muskeln bilden) (Doping) (funktionelle Lebensmittel - light food - Eiweißpräparate)
- sportliche Aktivitäten (von walking bis hin zu Sportstudios - body building)
- Gestaltung der Körper durch Schönheitsoperationen (extrem und negativ - Entwicklung des Körperbildes von Michael Jackson) - dazu auch Gestaltung des Äusseren durch Tätowierungen, Piercings (Body-Modification - Infos)

Schönheitschirurg Werner Mang warnt Immer mehr Jugendliche leiden unter Schönheitswahn (Bild, 08.03.2016 ) Sein Buch„Verlogene Schönheit. Vom falschen Glanz und eitlen Wahn“

siehe auch Umwelt-Bereich - Gesellschaftsethik - soziale Werte - Mode+Trends

Seminar in Karlsruhe - Männerbauch-Design - Körper durch Sport und Ernährung zu gestalten - und die Selbsterfahrungen (die die Künstler) dokumentieren (Infos)

Bear Wyss, Markus Buschhaus: Den Körper im Blick. Wilhelm Fink Verlag, München 2008

Deutsches Hygiene Museum - Dresen - www.dhmd.de  / "Was ist schön? - bis Ende 2010 (Pressetext)  http://www.dhmd.de/neu/index.php?id=1618

Michaela Marzano: Philosophie des Körpers. Diedrichs Verlag (Interview mit M Marzano - Wiener Zeitung 19.4.13) (Stuttg Ztg 25.5.13)

Der Körper wird zur Ware. "Zombisierung des kapitalistischen Körpers" (Anne Imhof; Kunst 57.Biennale Venedig 2017) (Pressemitteilung   ) (Frankf Neue Presse 11.05.2017) (link bei www.ifa.de )

(OLT39 - Druck auf die Dicken - bild der wissenschaft ) (OLT 37 - Kap Psychosoziale Bewertung der Ernährung - Ernährungsbericht 1980 )